L.A. Noire: Leser-Test von Qu!ks!lver
Los Angeles in den 50er-Jahren. Cole Phelps ist gerade aus dem Krieg zurückgekehrt, als ihn der blutige Alltag einholt. Er nimmt einen Job als Streifenpolizist beim Los Angeles Police Department an. Der Spieler steuert Phelps durch etwa 20 Kriminalfälle. Anfangs muss der Spieler nur bei kleineren Straftaten dem langen Arm des Gesetzes unter selbige greifen. Dieser recht simple Einstieg dient dazu, um sich mit dem Spiel und der Spielmechanik ausgiebig auseinander zu setzen. Recht bald steigt Phelps zum Detective auf, das heißt, die Fälle werden kniffliger, die Verdächtigen gefährlicher.
GTA Los Angeles?
Wilde Verfolgungsjagden gehören zur Tagesordnung ob per Fahrzeug oder zu Fuß
Ihr bewegt euch zusammen mit eurem Partner vorzugsweise per fahrbarem Untersatz durch das Los Angeles der 50er. Die Ziele eurer Ermittlungen werden als Fähnchen auf einer kleinen Karte angezeigt. Dabei könnt ihr selbst frei durch Los Angeles düsen oder euren Kollegen fahren lassen. Entscheidet ihr euch für Letzteres, springt ihr direkt zum ausgewählten Ort. Wohin die Reise geht, erfahrt ihr während euren Ermittlungsarbeiten.
Die Ermittlung
Das genaue Untersuchen von teils entkleideten und Blutüberströmten Leichen gehört zum Alttag des Detectives
Als Detective müsst ihr Fälle ohne moderne CSI-Forensik klären. Das bedeutet, ihr müsst jeden Tatort, jede Umgebung und jedes Haus einer verdächtigen Person genauestens unter die Lupe nehmen, jedes mögliche Beweismittel sicherstellen. Wenn Phelps den Tatort begeht, ertönt ein Signal und der Controller vibriert. An diese Stelle gibt es was zu erforschen. Verdächtige Objekte und Orte können genauestens untersucht werden. Habt ihr eine heiße Spur, meldet sich Phelps zu Wort, außerdem weist euch das Spiel darauf hin, dass ihr das Objekt nun noch genauer untersuchen könnt. Daraufhin öffnet ihr Brieftaschen oder sucht an einem Gegenstand genauer nach versteckten Hinweisen. Sämtliche Errungenschaften aus euren Untersuchungen werden in eurem Notizheft vermerkt. Dort sammeln sich auch die Fragen an, die ihr später an Tatverdächtige oder Zeugen stellen müsst.
Die Zeugenbefragung ist ebenfalls ein wichtiger Teil in L.A. Noire. Hier kommt das neuartige Mimik-Capture-Verfahren zum tragen. Denn anhand der Mimik und Gesichtsanimation des oder der Befragten müsst ihr herausfinden ob ihr gerade angelogen werdet oder die Wahrheit gesprochen wird. Habt ihr eine Frage gestellt, streicht Phelps diese in seinem Notizblock durch. Je nachdem wie ihr das Verhalten des Befragten deutet, kommen weitere Fragen hinzu oder es werden euch Wege für die Befragung verbaut. Wenn ihr also einen Zeugen mit eurer Vermutung beleidigt habt, kann es sein, dass dieser zu dem Geschehen nichts mehr sagt. Das Spiel lässt euch die Möglichkeit, falsche Anschuldigungen zu revidieren und mögliche Fehler bei der Befragung auszubügeln. Dazu könnt ihr die Frage, deren Antwort von euch unerwartet war oder falsch eingeschätzt wurde, rückgängig machen und neu ansetzen.
Das würde kein deutsches Studio aufbringen…