Internetsperre für "Killerspiele"?
Thomas Strobl, der CDU-Bundestagsabgeordnete und baden-württembergische CDU-Generalsekretär, gehen die gestern im Bundestag beschlossene Sperren gegen Kinderpornographie nicht weit genug. Dem Kölner-Stadt-Anzeiger sagte er in einem Interview, dass sie ernsthaft die Sperrung von "Killerspielen" prüfen. Dazu wörtlich von Strobl:
"Wir gehen nach Winnenden nicht zur Tagesordnung über. Wenn es einen Nachweis gibt, dass sich Killerspiele negativ auf das Verhalten Jugendlicher auswirken, dann kann das Internet kein rechtsfreier Raum sein."
Das Gesetz wurde gestern mit 389 Ja-Stimmen, bei 128 Nein-Stimmen und 18 Enthaltungen bei 535 anwesenden Abgeordneten im Bundestag beschlossen.
Cynamite meint: Interessant ist die Argumentation Strobls. Das Internet kann nach ihm also kein rechtsfreier Raum sein, wenn sich die "Killerspiele" negativ auf Jugendliche auswirken würden. Wenn die Killerspiele also keine Wirkung haben, kann das Internet dann rechtsfrei sein? Herr Strobl scheint mit dem Thema eh überfordert, denn es bleibt unklar, ob er damit die Möglichkeit zum Spielen in Internet einschränken möchte, den legalen Download oder illegale Raubkopien. Und dass "Killerspiele" auch außerhalb des Internets verfügbar sind, scheint ihm ebenfalls nicht geläufig. Hier scheint der Wunsch nach populistischen Äußerungen und einem entschlossenem Auftreten in der Öffentlichkeit im Superwahljahr wieder einmal wichtiger als eine auch nur oberflächliche Auseinandersetzung mit dem Thema.
Quelle: Auch Killerspiele sperren
Gewalthaltige Spiele gehören nicht in Kinderhände!
Ich habe keine lust mich von irgendwelchen Politversagern bevormunden zu lassen!
Diese möchtegern Spieleexperten sollen sich…
Quelle: DWDL
Dieser Mensch lässt jegliche Medienkompetenz vermissen, was ihn nicht davon abhält im Medienforum eine…