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  • Just Cause

    Pierce Brosnan hat die Nase voll von Bond. Sein Nachfolger steht schon in den Startlöchern: Rico Rodriguez ist zwar nicht im Auftrag Ihrer Majestät unterwegs, bei verrückten Diktatoren bemüht er aber ebenfalls seine Lizenz zum Töten.

    Eigentlich ist San Esperito ein klassisches Tropenparadies: Saftiggrüne Wälder laden zum lauschigen Lustwandeln ein, sandige Strände versprechen vergnügliches Planschen im stahlblauen Meer, und Abends geht's ab in eine gemütliche Kneipe in der nahe gelegenen Großstadt. Allerdings hält die Regierung des Inselstaats nicht viel vom Tourismus. Stattdessen pflanzt sie emsig Kokain an und terrorisiert die brave Bevölkerung. Klar, dass die CIA die Situation mit Argusaugen bewacht. Da jetzt auch noch Gerüchte über Massenvernichtungswaffen die Runde machen, platzt dem Geheimdienst der Kragen: In Gestalt von Latino-Macho Rico Rodriguez, seines Zeichens Spezialagent für das bleihaltige Entfernen übergeschnappter Diktatoren, sollen wir den Insel-Spuk beenden.

    Raus aus dem Fallschirm, rein ins Auto

    Da alle Zugänge zur Insel von der Regierung bewacht werden, bleibt nur der Weg von oben. Todesmutig stürzen wir uns aus dem Flugzeug und rasen der Insel entgegen. Da Rico unter seinem Armani-Anzug stets einen Fallschirm versteckt hält, ziehen wir schnurstracks die Reißleine und segeln unserem Kontaktmann Sheldon am äußersten Inselstrand entgegen. Dort erwarten uns auch schon die ersten Schergen des Diktators. Wir erledigen einige Finsterlinge mit unserer Pistole und springen auf die Ladefläche von Sheldons Pickup. Während der Gas gibt, halten wir die Verfolger mit dem stationären MG in Schach.

    Nachdem wir die letzte Angriffswelle an feindlichen Hubschraubern vom Himmel geholt haben, kommen wir endlich im Rebellenstützpunkt an. Wir treffen auf unsere hübsche CIA-Kollegin Kane, die uns mit einer schallenden Ohrfeige begrüßt. Offenbar kennt man sich aus früheren Missionen. Unser verletztes Latino-Ego muss sich aber erstmal hinten anstellen, denn bis zum Happy End gibt es noch einiges zu tun.

    Eine Insel mit drei Städten

    Zum Beispiel sollten wir unsere Umgebung genauer untersuchen. San Esperito hat eine Gesamtfläche von über 3.000 virtuellen Quadratkilometern. Rico kann sich jederzeit an jeden beliebigen Ort der Insel begeben. Barrieren wie in GTA, die erst mit fortlaufender Spieldauer verschwinden, gibt es nicht. Die Insel gliedert sich in 32 »Bundesstaaten« auf. Sobald wir einen neuen Abschnitt betreten, informiert uns eine Einblendung über die dortige politische Lage. Anfangs sind fast sämtliche Territorien unter der Kontrolle der Regierung. Neben zahlreichen Dörfern, großflächigen Waldgebieten, Flug- und Schiffhäfen finden wir auch drei Großstädte auf der Insel, die mit ihren Hochhäusern und Vergnügungsvierteln so gar nicht zur Insel-Idylle passen wollen.

    Es gibt viel zu tun, packen wir's an

    »Wir haben dafür gesorgt, dass der Spieler immer etwas zu tun hat«, sagt Avalanche-Chef Christopher Sundberg bei unserem Entwicklerbesuch in Stockholm. Dass das keine leeren Worte sind, zeigt die unglaubliche Anzahl an Missionen in Just Cause, die sich vor Titeln wie San Andreas nicht zu verstecken braucht. Es gibt weit über 100 Einsätze, die sich in drei Arten aufgliedern: Zunächst sind da Aufträge, welche die Story vorantreiben und uns dem Ziel näher bringen, das korrupte Regime zu stürzen und wieder für Ruhe und Ordnung auf der Insel zu sorgen. Zwischen den Hauptmissionen erzählen Zwischensequenzen in Spielgrafik den Fortgang der Geschichte.

    Zusätzlich haben die Designer eine Vielzahl an Neben- und Bonusmissionen eingebaut. Die Nebenmissionen dienen dem Zweck, das politische Gleichgewicht auf der Insel zu unseren Gunsten zu verändern. So können wir uns in einem von der Regierung kontrollierten Gebiet auf die Seite des örtlichen Widerstands schlagen. Wenn wir im anschließenden Scharmützel eine bestimmte Anzahl an gegnerischen Kräften eliminiert haben, übernehmen wir die Kontrolle über das Gebiet.

    Durchpusten und durchladen

    Praktischer Nutzen eines eroberten Territoriums: Ab sofort haben wir einen weiteren Stützpunkt, in dem wir etwa den Spielstand sichern und unsere Waffen mit frischer Munition bestücken können. Dabei müssen wir nicht nur den netten Agenten von nebenan spielen. Neben Rebellen und Regierung gibt es noch weitere Fraktionen auf der Insel. So können wir auch für verschiedene Drogenkartelle Aufträge erledigen. Auswirkungen auf die Hauptstory haben diese Kämpfe aber nicht. Einmal eroberte Gebiete bleiben unter unseren Fittichen und können uns nicht mehr streitig gemacht werden.

    Abschließend gibt es auch noch Bonusmissionen, etwa Autorennen oder das Auffinden von zehn Flüchtlingen auf der Insel. Als Belohnung winken neue Waffen, Fahrzeuge oder weitere Speicherpunkte.

    Kugel oder Rakete?

    Im Verlauf des Spiels findet Rico immer dickere Waffen, um sich seiner Feinde zu entledigen. Von einfachen Pistolen über MGs bis hin zu amtlichen Raketenwerfern steht eine gewaltige Anzahl an Bleispritzen zu seiner Verfügung. Wenn Rico trotz der heftigen Bewaffnung einmal das Zeitliche segnet, muss er die Mission nicht komplett von vorne beginnen. Obwohl nicht jederzeit gespeichert werden kann, versprechen die Designer faire Rücksetzpunkte.

    Dem Spieler steht es zudem frei, wie er einen Auftrag bewältigen will. Aggressive Spieler wählen die direkte Konfrontation, während ruhigere Naturen sich vorher eine Strategie überlegen können. In den uns gezeigten frühen Missionen war aber der direkte Weg meist der einzig sichtbare: Während der Befreiung des Rebellenführers aus einem Regierungsknast ballerten wir auf die Wärter und zettelten so eine Revolte an. Während die Gefangenen die Wärter attackierten, konnten wir die Zielperson relativ ungestört lokalisieren und gemeinsam verduften.

    Cos I'm the unknown stuntman

    Auf der Insel sind über 80 unterschiedliche Vehikel verteilt. Rico ist wie Kollege CJ ein echter Tausendsassa und besitzt sämtliche Führer- und Pilotenscheine. Ob er sich hinter das Lenkrad eines Sportwagens klemmt, ein Schlauchboot entert, mit einem Düsenjet durch die Lüfte rast oder in einer Straßenwalze durch die Gegend tuckert, ist für ihn ein und dieselbe Baustelle. Positiv aufgefallen ist uns das detaillierte Schadensmodell der Fahrzeuge. Wenn wir zu ruppig mit dem Gefährt umspringen, sitzen wir sehr bald in einem Schrotthaufen, der uns jederzeit um die Ohren fliegen kann.

    Ganz wie in GTA ist die Beschaffung eines Fahrzeugs ein Kavaliersdelikt: einfach Türe öffnen, Fahrer heraus werfen und Motor kurzschließen. Allerdings ist Rico gelenkiger als CJ und beherrscht spektakuläre Stunts: In einer Mission rasen wir auf eine Klippe zu, ziehen uns aus dem Fenster aufs Wagendach, schießen auf unsere Feinde und öffnen im letzten Moment unseren Fallschirm. Im Flug steuern wir auf einen LKW zu, landen auf dem Dach des Brummis, befördern den Fahrer nach draußen und machen uns mit dem neuen Truck aus dem Staub. Klingt kompliziert, geht aber mit der einfachen Steuerung leicht von der Hand.

    Verlaufen unmöglich

    Wenn Rico nach solchen Aktionen einmal mitten in der Pampa landet, muss er nicht kilometerlang zum nächsten Ort zurückmarschieren. Per Funk sind wir ständig mit Kane und Sheldon verbunden. Die schicken uns auf Anfrage ein Fahrzeug, mit dem wir wieder schnell die Zivilisation erreichen oder beamen uns gleich zum nächsten Stützpunkt. In dem Zusammenhang ist uns aufgefallen, dass in der von uns angespielten Version noch relativ wenig los war. Selbst in den grafisch beeindruckenden Großstädten scheinen viele Einwohner im Urlaub zu sein. Wir hoffen, dass in der finalen Version deutlich mehr passiert, damit die Illusion von einer lebenden Welt um uns herum auch wirklich greifen kann und keine gähnende Leere à la Boiling Point vorherrscht.

    CJ trifft auf Jack Carver

    Wie schon mehrfach angedeutet, sind die Parallelen zu GTA San Andreas unverkennbar. Angefangen bei der Steuerung aus der Verfolgerperspektive über den Fuhrpark bis hin zu den Missionen ähnelt sich die Laufbahn der beiden Protagonisten bisweilen sehr stark. Auch in Just Cause gibt es Straßenrennen und ein Fahndungssystem. Erschießen wir wahllos Passanten und Soldaten der Regierung, ist bald die halbe Insel hinter uns her.

    Auf ein Skillsystem oder Gimmicks wie verschiedene Radiosender verzichtet Avalanche aber. Der Fokus liegt ganz klar auf Action, so dass Rico wie eine Mischung aus CJ und Far Cry-Held Jack Carver wirkt. Damit Just Cause mit den genannten Titeln mithalten kann, hoffen wir auf ausreichende Abwechslung im Missionsdesign. 100 mal 30 Soldaten abschießen dürfte schnell langweilig werden. Einen Multiplayer-Modus wird es übrigens nicht geben.

    Wie im Urlaub

    Auf entsprechenden Rechnern ist grafisch vor allem die hohe Sichtweite bemerkenswert (nach Aussage von Avalanche sollte es für die Grafik mindestens eine Geforce 6600 GT sein). Wenn wir uns vom Dach eines Wolkenkratzers stürzen und einen Panoramablick über die Stadt und die dahinter liegende Insel genießen, fühlen wir uns fast wie im Abenteuerurlaub.

    Simon Fistrich

  • Just Cause
    Just Cause
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Avalanche Studios (SE)
    Release
    12.06.2009
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von GenX66
    Jap! Just Cause fetzt! War eins meiner absoluten Lieblingsgames auf der Xbox360 damals: cooler Dschungel, dynamisches…

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    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von GenX66
        Jap! Just Cause fetzt! War eins meiner absoluten Lieblingsgames auf der Xbox360 damals: cooler Dschungel, dynamisches Wetter, Cuba-Flair, geile Fights, stimmige Explosionen - sprich - ein GTA mit Stunt-Einlagen in traumhafter Karibik-Atmosphäre! Und ich liebe dieses Arcade-mäßige Gameplay. Nur Mercenaries 2 ist einen Tick besser! Bin gespannt, wie Teil 2 wird...

        9/10
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Just Cause
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Pierce Brosnan hat die Nase voll von Bond. Sein Nachfolger steht schon in den Startlöchern: Rico Rodriguez ist zwar nicht im Auftrag Ihrer Majestät unterwegs, bei verrückten Diktatoren bemüht er aber ebenfalls seine Lizenz zum Töten.
http://www.gamesaktuell.de/Just-Cause-Spiel-9782/News/Just-Cause-715591/
01.08.2005
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