"Expertenkreis Amok" fordert Verbot von Spielen
Das Expertengremium wendet sich mit einem ganzen Katalog an Forderungen die Politik und die Öffentlichkeit. Unter den 83 Empfehlungen, wie Alarmsignale an Schulen und der Reduzierung gefährlicher Waffen in Deutschland, findet sich auch ein Verbot von Killerspielen und eine strengere Überwachung des Internets in dem Abschlusspapier des Gremiums. Günther Oettinger, der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg nannte die Vorschläge "maßvoll" und versprach, dass sie sich im Haushalt des Landes wiederfinden würden.
Der "Expertenkreis Amok" wurde von der Landesregierung von Baden-Württemberg nach dem Amoklauf in Winnenden am 11. März 2009 ins Leben gerufen und beschäftigt sich auch mit dem Amoklauf von Wendlingen. Die Forderungen des Gremiums im Bereich der Videospiele und des Internets stellen unter anderem fest, dass bei Amokläufern generell eine "intensive Beschäftigung mit Videofilmen und Computerspielen mit gewaltrelevanten Inhalten auffällig" sei. Ferner soll "das Verbot von gewaltverherrlichenden Darstellungen, vor allem bei Computerspielen (off- und online), durch Änderung des Strafgesetzbuches im Rahmen der verfassungsrechtlichen Schranken" ausgedehnt werden.
Zudem soll eine Alterskennzeichnung für Onlinespiele eingeführt und eine Harmonisierung zumindest des europäischen Marktes erzwungen (!) werden, damit sich deutsche Spieler nicht mehr einfach über nationale Grenzen hinweg mit Videospielen versorgen können.
Quelle: "Expertenkreis Amok" fordert Spielverbot und Internetsperren
Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, was Cynamite dazu meint!
Mehr zum Thema:
"Ist Blut grün?" Amoklauf entfacht Diskussion um Zensur in Spielen neu
Winnenden: Bundespräsident Horst Köhler stellt Forderungen gegen "Killerspiele"
Killerspiele-Diskussion: Im Gespräch mit Spielekritikerin Regine Pfeiffer
getötet.PPS: Warum gibt es diese Disskusion eigentlich nur in Deutschland?