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Killerspiele

USA diskutieren Spieleverbot - Videospiele werden mit "Hardcore-Pornos" gleichgesetzt

07.07.2010 12:12 Uhr
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Während die deutschen Politiker sich um einen zu hohen Grad an Gewaltdarstellung in Videospielen sorgen, haben die Amis noch ärgere Probleme: Games sollen wie Pornos behandelt werden!

Eine Waffe und ein knappes Höschen - ist der Left-4-Dead-Mod bald zu heiß für die USA? Eine Waffe und ein knappes Höschen - ist der Left-4-Dead-Mod bald zu heiß für die USA? In Deutschland drehen sich die Videospiel-Diskussionen hauptsächlich rund um das brisante Thema "Killerspiele" und eine stärkere Zensur oder ein Verbot dieser. In den USA ist jetzt ein Gesetzentwurf aufgetaucht, der gewalthaltige Spiele wie Hardcore-Pornofilme einstufen soll. Demnach sollen Gewaltspiele die Brandmarkung "x-rated" erhalten, genau wie pornographische Darstellungen.

Mit der "x-rated"-Einstufung könnte ein Verkauf der betroffenen Spiele auch an Erwachsene verhindert werden, gleichzeitig würden diese damit in dieselbe Kategorie wandern wie Pornos. Im April nahm sich der US Supreme Court einem Aktionsbündnis an, die den Verkauf gewalthaltiger Spiele an Minderjährige verbieten will. In Kalifornien wurde ein Verbot bereits unterzeichnet, und zwar von Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Im Gegensatz zum "Gouvernator" sind die Publisher gar nicht begeistert von der potentiellen Klimaveränderung im amerikanischen Videospiel-Geschäft.

"Es ist sehr, sehr überraschend, dass sich der Oberste Gerichtshof mit dem Fall auseinandersetzt", so Take Two-Geschäftsführer Strauss Zelnick. "Ich bin besorgt darüber, und ich denke, jeder in unserem Geschäft sollte sehr besorgt darüber sein."

Der Geschäftsführer von Disney Interactive, Graham Hopper dazu: "Es geht dabei nicht um einen dramatischen Einfluss auf unseren Nettoprofit. Es wird unsere Verkaufsmöglichkeiten in einen Albtraum verwandeln."

Weitere Bedenken der Industrie: Wenn der Gesetzentwurf bestehen bleibt, könnte jeder Staat der USA seine eigenen Regelungen einführen - demnach müssten Publisher ihre Spiele jeweils an die einzelnen Staaten und deren Verbote, Einschränkungen und Vorschriften anpassen, was einen unendlichen Aufwand bedeuten würde.

"Einer von Amerikas wichtigsten Exporten ist Entertainment", so John Riccitiello, CEO von Electronic Arts. "Die Folge von Schwarzeneggers ESA [Anm. d. Red.: der diskutierte Entwurf] ist, dass wir letztendlich zu Bürokatien auf Landesebene kommen könnte, welche vorschreiben, was in fünfzig unterschiedlichen Rechtssprechungen innerhalb der USA verkauft werden kann." Und stichelt: "Ich kann mir vorstellen, wie die Regierung versucht, Steven Spielberg zu sagen: 'Wir brauchen fünfzig verschiedene Schnitte deines Films für jeden Einzelstaat'. Es wird uns wirklich alles vermasseln."

Jack Tretton, Chef von SCEA: "Ich denke, der Supreme Court sieht sich [den Gesetzentwurf] an, um vielleicht herauszufinden, ob es etwas gibt oder ob man dem ein für allemal ein Ende setzen kann." Im Herbst werden die Argumente in dem Fall angehört. Sollte es wirklich zu einem Amerika-weiten Verbot von gewalthaltigen Videospielen kommen, wäre dies tatsächlich fatal - nicht nur für den Markt hinter dem großen Teich.

Quelle: CNBC

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07.07.2010 12:12 Uhr
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13.09.2010 15:45 Uhr
Wenn man die neuesten Entwicklungen im Land des unbegrenzten Irrsinns sieht,ist so etwas nicht verwunderlich.
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04.08.2010 09:40 Uhr
Zitat: (Original von codshin)
Vielleicht sollte ich's lieber nicht sagen, aber so schwachsinig es auch erscheint erinnert es mich an etwas:

Gab's bei uns nicht vor einigen Jahren 'nen -bekannteren- Politiker aus dem Süden Deutschlands, der sogen. "Killerspiele" allen ernstes mit (noch schlimmer:…
Mitglied
Bewertung: 0
09.07.2010 18:11 Uhr
Vielleicht sollte ich's lieber nicht sagen, aber so schwachsinig es auch erscheint erinnert es mich an etwas:

Gab's bei uns nicht vor einigen Jahren 'nen -bekannteren- Politiker aus dem Süden Deutschlands, der sogen. "Killerspiele" allen ernstes mit (noch schlimmer: Ki)-Pornografie verglichen hat? K(

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