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Allgemeines Videospiel-Verbot in Somalia

31.01.2010 12:40 Uhr
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Keine Games mehr in Somalia

Allgemeines Videospiel-Verbot in Somalia Die Islamisten-Gruppe Hezb al-lsam hat ein allgemeines Videospiel-Verbot in den von ihr kontrollierten Gebieten in Somalia verhängt. Der Grund dafür sei, dass Videospiele die gesellschaftlichen Traditionen zerstören würden. Videospiel-Automaten erfreuen sich in Somalia großer Beliebtheit. Ein Spiel kostet umgerechnet gerade mal 15 Cent. Sollte nun jemand beim spielen erwischt werden droht Strafe.

In Somalia herrscht derzeit Bürgerkrieg. Games sind nicht das erste Unterhaltungsmedium, das verboten wurde. Ein betroffener Jugendlicher äußerte sich dazu: "Früher haben wir Filme geguckt. Die wurden verboten. Nun sind die Playstations, mit denen wir gespielt haben, ebenfalls verboten. Dieses Land ist nichts für junge Menschen wie mich."

Quelle: gamepolitics.com

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31.01.2010 12:40 Uhr
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14.02.2010 12:22 Uhr
Ich finde, bei einem Bürgerkrieg haben die echt andere Probleme. Zum Glück hat sich die Lage mit dem "Killerspielwahn" hier in Deutschland wider etwas beruhigt.
Gelöscht
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01.02.2010 20:11 Uhr
Zitat: (Original von KeNnY-90)
Ich versteh nicht warum niemand von den Westlichen Ländern was gegen den ganzen Krieg dort nichts unternimmt?!:confused:

Erstmal: In der Regel helfen die Amis als Erster nahezu jedem Land auf der Welt, sei es Tsunami in Süd-Ost Asien oder Erdbeben in Haiti. Später kommen Blauhelme aus dem Rest der westlichen Welt nach.
Gegen Aufständische oder Rebellen käme man nur mit Waffengewalt an. Sprich Krieg - extreme Kosten entstünden. Das kann sich die UN dauerhaft nicht leisten.

PS: Die UN war schon zig mal in Somalia, geholfen hat es leider nichts.
Beta-Tester
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01.02.2010 19:51 Uhr
Hab hier mal einen Text gefunden der die ganze Geschichte vielleicht etwas besser erklärt:
In dem vom Bürgerkrieg und Armut zerrütteten Land Somalia wurde die Benutzung, sowie die Verbreitung von Videospielen nun unter Strafe gestellt. Dies gilt vorerst nicht für das gesamte Land, sondern nur für die von der Islamisten-Miliz Hezb al-Islam beherrschten Gebieten (vornehmlich der Süden des Landes), die in den letzten Jahren ihren Einfluß, auch durch massive Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, ausbreiten konnte und die Führung des gesamten Landes für sich beansprucht. Die eigentliche somalische Zentralregierung, die zumindest international anerkannt ist, steht diesem machtlos gegenüber. De facto handelt es sich bei Somalia um einen sogenannten failed-state (ein Staat, der über keine funktionierenden sozialen oder politischen Strukturen mehr verfügt und dessen Aufgaben von lokalen Machthabern übernommen werden, hier u.a. die Hezb al-Islam), der derzeit in drei Lager aufgespalten ist.

Den Besitzern von Videospielhallen bleibt nun keine andere Wahl, außer die Order zu befolgen. Ali Hidig, ein Besitzer einer Spielhalle in dem kleinen Städtchen Elashabiyaha, teilte der Nachrichtenagentur AFP mit: „Vertreteter von Hezb al-Islam forderten uns auf, unsere Spielhalle zu schließen und so mussten wir diesem nachkommen. Wir haben keine andere Wahl. Vor allem Jugendliche kamen immer nach der Schule hier her, um sich etwas unterhalten und ablenken zu lassen. Doch dies gehört jetzt wohl der Vergangenheit an.“

In sogennaten Cyber-Cafes wurden u.a. Playstations aufgebaut mit denen Jugendliche für 5.000 somalische Schilling (15 Euro-Cent) 30 Minuten spielen konnten.

Hezb al-Islam verfolgt eine sehr radikale Auslegung der Scharia (das religiös „legitimierte“, unabänderliche Gesetz des Islam) mit dem Ziel Somalia in einen islamischen Gottesstaat umzuwandeln. Ähnliche Aktionen sind bereits aus den 90ern bekannt, als die Taliban jede Art von Unterhaltung - sei es Musik oder Fernsehen - in Afghanistan unter Todesstrafe stellte. Glücklicherweise sind diese Zeiten für die Afghanen nun vorbei, im kriegszerrütteten Somalia ist allerdings keine Wende abzusehen. Selbst nach UNO-Angaben wäre die dortige Lage nur durch eine massive militärische Intervention unabhängiger Kräfte zu lösen, um die sozialen und politischen Strukturen von Grund auf neuaufzubauen. In den letzten Monaten wurden von den selbsternannten islamischen Gotteskriegern selbst Jugendliche abgestraft, die in kurzen Hosen Fußball spielten oder zu traditionellen Klängen tanzten.

Quelle: pagenstecher.de
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01.02.2010 19:32 Uhr
Zitat: (Original von KeNnY-90)
Scheiss drauf, die Regierung(en?) dort stürzen und ne Demokratie einführen


Klar...weil das ja auch soo einfach ist. Sieht man ja an aktuellen Beispielen, wie gut sowas läuft. :uff:
Ein Umsturz muss immer von innen heraus stattfinden, wenn er funktionieren soll.

Zitat: (Original von Helghast_Radec;1111130)
Bei allem Respekt, aber wen interessiert es eigtl. was dort abgeht?? Hier gibt es schliesslich genug verbote und gesetze die das leben hier auch nicht vorbildlicher aussehen lassen.


Mich interessiert's. Aber wenn man natürlich vollkommen ignorant und selbstbezogen ist...
Soviel Dummheit muss doch schon weh tun. Mir tut sie's jedenfalls.
Zu behaupten, dass das Leben hier genauso schwierig und elend ist wie in Somalia... :autsch:


Bei einigen Kommentaren hier, kann man sich einfach nur an den Kopf greifen. Klar herrscht dort Bürgerkrieg (an dem wir westlichen Länder im übrigens eine enorme Mitschuld tragen), aber deswegen zu sagen die Menschen dort würde es eh nicht kratzen ist schwachsinnig. Durch dieses Verbot wird den Leuten dort noch ein weiteres Stück Normalität und Freiheit genommen.
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01.02.2010 18:57 Uhr
Ich versteh nicht warum niemand von den Westlichen Ländern was gegen den ganzen Krieg dort nichts unternimmt?!:confused: Klar es betrifft nur das Land und die USA und Europa dürfen sich eigentlich nicht einmischen aber Scheiss drauf, die Regierung(en?) dort stürzen und ne Demokratie einführen damit die Leute wieder was zum zocken haben(aber nicht nur deswegen).:hoch: Meine Meinung. Aber würde sicherlich so ähnlich ablaufen wei zurzeit mit Afghanistan.:(