Aktionsbündnis ruft zu "Familien gegen Killerspiele" auf
Michael Mingers meint:
Es reicht! Videospieler werden und wurden mit Kinderschändern, Holocaust-Leugnern und Amokläufern gleichgesetzt, doch diese Aktion ist eine neue Dimension der Diffamierung. Eine öffentliche Sammlung von kreativen Werken zwecks Vernichtung von unliebsamen Materials sollte es in Deutschland eigentlich nie wieder geben. Damit begeben sich die Veranstalter auf eine Ebene mit Leuten, die wir glücklicherweise seit 60 Jahren weitestgehend los sind.
Die Aktion und das Plakat zeigen sehr eindeutig, dass man an einer Aufbereitung des Amoklaufs nicht interessiert ist und nur einen Sündenbock sucht. Es ist widerlich und perfide, dass die Vernichtung von Videospielen mit Inhalten die einer kleinen Gruppe nicht gefallen und die sie vermutlich nicht verstehen sogar mit einem Belohnung attraktiv gemacht wird.
Nach dem Amoklauf in Erfurt 2002 wurde neben dem Blumenmeer für die Opfer der Bluttat eine Mülltonne aufgestellt, auf der ein Pappschild mit "Macht kaputt, was uns kaputt macht!" prangerte. Die Mülltonne sollte als letzte Ruhestelle für brutale Videospiele dienen. Schlußendlich fanden sich aber nur eine Handvoll CDs in der Endlagerstelle. Es bleibt zu hoffen, dass sich trotz des attraktiven Preises in Stuttgart auch nur eine Handvoll argumentresistenter Aktionisten für diese moderne Fom der "Bücherverbrennung" einfinden.
Vergleiche mit dem III.Reich hinken aber mal wieder. Damals hat die Staatsführung zur Verbrennung von Kulturgütern aufgefordert. Hier handelt es sich um eine Privatinitiative. Jeder Mensch in diesem Land darf…
Fehlt da nicht ein Komma?
Ausserdem ist der Satz inhaltlich falsch:
Waffen dienen dazu Menschen zu ermorden.