Spielekritiker Pfeiffer im Interview: Computerspiele lassen Leute zu Hells Angels werden
Professor Christian Pfeiffer - Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen und leidenschaftlicher Spielekritiker - hat in einem Interview Computerspiele für die steigende Gewaltbereitschaft der Rocker-Gruppe Hells Angels verantwortlich gemacht.
Auf die Frage, ob Rocker zu sein heute eigentlich noch attraktiv sei, antwortete Pfeiffer: "Wir beobachten da eine merkwürdige Existenzspaltung. Einerseits die bürgerliche Existenz zum Geldverdienen, andererseits eine "Freiheitsexistenz" zum Ausleben von Lust an Gewalt.
Einer der ernsthaften Ursachenfaktor dafür ist, dass viele junge Leute sich durch Computerspiele in Kampf-Rollen bewegen. Irgendwann will man das dann auch einmal real tun und nicht nur virtuell." Pfeiffer weiter: "Die Gewaltlust wird dann als Rocker demonstriert – durch entsprechende Kleidung, durch Bündnisse gegen andere Gruppen, durch Ausleben von Machokultur."
Bereits in der Vergangenheit hat Christian Pfeiffer häufig die Schuld für Gewalttaten bei Computer- und Videospielen gesucht.
Was haltet ihr von der neuerlichen Kritik an unserem Hobby. Erzeugen Computerspiele wirklich Lust, die darin erlebten Dinge auch in der Realitität auszuleben?
Quelle: fr-online
Natürlich konsumieren wir alle Medien gleichzeitig, es geht aber heute um den Vergleich zu damals, als es keine Spiele gab.
Die Diskussion ist nun: Ist der Unterschied groß und ist er negativ? Das ist die gesellschaftliche Frage, aber im Prinzip ist das eher eine Frage der Forschung, keine wirklich praktische Frage. Warum? Weil die Auswirkungen so oder so geringfügig sind und wenn doch: irgendwann besteht die Gesellschaft nur noch aus Digital Natives – das pendelt sich alles ein und bald haben wir unsere eigenen Vorurteile über eine neue Generation, die sich zu emanzipieren versucht.
Wie so oft muss ich aber immer wieder sagen: Die apologetischen Reaktionen der Gamer sind teilweise sehr kontraproduktiv und undurchdacht – liegt wahrscheinlich aber auch daran, dass viele Gamer noch sehr jung sind. Immerhin wird in diesem Thread mal ein Kontra thematisiert. Sehr gut! Besser als dogmatische Argumente oder Polemik. Man sollte sich auch nicht zu sehr von Politikern oder Gegnern provozieren lassen; dahinter steckt doch meistens Absicht.
Kommunikation ist das Schlüsselwort!
Das was du aussagen wolltest hast du ja nachgeliefert. Nachgewiesen ist nichts, was nicht heißt, dass es nichts gibt, aber das ist noch eine ziemliche Glaubensfrage.
Ich meine, dass alles, was man im Leben sieht, sei es Medium, Nachrichten, nebenan, im Fernseher, oder interaktiv beim Zocken Werte verschiebt, je nachdem wie gefestigt die Persönlichkeit ist.
Jeglichen Zusammenhang zwischen gewalthaltigen Medien und reaer Gewalt zu leugen ist genauso unsinnig, wie den Zusammhang zwischen dem Konsum von Komödien und der erhöhten Bereitschaft sich ab und an mal ein Lächeln abzuringen zu leugnen...
Henne/Ei-Prinzip spielt da natürlich auch noch rein, ist aber imo nicht alles.
Man isst, was man isst. Und wenn es sich dabei um das Verschlingen von humorvollen Filmen handelt.
Um nochmal auf das fixed zurückzukommen. Jedes Medium wirkt auf den Geist ein, das wird doch keiner leugnen, oder?
Ansonsten bin ich sehr hellhörig.
NfS Shift lässt mein Herz in bestimmten Szenen ziemlich hochrasen.
Alkohol hilft manchen Leuten sich geistig aus dem stressigen Leben abzuheben.
*fixed*
Das ist aber mal ehrlich kein Argument für gar nichts, auch wenns ne durchaus richtige Feststellung ist...
Außer der Behauptung, dass es keine Wesensveränderung herbeirufen könnte, fehlt das wofür das ein Argument darstellen sollte.