Im Test von Left 4 Dead 2 steht Hirn wieder ganz oben auf der Speisekarte! Valves Zombie-Schnetzelei geht auf PC und Xbox 360 in die zweite Runde, bei uns lest ihr den Test.
Left 4 Dead 2 - Test - Da geht dir die Pumpe
Valve hat es zudem geschafft mehr Abwechslung in die einzelnen Kampagnen zu packen: Löste man im Left 4 Dead-Erstling einen sogenannten Crescendo-Moment aus, hat es gereicht als Gruppe einfach nur abzuwarten, bis der Zombie-Ansturm abebbte oder – im Final-Level – Rettung eingetroffen ist. In Teil zwei wird hingegen verlangt, dass ihr euch durch die anrückenden Fantastillionen Zombies kämpft, um beispielsweise einen nervigen Alarm zu deaktivieren. Das bringt ein dickes Action-Plus mit sich! Auch gefällt uns die Idee, dass der KI-Director – ansonsten zuständig für die Anordnung der Untoten und Waffen - bestimmte Level-Abschnitte zufällig generiert und ein eingespieltes Team dem Labyrinth-Effekt aussetzt.
Und um einen weiteren Kritikpunkt aus der Welt zu räumen, stehen neben der Kampagne noch die Modi „Versus“, „Survival“, „Scavanger“ und „Realism“ zur Auswahl. „Versus“ ist Zombie-Veteranen schon längst ein Begriff – jeweils vier Spieler klopfen sich auf Seiten der Überlebenden und der Super-Zombies gegenseitig auf die Finger. Auch die endlosen Gegner-Wellen aus dem „Survival“-Modus sind Fans nicht neu. „Scavanger“ ist aber frisches Futter: Unter Zeitdruck müssen die Überlebenden hier 16 Benzinkanister finden, um Generatoren zu betanken. Simpel, aber sehr unterhaltsam! „Realism“ spricht die Spieler mit der dichtesten Brustbehaarung an. Hier wird die Zombiekalypse noch eine Ecke knackiger gestaltet, indem Kollegen, sowie wichtige Items, nicht mehr farblich gekennzeichnet werden und sich auch durch massive Wände hindurch erkennen können – ohne intensive Teamabsprache geht hier gar nix mehr.
Left 4 Dead 2 - Test - Sieht ziemlich tot aus ...
Als grafischer Motor dient ein weiteres Mal die Source-Engine. Über deren Qualitäten sind wir allerdings geteilter Meinung: Zwar zaubert die Technik herrlich abwechslungsreiche Levelabschnitte auf Bildschirm und Glotze – teilweise auch im Tages-Szenario – dafür wirken gerade Innenräume sehr oft einfach gähnend leer und trist. Auch unterliegen die Texturen der Xbox 360-Version denen der PC-Fassung haushoch und wirken teils schlichtweg matschig.
Sobald aber ein Gewirr aus unzähligen grauen Armen und geifernden Mäulern das Bildschirmgeschehen einnimmt, sind diese kleinen Kritikpunkte schnell vergessen und der Zombie-Fan im Glücks-Delirium. Ein letztes Wort noch zu der Steuerung: Zwar ist die Kombination aus Maus und Tastatur in Sachen Genauigkeit kaum zu toppen, trotzdem geht der Titel auch an einem Controller locker von der Hand.
