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Spielekritiker Pfeiffer im Interview: Computerspiele lassen Leute zu Hells Angels werden

19.03.2010 10:00 Uhr
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Spielekritiker Christian Pfeiffer hat es mal wieder auf die "bösen" Computerspiele abesehen. Werden "Killerspiele"-Zocker zu Hells Angels?

Spielekritiker Pfeiffer im Interview: Computerspiele lassen Leute zu Hells Angels werden Professor Christian Pfeiffer - Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen und leidenschaftlicher Spielekritiker - hat in einem Interview Computerspiele für die steigende Gewaltbereitschaft der Rocker-Gruppe Hells Angels verantwortlich gemacht.

Auf die Frage, ob Rocker zu sein heute eigentlich noch attraktiv sei, antwortete Pfeiffer: "Wir beobachten da eine merkwürdige Existenzspaltung. Einerseits die bürgerliche Existenz zum Geldverdienen, andererseits eine "Freiheitsexistenz" zum Ausleben von Lust an Gewalt.

Einer der ernsthaften Ursachenfaktor dafür ist, dass viele junge Leute sich durch Computerspiele in Kampf-Rollen bewegen. Irgendwann will man das dann auch einmal real tun und nicht nur virtuell." Pfeiffer weiter: "Die Gewaltlust wird dann als Rocker demonstriert – durch entsprechende Kleidung, durch Bündnisse gegen andere Gruppen, durch Ausleben von Machokultur."

Bereits in der Vergangenheit hat Christian Pfeiffer häufig die Schuld für Gewalttaten bei Computer- und Videospielen gesucht.

Was haltet ihr von der neuerlichen Kritik an unserem Hobby. Erzeugen Computerspiele wirklich Lust, die darin erlebten Dinge auch in der Realitität auszuleben?

Quelle: fr-online

Redaktion

19.03.2010 10:00 Uhr
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Dein Kommentar
Mitglied
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28.03.2010 03:33 Uhr
Klar wirken sich Medien auf den Geist ein. Allerdings verwirrt das wirken. Damit wird eher etwas unbewußtes suggeriert, die Wirkung von Medien vollzieht sich in erster Linie aber bewußt. Die Frage ist, ob es auch eine unterbewußte Wirkung gibt oder einen Einfluss auf Dauer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jahrelanger Konsum von Videospielen keine Auswirkungen auf den Spieler hat, _wohlgemerkt_ es geht mir nicht primär um negative. Ich meine nur, dass dieser eventuell einfach anders aufwächst. Einfaches Beispiel: Person A schaut seit der Geburt Fernsehen, Person B spielt seit er dazu in der Lage ist Videospiele. Es ist doch logisch, dass die Entwicklung beider Personen anders verlaufen muss.
Natürlich konsumieren wir alle Medien gleichzeitig, es geht aber heute um den Vergleich zu damals, als es keine Spiele gab.

Die Diskussion ist nun: Ist der Unterschied groß und ist er negativ? Das ist die gesellschaftliche Frage, aber im Prinzip ist das eher eine Frage der Forschung, keine wirklich praktische Frage. Warum? Weil die Auswirkungen so oder so geringfügig sind und wenn doch: irgendwann besteht die Gesellschaft nur noch aus Digital Natives – das pendelt sich alles ein und bald haben wir unsere eigenen Vorurteile über eine neue Generation, die sich zu emanzipieren versucht. 

Wie so oft muss ich aber immer wieder sagen: Die apologetischen Reaktionen der Gamer sind teilweise sehr kontraproduktiv und undurchdacht – liegt wahrscheinlich aber auch daran, dass viele Gamer noch sehr jung sind. Immerhin wird in diesem Thread mal ein Kontra thematisiert. Sehr gut! Besser als dogmatische Argumente oder Polemik. Man sollte sich auch nicht zu sehr von Politikern oder Gegnern provozieren lassen; dahinter steckt doch meistens Absicht.
Kommunikation ist das Schlüsselwort!
day
Mitglied
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28.03.2010 01:44 Uhr
Zitat: (Original von SethSteiner)
Nein, nicht fixed, denn während ich bei Alkohol definitiv Alkohol im Blut habe, habe ich bei einem Medium nicht zwangsweise eine Einwirkung und wenn doch, ist diese nicht zwangsweise negativ.
Doch fixed, denn ich habe nichts von immer, geschweige denn von negativ geschrieben (du übrigens auch nicht)...

Das was du aussagen wolltest hast du ja nachgeliefert. Nachgewiesen ist nichts, was nicht heißt, dass es nichts gibt, aber das ist noch eine ziemliche Glaubensfrage.
Ich meine, dass alles, was man im Leben sieht, sei es Medium, Nachrichten, nebenan, im Fernseher, oder interaktiv beim Zocken Werte verschiebt, je nachdem wie gefestigt die Persönlichkeit ist.
Jeglichen Zusammenhang zwischen gewalthaltigen Medien und reaer Gewalt zu leugen ist genauso unsinnig, wie den Zusammhang zwischen dem Konsum von Komödien und der erhöhten Bereitschaft sich ab und an mal ein Lächeln abzuringen zu leugnen...
Henne/Ei-Prinzip spielt da natürlich auch noch rein, ist aber imo nicht alles.

Man isst, was man isst. Und wenn es sich dabei um das Verschlingen von humorvollen Filmen handelt.

Um nochmal auf das fixed zurückzukommen. Jedes Medium wirkt auf den Geist ein, das wird doch keiner leugnen, oder?
Ansonsten bin ich sehr hellhörig.
Gelöscht
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28.03.2010 01:24 Uhr
Herr Prof. Dr. Pfeiffer sollte so schnell wie möglich sehen, dass er in die Schweiz kommt.;)
Zitat: (Original von SethSteiner)
Alkohol ist eine Droge die physisch auf den Körper einwirkt. Ein Videospiel ist ein Medium.

NfS Shift lässt mein Herz in bestimmten Szenen ziemlich hochrasen.
Alkohol hilft manchen Leuten sich geistig aus dem stressigen Leben abzuheben.
Mitglied
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28.03.2010 00:59 Uhr
Nein, nicht fixed, denn während ich bei Alkohol definitiv Alkohol im Blut habe, habe ich bei einem Medium nicht zwangsweise eine Einwirkung und wenn doch, ist diese nicht zwangsweise negativ. Ein erhöhter Alkoholspiegel ist definitiv negativ, greift den Körper an, ich glaube es ist bekannt was da alles passiert. Während der kausale Zusammenhang zwischen Alkohol und Gewalt hinlänglich bewiesen ist, ist er das bei Videospielen nicht.
day
Mitglied
Bewertung: 0
28.03.2010 00:20 Uhr
Zitat: (Original von SethSteiner)
Alkohol ist eine Droge die physisch auf den Körper einwirkt. Ein Videospiel ist ein Medium das psychisch auf den Geist einwirkt.

*fixed*
Das ist aber mal ehrlich kein Argument für gar nichts, auch wenns ne durchaus richtige Feststellung ist...

Außer der Behauptung, dass es keine Wesensveränderung herbeirufen könnte, fehlt das wofür das ein Argument darstellen sollte.