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Killerspiele

"Killerspiele"-Diskussion: Petition gegen Verbot von Action-Computerspielen

07.07.2009 13:58 Uhr
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UPDATE: Schon fast 55.000 Zeichner - jetzt muss die Politik handeln! Jetzt mitmachen: Auf der Petitionen-Website des Deutschen Bundestages wurde eine Petition gegen ein geplantes Verbot von Action-Computerspielen gestartet.

Update II: Schon 54.636 Zeichner (Stand 14.07. 22:05 Uhr) haben sich der Petition angeschlossen. Da die Schwelle von 50.000 Stimmen nun überschritten ist, muss sich der Petitionsausschuss des Bundestages in einer öffentlichen Sitzung mit dem Antrag gegen ein Verbot von Action-Computerspielen beschäftigen. Ihr seid auch gegen das Verbot? Macht bei der Petition mit!

Update I: Die Petition für unser Hobby hat mittlerweile schon 28.694 Zeichner (Stand 10.07. 13:27 Uhr), die sich gegen ein Verbot von Action-Spielen ausgesprochen haben. Ab 50.000 Stimmen muss das Thema im Bundestag behandelt werden und je mehr Stimmen, desto mehr Gewicht bekkomt unser Anliegen. Also, an alle denen unser Hobby am Herzen liegt: Hinsurfen und unterzeichnen!

Ursprüngliche Meldung: Am 5. Juni 2009 erfolgte ein Beschluss der Innenministerkonferenz der Länder, der ein "Herstellungs- und Verbreitungsverbot" von Action-Computerspielen vorsieht. Eine neu gestartete Internet-Petition auf der Petitionen-Website des Deutschen Bundestages richtet sich gegen diesen Beschluss.

Nachfolgend der Text der Petition im Original. Die Petition unterzeichnen könnt ihr hier!

Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge sich gegen den Beschluss der Innenmisterkonferrenz vom 5. Juni 2009 entscheiden, der ein "Herstellungs- und Verbreitungsverbot" von Action-Computerspielen vorsieht.

Begründung
Aktueller Anlass ist der am 5. Juni 2009 erfolgte Beschluss der Innenministerkonferenz der Länder,
der ein "Herstellungs- und Verbreitungsverbot" von Action-Computerspielen vorsieht. Dieser Beschluss ist eine Reaktion auf den entsetzlichen Amoklauf eines 17-jährigen Jugendlichen im baden-württembergischen Winnenden, der die Diskussion um die Wirkung von Computer- und Videospielen neu entfacht hat. (Vor-)schnelle Verbotsforderungen werden den vielschichtigen Aspekten solcher Ereignisse nicht gerecht, wirken im Gegenteil eher verharmlosend und verhindern so eine gründliche Aufarbeitung. Mit Bedauern stelle ich fest, dass die Debatte von Unkenntnis, Polemik, Unsachlichkeit und Vorurteilen geprägt ist, gerade aus den Reihen der Politik.

"Gewaltverherrlichende" Medien hingegen sind aus gutem Grund verboten. Doch ein prinzipielles Herstellungs- und Vertriebsverbot von Filmen und Computerspielen für Erwachsene steht aus meiner Sicht im Widerspruch zu Artikel 5 unseres Grundgesetzes ("Eine Zensur findet nicht statt"). Vielmehr gilt es, Kinder und Jugendliche vor Inhalten zu schützen, die nicht für ihr jeweiliges Alter freigegeben sind. In Deutschland gelten schon jetzt die europaweit strengsten Gesetze; Mitte 2008 wurde das Jugendschutzgesetz auf Initiative von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen noch einmal erweitert. Seit 1. April 2003 versieht die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) Computer- und Videospiele - analog zu Spielfilmen - mit eindeutigen, auffälligen Alterskennzeichnungen; fünf Prozent der im Jahre 2008 geprüften Spiele sind auf ein erwachsenes Publikum zugeschnitten und werden daher mit "Keine Jugendfreigabe" eingestuft. Diese Kennzeichnung ist ein hoheitlicher Verwaltungsakt durch die Obersten Landesjugendbehörden. Produkte, die den strengen Kriterien nicht genügen, werden nicht gekennzeichnet und können demnach von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) indiziert werden.

Als volljähriger Bürger und Wahlberechtigter bitte ich Sie nachdrücklich, ...
• den irreführenden und diskriminierenden Begriff "Killerspiele" aus der politischen Diskussion zu nehmen.
• das Vertrauen der Öffentlichkeit in die bestehenden staatlichen Jugendschutzmechanismen zu stärken.
• den Vollzug bestehender Gesetze zu verbessern und zu gewährleisten, dass Kindern und Jugendlichen nur Computer- und Videospiele entsprechend der USK-Jugendfreigabe zugänglich gemacht werden.
• Eltern, Pädagogen sowie erzieherisch verantwortliche Personen bei der Förderung der Medienkompetenz zu unterstützen.
• die Computer- und Videospiele-Branche in Deutschland und insbesondere die Ausbildung in diesen zukunftsträchtigen Berufen zu fördern.

Marten Holtz
Gast

07.07.2009 13:58 Uhr
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Dein Kommentar
Mitglied
Bewertung: 0
17.07.2009 23:25 Uhr
Jede Generation hatte seine "Killerspieledebatte" von Tom und Jerry über Master of the Universe zu Mortal Kombat und Street Fighter. Und jedesmal wurde von den Medien mit den Ängsten der (un)mündigen Bürger gespielt. Aber, der große Unterschied ist das Gewalt, Sex in allen Medien präsenter vorhanden ist als…
Beta-Tester
Bewertung: 0
16.07.2009 09:52 Uhr
Zitat: (Original von Big al)

Urteilst du nach der Lektüre der Bild?:huh:


Wir können hier gerne konfrontativ diskutieren. Verarschen lasse ich mich aber nicht. Mir ist die Geschichte der Grünen sehr wohl bekannt. Diese Partei hatte zu Beginn eine eindeutige Haltung in Sachen Außenpolitik, da sie sich in…
Mitglied
Bewertung: 0
15.07.2009 19:45 Uhr
Zitat: (Original von Falconer)
Ich verstehe nicht, wie man die Piratenpartei in Deutschland wählen kann. Die decken vielleicht 1% des politischen Themenspektrums ab. Und sonst? Ach ja, dem ernsthaft unter Kinderporno-Verdacht stehenden SPD-Politiker Jörg Tauss bietet sie eine Agitationsplattform…

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