"Killerspiele harmloser als Bibel und Koran"
"Die schlimmsten Massenmörder der Geschichte kannten keine Killerspiele und haben dennoch Millionen Menschen umgebracht". Welt.de-Kolumnist Gideon Böss greift ein Jahr nach Winnenden die Killerspiele-Diskussion auf - und wundert sich (oder auch nicht), weshalb sie am Jahrestag des Amoklaufs nicht wieder aufflammt. Böss führt dabei Vergleiche auf, die jedem Killerspiele-Gegner-Gegner auch schon mal in den Sinn gekommen sind: "Hätten Hitler, Mao und Stalin noch schrecklicher gewütet, wenn ihnen Counter-Strike bekannt gewesen wäre? Wohl kaum."
Und weiter: "Für die Taliban ist der Besitz von PC-Spielen ein schwerer Straftatbestand. Gleichzeitig besitzen europäische und amerikanische Jugendliche Millionen Computerspiele, von denen wiederum viele sogenannte Killerspiele sind. Die EU-Staaten und die USA sind moderne Länder und friedlichen Gesellschaften. Die Taliban sind ein Terrorregime. Es scheint, dass es sich da sicherer leben lässt, wo Counter-Strike spielen erlaubt ist."
Auch merkt Gideon Böss zynisch an, dass niemand im Namen von Counter-Strike töte, im Namen von Religionen aber schon. Die Bibel stecke voller Aufrufe zur Gewalt und man müsse doch eher über ein Verbot von "Killerbüchern" wie die Bibel oder den Koran nachdenken.