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  • Live for Speed S2: Fahrschule

    Vom Fahranfänger zum virtuellen Schumi in fünf Minuten? Ganz so schnell lassen sich die Feinheiten von Live for Speed nicht erlernen. Grund genug für uns, Ihnen eine Einsteigerfahrschule zu präsentieren. Tatkräftige Unterstützung erhielten wir dabei von Joachim Fiess, dem deutschen LfS-Meister und Teamleader von Ocrana.

    Vor dem Start

    Um Live for Speed S2 »ernsthaft« spielen zu können, ist ein Force Feedback Lenkrad wie das Logitech Driving Force Pro oder das Thrustmaster F1 FF Pflicht. Für unsere Tipps gehen wir davon aus, dass Sie ein solches Gerät benutzen. Die Einstellungen erklären wir anhand der Treiber von Logitech.

    Das Lenkrad unter Windows einstellen

    Rufen Sie die Treibereinstellungen Ihres FF-Wheels auf: (»Einstellungen« -- »Systemsteuerung« -- »Gamecontroller« -- »Ihr Lenkrad« -- »Eigenschaften« -- »Einstellungen«). Überprüfen Sie zunächst, dass der Punkt »Pedale melden als ... Kombiniert« nicht aktiviert ist. Nur so behandelt Windows Ihr Gas- und Bremspedal als separate Achsen, und Sie können gleichzeitig Gas geben und bremsen. Die Einstellungen der Force-Feedback-Effekte sind größtenteils Geschmackssache. Wenn Sie nur die von LfS generierten Effekte spüren wollen, gehen Sie wie folgt vor: Aktivieren Sie im Einstellungsbildschirm Ihres Lenkrads das Kontrollkästchen »Force-Feedback aktivieren«. Stellen Sie den ersten Schieberegler (»Intensität aller Effekte«) auf 100 Prozent, setzen Sie alle übrigen Schieberegler auf Null, und deaktivieren Sie die Zentrierfeder. Auf diese Art werden die Effekte aus dem Spiel nicht zusätzlich durch die Treiber-Software verstärkt.

    Wie stelle ich meinen Controller im Spiel ein?

    Hier die wichtigsten Einstellungen. Sie finden diese Punkte im LfS-Optionsmenü unter »Steuerung«.

    Nullzonen entfernen Ja

    Lenkradmaximalausschlag Hier stellen Sie -- in Grad -- den Bereich ein, den Ihr FF-Lenkrad abdeckt, wenn Sie es von ganz links nach ganz rechts drehen. Wenn Sie den genauen Wert nicht kennen, messen Sie mit einem Geodreieck nach.

    Lenkausgleich, Einstellbereich: 0,0 - 1,0

    Bei einer Einstellung von 0,0 verhält sich das virtuelle Lenkrad absolut linear zu Ihrem realen Lenkrad. Hierbei spielt es keine Rolle, ob das simulierte Auto ein 900°-Lenkrad hat (Straßenauto) oder eine 270°-Variante (Rennwagen).

    Bei einer Einstellung von 1,0 wird die simulierte Lenkung komplett angeglichen, d.h. bei einem Auto, das 900°-Lenkweg hat, bewegt sich das simulierte Lenkrad im ersten Lenkbereich genau so, wie das Lenkrad auf Ihrem Schreibtisch. Nahe dem Maximalausschlags des realen Lenkrades wird die Lenkung dann komplett nicht-linear, und das virtuelle Lenkrad bewegt sich wesentlich stärker.

    Auch hier gilt: Probieren geht über Studieren. Wer hauptsächlich Rennautos fährt, wird eine andere Einstellung bevorzugen als ein Fan der Straßenwagen.

    Force-Feedback-Stärke

    Stellen Sie diesen Wert zunächst auf 100 Prozent ein. Wenn Sie auf der Strecke sind, können Sie mit den Tasten , und . die Effektstärke Ihren Vorlieben anpassen (das Spiel bestätigt jede Änderung mit einer Meldung am oberen Bildrand).

    Sichtfeld Diesen Punkt finden Sie unter »Optionen« -- »Ansicht«. Je größer der Winkel, desto weiter zurück zoomen Sie Ihre Position im Auto. Verkleinern Sie den Winkel, um näher an die virtuelle Windschutzscheibe heranzurücken. Tipp: Verstellen Sie diesen Wert »live« auf der Strecke (Tasten 5 und 6), bis Sie eine Position finden, die zum aktuellen Auto und Ihren Vorlieben passt.

    Wie finde ich einen Server?

    Klicken Sie im Hauptmenü auf »Mehrspieler« und dann auf »Serverliste anzeigen«. Der Serverbrowser funktioniert ähnlich wie in Counter-Strike und Konsorten und bietet eine Reihe von Filtern. Zudem wird angezeigt, welche Strecke läuft, welche Autos zugelassen sind und wie viele Spieler sich auf dem Server befinden. Wenn der Ping stimmt (erste Spalte hinter den Servernamen), doppelklicken Sie einfach auf den Server und es kann losgehen.

    Wenn das Rennen noch läuft, bleiben Sie zunächst ruhig an der Box und warten Sie ab, bis die Zieleinfahrt beendet ist. Danach können Sie auf die Strecke gehen und Testrunden drehen. Normalerweise dauert es einige Zeit, bis das Rennen durch Abstimmung der Spieler neu gestartet wird. Um selber für einen Neustart zu stimmen, drücken Sie H und R.

    Das erste Online-Rennen

    Halten Sie sich nach dem Start lieber etwas zurück. Startcrashs in der ersten Kurve sind schnell passiert und werfen Sie -- und andere Spieler -- aus dem Rennen. Bei Renndistanzen von zehn Runden und mehr bleibt genügend Zeit, sich in fairen Duellen an die Spitze durchzukämpfen. Wenn es doch einmal kracht, und Sie schuld sind, entschuldigen Sie sich ruhig per Chat, um die Wogen zu glätten. Mit T aktivieren Sie das Chatfenster.

    Fahren Sie konstant und bauen Sie keine Unfälle! Natürlich wird es auf jedem Server Spieler geben, die traumhafte Zeiten in den Asphalt brennen. Allerdings fahren viele dieser Spieler nicht konstant konzentriert, brettern nach einer schnellen Runde in die Botanik und fallen so zurück. Wer gleich bleibend schnell und unfallfrei unterwegs ist, hat auf lange Sicht wesentlich bessere Chancen als ein ultraschneller Hotlapper, der in der dritten Runde mit gebrochener Achse an der Mauer klebt.

    Um einen eigenen Server zu erstellen, klicken Sie unter »Mehrspieler« auf »Neues Spiel eröffnen« und stellen Sie im Konfigurationsmenü die Server-Parameter ein: Mit dem Traffic-Kalkulator können Sie ausrechnen, wie viele Gäste Sie mit Ihrer Internet-Verbindung maximal auf Ihrem Server zulassen können. Dann noch schnell die Regeln und die zugelassenen Autos einstellen, und es kann losgehen.

    Die Fahrzeugklassen

    Formelwagen Es gibt zwei »große« Formelwagen in LfS. Den Formel V8 (FO8) und den Formel XR (FOX). Sie unterscheiden sich grundlegend in Leistung und Fahrverhalten. Der FOX ist an die Formel Renault angelehnt und dementsprechend etwas langsamer, während der Formel V8 von einem V8-Motor mit rund 400 PS angetrieben wird und der Formel 3000 entspricht. Er bringt die schnellsten Rundenzeiten aller Fahrzeuge in LfS. Der MRT 5 schließlich zählt ebenfalls zu den Formelwagen und ist ein verkleidetes Rennkart.

    GTR-Klasse Drei Autos, drei Antriebskonzepte: Der FZ50 GTR (FZR) ist ein Heckmotorwagen und über die Hinterachse angetrieben. Der XR GTR (XRR) entspricht dem klassischen GT-Wagen: Reihenvierzylinder vorne, Antrieb hinten. Der FXO GTR (FXR) mit Allradantrieb komplettiert das Feld.

    Nicht ganz so kräftig aber trotzdem GTR: Die beiden frontgetriebenen UF GTR und XF GTR. Der UF GTR entspricht in etwa einem klassischen Mini im Renntrim, während der XF GTR die auf 250 PS erstarkte Rennversion des XF GTi darstellt. Wie von Fronttrieblern nicht anders zu erwarten, untersteuern beide im Grenzbereich ziemlich heftig.

    Sportwagen Der FZ50, RaceAbout (RA) und LX6 bieten reichlich PS pro Kilo Fahrzeuggewicht. Beim FZ50 stand der Porsche 911 Pate, der LX6 lehnt sich deutlich an den Lotus Super Seven oder Donkervoort an. Der RA ist ein Abbild des echten »RaceAbouts« -- eines Projekts der Uni Helsinki.

    Das Turbotrio XR GTT, RB4 und FXO werden allesamt von 4-Zylinder-Turbomotoren mit 2.000 ccm und rund 200 PS angetrieben Wie ihre großen GTR-Brüder bietet jeder der drei Straßenrenner ein anderes Antriebskonzept.

    »Kleinwagen« UF1000 (Mini), XF GTi (Lupo GTi) und XR GT (Nissan 200 SX) imitieren sportlich abgestimmte Großserienautos realer Hersteller.

    Die Setups: Grundsätzliches

    Eine kurze Warnung, bevor Sie sich auf den einschlägigen Websites nach vorgefertigten Einstellungen umschauen: Ein Weltrekordsetup alleine reicht nicht, um einen Weltrekord zu fahren. Allerdings kann Ihnen das Setup eines erfahrenen Spielers dabei helfen, Ihre Zeiten zu verbessern oder Ihr eigenes Traumsetup zu finden. Wundersame Verbesserungen Ihrer Rundenzeiten sollten Sie allerdings von einem Setup alleine nicht erwarten. Grundsätzlich gilt: Stellen Sie das Auto auf Ihren Fahrstil ein, und nicht umgekehrt.

    Beschränken Sie sich zunächst auf eine Strecke und ein einziges Auto. Lernen Sie diese eine Strecke (etwa »Blackwood GP Standard«) mit dem Auto Ihrer Wahl auswendig und fahren Sie dabei zunächst nicht auf der letzten Rille. Erst wenn Sie den Kurs gut kennen, wird es Zeit das Tempo zu steigern. Denken Sie daran: Drifts und quietschende Reifen wirken spektakulär, kosten aber wertvolle Zeit. Eine perfekte Runde sollte am Limit gefahren werden, das heißt, dass der Wagen in den Kurven so schnell ist, dass er fast abfliegt, aber eben nur fast.

    Die goldene Regel beim »Erfahren« eines Setups lautet: Ändern Sie immer nur eine Einstellung. Dann drehen Sie einige Testrunden, bevor Sie die nächste Änderung vornehmen. Nur so können Sie mit Sicherheit wissen, welche Veränderung welches Ergebnis gebracht hat und nur so können Sie eine Änderung rückgängig machen, wenn sie das Fahrverhalten verschlechtert hat.

    Der Weg zum Rennsetup

    Unter »Bremsen« finden Sie die Bremskraft und die Bremsbalance. Einsteiger sollten die Bremskraft etwas verringern, weil dadurch ungewolltes Überbremsen und blockierende Reifen beim Anbremsen vermieden werden. Die Bremsbalance richtet sich zum einen nach der Gewichtsverteilung des Fahrzeugs (siehe »Wagendaten«) und nach dem Antriebskonzept (Heck/Front/Allrad). Prinzipiell gilt: Je mehr Gewicht auf der Vorderachse des Autos, desto mehr muss die Bremsbalance nach vorne. Fronttriebler können problemlos mit einer Balance von 80/20 gefahren werden, während der FZ50 etwa auch 50/50 verträgt. Wer die Bremsbalance zu weit nach hinten setzt, läuft Gefahr, sich beim Anbremsen vor Kurven herauszudrehen, da die Hinterräder zuerst blockieren und ausbrechen können. Wer die Balance zu weit vorne hat, blockiert die Vorderräder und fängt sich gefährliche Bremsplatten ein. Es empfiehlt sich, beim Fahren mit der Taste ! die Bremsbalance direkt zu verstellen (funktioniert nur in Mehrspielerrennen).

    Die Reifenwahl

    Sinn und Zweck eines jeden Setups ist es, die Reifen unter allen Bedingungen optimal auf die Straße zu bringen. Hierbei müssen Sie zwei Faktoren in Balance bringen: Haftung und Verschleiß. So werden Sie im Internet zig Setups finden, die für zwei sehr schnelle Runden gut sind, die aber die Reifen in diesen beiden Runden derart belasten, dass danach nur noch Durchschnittszeiten drin sind. Fürs Qualifying ist das gut, in einem Rennen über 60 Runden jedoch müssen Sie kontinuierlich schnell sein und gleichzeitig lange mit den Reifen auskommen.

    Drücken Sie auf der Strecke 9, um die Echtzeitanzeige für den Reifenzustand zu aktivieren. Die Reifen werden hier so dargestellt, wie Sie an Ihrem Auto montiert sind. Das Diagramm links oben steht also für den linken Vorderreifen, rechts oben für den rechten Vorderreifen, usw.

    Überwachen Sie Ihre Reifen!

    Jeder einzelne Reifen wird an drei Messpunkten kontrolliert (innen, Mitte, außen). Die drei Zahlen am oberen Rand zeigen also die derzeitige Temperatur auf der inneren, der mittleren und äußeren Lauffläche des jeweiligen Reifens. Darunter sehen Sie drei bewegliche Balken, die für die derzeitige Belastung der Lauffläche stehen. Am oberen Rand des Reifens selbst sehen Sie eine farblich codierte Anzeige der jeweiligen Temperatur. Dieser Farbcode ist abhängig vom aktuell gewählten Reifentyp und zeigt in Echtzeit an, wie sich die Ist-Temperatur im Verhältnis zur optimalen Arbeitstemperatur des jeweiligen Reifens verhält. Nehmen wir an, Sie haben einen R2-Slick aufgezogen. Dieser Reifentyp arbeitet bei 80°C optimal. Solange die Temperatur einer bestimmten Zone niedriger als 80°C ist, zeigt das Spiel diese Zone in Blautönen an. Sobald sich die Zone ihrer optimalen Temperatur nähert, wechselt die Farbe ins Grünliche. Wenn der Reifen zu heiß wird, wechselt die Farbe schließlich zu den Warnfarben Orange bzw. Rot.

    Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Gesamtzustand des Reifens, der durch den Farbton des gesamten Reifensymbols repräsentiert wird. Ein frischer Satz Gummis wird in sattem Dunkelblau angezeigt. Je mehr sich die Reifen abnutzen, desto heller wird das Blau, das sich schließlich in ein schreiendes Grün verwandelt. Die nächste Stufe kündigt sich durch Gelb an, und wer jetzt immer noch nicht die Gummis wechselt, riskiert einen Platten. Dieser wird durch ein schwarzes Reifendiagramm angezeigt.

    Die letzte Anzeige im Reifendiagramm sollten Sie auf einer perfekten Runde nicht zu Gesicht bekommen. Sie besteht aus senkrechten Balken in Orange, die am unteren Rand der Reifen in unterschiedlichen Längen auftauchen. Diese Balken stehen für den Schmutz, der momentan an Ihren Reifen haftet. Ein kurzer Ausflug auf die Grasnabe lässt diese Anzeige aufblitzen. Ein schmutziger Reifen hat weniger Grip, dreht also beim Beschleunigen eher durch oder wischt in Kurven schneller weg als ein sauberer Pneu. Schmutz werden Sie nach ein, zwei Kurven automatisch wieder los, Sie sollten allerdings etwas verhaltener fahren, bis die Balken wieder fast verschwunden sind.

    Als Faustregel gilt, dass die innere und die mittlere Reifentemperatur recht nah beieinander liegen sollten (Unterschied: etwa 3°bis 5°C). Hierbei sollte die Innenseite der Lauffläche stets wärmer sein als die Mitte. Je nach Reifendruck kann die Temperatur der äußeren Lauffläche recht weit unter den Werten für die innere und mittlere liegen.

    Richtig wichtig: der Sturz

    Achten Sie während der Fahrt auf die Temperaturen und ändern Sie dann gegebenenfalls in der Box den Sturz -- Sie finden die Sturzeinstellung im Boxenmenü unter »Reifen«. Aktivieren Sie vorher auf der linken Seite die Anzeige der schematischen Aufhängung (»Aufhängung AN«), um sich ein besseres Bild davon zu machen, wie Ihre Einstellungen die Arbeitsweise des Fahrwerks verändern.

    Der Sturz verstellt den Winkel, in dem das Rad vom Fahrwerk auf die Straße »gepresst« wird. Negativer Sturz bedeutet, dass das Rad (in Fahrtrichtung gesehen) mit dem oberen Rand nach innen »gekippt« wird. Unten (an der Lauffläche) wird somit die Innenseite stärker, die Außenseite dagegen schwächer auf den Asphalt gedrückt. Umgekehrt bedeutet positiver Sturz, dass das Rad mit dem oberen Rand nach außen gekippt wird. An der Lauffläche wird also die Innenseite weniger stark belastet und die Außenseite stärker belastet. Stellen Sie probehalber und mit aktiviertem Aufhängungsdiagramm (siehe Bild) extreme Sturzeinstellungen ein, um zu beobachten, wie sie sich auf die Stellung Ihrer Räder auswirken.

    Wird ein Teil der Lauffläche stärker auf den Asphalt gedrückt, erhöht sich an dieser Stelle natürlich die Reibung und somit die Temperatur. Wenn der Temperaturunterschied zwischen Innen und Mitte mehr als 5°C beträgt, müssen Sie positiven Sturz geben -- ein bis zwei Klicks sollten für den Anfang reichen. Wird der Reifen insgesamt zu heiß, erhöhen Sie den Reifendruck etwas. Das verringert zwar den Grip, schont aber den Reifen und hält ihn im optimalen Temperaturbereich. Umgekehrt gilt, dass ein schwach aufgepumpter Reifen mehr Grip aufbaut. Wenn Sie mit dem Druck aber zu weit herunter gehen, fängt er an zu »schmieren«, rutscht also nahezu wirkungslos über den Asphalt. Niedriger Druck lässt den Pneu auch stärker »walken«. Dies bedeutet, dass sich der Reifen überdurchschnittlich verformt und somit heißer wird als eine stärker aufgepumpte Gummiwalze.

    Für ein Qualifying-Setup kann der Sturz etwas negativer gestellt werden. Dies hat zur Folge, dass die Innenseite der Lauffläche stärker an den Asphalt gepresst wird. So wird das Auto etwas giftiger in Kurven und kann auch etwas mehr Seitenführung aufbauen. Wer es ganz genau wissen will, schaltet während der Fahrt mit H und L das Live-Sturz-Diagramm im Cockpit hinzu. Hier können Sie überprüfen, ob der Live-Sturz (also der Sturz, in dem Ihre Räder beim Fahren tatsächlich stehen) sich in Kurven zu stark ins Positive verändert (achten Sie auf die kurvenäußeren Räder). Dies sollten Sie am besten in Ruhe im Replay überprüfen.

    Dämpfung einstellen

    Grundlegende Änderungen am Fahrverhalten lassen sich vor allem mit der Aufhängung erreichen. Im Aufhängungsbildschirm in der Box können Sie jeweils vorne und hinten die beiden Dämpfer (Druck- und Zugdämpfung), die Federstärke, die Fahrwerkshöhe und die Querstabilisatoren einstellen. In LfS wird die durch Fahrwerkshöhe veränderliche Unterbodenaerodynamik (noch) nicht simuliert. Stellen Sie also das Auto ruhig einen Tick höher und weicher ein, damit Sie auf Bodenwellen oder über den Randsteinen (Curbs) nicht aufzusetzen.

    Einige prinzipielle Aufhängungsregeln: Weich bedeutet mehr Grip, aber auch indirektere Steuerung (das Auto fühlt sich »schwabbeliger« an). Eine harte Aufhängung bewirkt das Gegenteil, also gute, direkte Reaktionen des Autos bei weniger Grip. Eine weiche Vorderachse lässt das Auto ungenauer einlenken, sorgt aber für mehr Grip der Vorderreifen. Das wiederum sorgt dafür, dass das Auto eher übersteuert (also über die Hinterräder wegwischen will). Grundsätzlich gilt: Einen Fronttriebler sollten Sie so übersteuernd wie möglich einstellen (Fronttriebler untersteuern aufgrund ihres Antriebskonzeptes von Haus aus sehr stark), einen Hecktriebler hingegen sollten Sie neutral bis untersteuernd abstimmen.

    Unter- und Übersteuern

    Untersteuern bedeutet, dass das Auto im Grenzbereich über die Vorderräder zum Kurvenaußenrand zieht, also nicht mehr Ihrem Lenkimpuls folgen will. Dies kontern Sie am besten, indem Sie den Lenkeinschlag etwas zurücknehmen und leicht vom Gas gehen. Sobald die Vorderräder wieder greifen, ziehen Sie in die Kurve hinein, um nicht im Gras zu landen. Übersteuern bedeutet, dass das Auto an der Hinterachse Grip verliert und somit versucht, über die Hinterräder zum Kurvenaußenrand zu schieben. Dies kontern Sie dadurch, dass Sie den Lenkeinschlag verringern und eventuell gegenlenken. Oft ist es hier am besten, den Motor am Gas hängen zu lassen, da giftige Hecktriebler erst recht mit dem Hintern herumschwenken, wenn man ihnen abrupt das Gas abdreht oder gar bremst.

    Federn und Dämpfer

    Die Federstärke sollte zu Beginn in einem Verhältnis vorne/hinten eingestellt sein, welches der Gewichtsverteilung des Autos entspricht. So bekommen Sie ein ausgeglichenes Auto. Die Dämpfer lassen Sie zunächst so stehen, wie sie im mitgelieferten Setup eingestellt sind. Als Faustregel gilt: Die Zugdämpfung sollte doppelt so stark sein wie die Druckdämpfung. Doch bei Rennsetups kann das je nach Strecke und Fahrstil variieren. Die Dämpfer sind insbesondere wichtig, wenn es darum geht, wie gut sich der Wagen auf Hubbeln und Curbs verhält. Probieren geht auch hier über Studieren.

    Drehen Sie nun wieder einige Testrunden und spielen Sie mit den Stabilisatoren per »Live-Settings« ! herum (funktioniert nur in Mehrspielerpartien). So merken Sie auf der Strecke, wie sich das Fahrverhalten ändert. Mehr Stabi hinten, und der Hecktriebler übersteuert mehr aus der Kurve heraus, während er etwas ungenauer einlenkt. Wenn Sie den Stabi hinten ganz lösen, dann können Sie den Grip in den starken Hecktrieblern aus der Kurve heraus gut auf die Strecke bringen, aber es kann passieren, dass das Auto über die Vorderachse aus der Kurve schiebt.

    Es gibt hier kein Patentrezept. Manche Fahrer schwören auf ein übersteuerndes Auto, manche bevorzugen ein untersteuerndes. Untersteuern beansprucht die Vorderreifen stärker, Übersteuern die Hinterreifen. Dies sollten Sie auch bei der Wahl Ihrer Reifen und der Reifeneinstellungen bedenken.

    Getriebe und Flügel

    Der Abtrieb muss entsprechend dem Fahrverhalten, der Reifenwahl, etc. angepasst werden, um das Auto in schnellen Kurven gut auf der Strecke zu halten. Mehr Flügel bedeuten mehr Anpressdruck -- also mehr Grip -- , aber auch weniger Topspeed auf der Geraden, da die Flügel den Luftwiderstand erhöhen. Das Verhältnis von Frontflügel zu Heckflügel beeinflusst das Verhalten in den Kurven. Fahren Sie etwa vorne mehr Flügel als hinten, wird das Auto übersteuern.

    Das Getriebe wird entsprechend der auf der Strecke maximal möglichen Geschwindigkeit angepasst. Dabei drehen Sie zunächst nur an der Achsuntersetzung. Dies tun Sie solange, bis Sie die auf der Strecke mögliche Höchstgeschwindigkeit bei einer Drehzahl knapp unter Optimum erreichen. Das Optimum entspricht in etwa der Schaltdrehzahl. Jetzt können Sie noch für jeden Gang kleine Anpassungen vornehmen, damit Sie etwa vor einer Kurve den vierten Gang etwas länger fahren können und nicht doppelt schalten müssen.

    Unter »Lenkung« können Sie unter anderem die Spur des Fahrzeugs einstellen. Hecktriebler sollten hinten eine negative Spur haben und vorne leicht positiv eingestellt werden. Das verbessert das Kurvenverhalten und stabilisiert den Geradeauslauf. Mehr negative Spur hinten bringt aber auch eine stärkere Neigung zum Untersteuern und heißere Reifen. Fronttriebler brauchen hinten eher eine positive Spur, um in Kurven Übersteuern zu provozieren und die hinteren Reifen besser aufzuheizen.

    Signale vom Streckenrand: die Flaggen

    Gelbe Flagge Im nächsten Streckenbereich liegt ein havariertes Fahrzeug, oder es fährt gerade wieder los. Fahren Sie vorsichtig und gehen Sie vom Gas, bis Sie sehen können, was vor Ihnen los ist.

    Blaue Flagge Der Wagen hinter Ihnen will überrunden und Sie müssen ihm Platz machen. Keine Panik! Versuchen Sie so sanft wie möglich -- ohne unerwartete Manöver -- Platz zu machen: Nehmen Sie in der Kurve die Außenlinie und gehen Sie ein wenig vom Gas. Auf der Geraden können Sie seitlich ausweichen und dem Hintermann eine eindeutige »Tür« offen lassen. Denken Sie an den Lag in Online-Rennen und zeigen Sie Ihr Verhalten frühzeitig und kalkulierbar an.

    An den Boxen

    In der gesamten Boxengasse gilt stets ein Tempolimit von 80 km/h. Die Rennwagen haben einen Begrenzer (L), die Straßenautos nicht. Achten Sie also in solchen Wagen auf Ihren Tacho, da es sonst Zeitstrafen setzt! Sie haben in LfS keine eigene Box, halten Sie einfach auf einer der gelben Markierungen vor den Garagen an. Mit ? können Sie -- nur in Mehrspielerrennen -- vor dem Stopp Einstellungen fürs Nachtanken und den Reifenwechsel vornehmen. Als grundlegende Strategie gilt: Boxenstopps kosten Zeit. Bleiben Sie daher solange wie möglich draußen und fahren Sie mit einer Tankfüllung und dem ersten Satz Reifen.

    Überholen -- Aber Richtig

    LfS verfügt zwar über einen sehr stabilen Netzwerk-Code, aber trotzdem können Autos ab un an über die Strecke »warpen«. Lassen Sie sich dadurch nicht entmutigen, schließlich leiden Ihre Gegner unter diesem Handicap genau wie Sie.

    Überholen Sie nur dort, wo Sie gefahrlos an Ihrem Kontrahenten vorbei kommen. Die klassische Strategie: Saugen Sie sich auf einer langen Geraden im Windschatten an den Gegner heran, ziehen Sie nach innen und nutzen Sie Ihren Geschwindigkeitsüberschuss, um sich am Gegner vorbei in die Kurve zu schieben. Denken Sie daran, dass sich Ihr eigener Bremspunkt durch die höhere Geschwindigkeit verändert! Wenn der Gegner auf Kampflinie fährt (er also selber innen bleibt) müssen Sie entweder zurückstecken oder ein Überholen auf der Außenbahn riskieren. Dies sollten Sie nur wagen, wenn Ihre Reifen warm sind und genügend Grip bieten. Sollten Sie dennoch Ihren Kontrahenten abschießen oder aus der Kurve drücken, wird das als Verstoß gegen die guten Sitten gewertet. In Rennligen wird solches Verhalten bestraft. Das faire Abblocken von Überholmanövern im Kampf um Plätze und Punkte ist selbstverständlich gestattet.

    Joachim Fiess / Sascha Gliss

  • Live for Speed S2
    Live for Speed S2
    Publisher
    LFS-Team
    Developer
    LFS-Team
    Release
    24.06.2005

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Live for Speed S2
Live for Speed S2: Fahrschule
Vom Fahranfänger zum virtuellen Schumi in fünf Minuten? Ganz so schnell lassen sich die Feinheiten von Live for Speed nicht erlernen. Grund genug für uns, Ihnen eine Einsteigerfahrschule zu präsentieren. Tatkräftige Unterstützung erhielten wir dabei von Joachim Fiess, dem deutschen LfS-Meister und Teamleader von Ocrana.
http://www.gamesaktuell.de/Live-for-Speed-S2-Spiel-12421/Tipps/Live-for-Speed-S2-Fahrschule-717435/
01.09.2005
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