Stranglehold (dt.)
Stranglehold baut auf dem Film Hard Boiled aus dem Jahre 1992 auf, bei dem John Woo Regie geführt hat und auch bei Stranglehold für die cineastische Umsetzung verantwortlich ist. Der Hauptdarsteller des Films, Inspektor Tequila, der auch bei Stranglehold der Hauptcharakter ist, wird von Chow Yun-Fat gemimt. Man könnte eigentlich sagen, dass Stranglehold die Fortsetzung von Hard Boiled ist, mit dem gleichen Regisseur und Hauptdarsteller, allerdings als Spiel. Von der Idee her ist das ja ganz toll, aber wie wurde das letztendlich umgesetzt? Nun, das werde ich in diesem Test beschreiben.
Kurz zum Hintergrund der Story. Man spielt einen Polizisten, der Jagd auf einen Copkiller macht. Allerdings steckt da einiges mehr dahinter, das will ich aber nicht verraten. So bahnt man sich den Weg durch enge Gassen in Hongkong, ein Hochhaus oder Drogenlabore mitten in der Pampa.
Stranglehold ist in erster Linie mit Max Payne vergleichbar. Man läuft durch sehr linear aufgebaute Levels in der 3rd-person Perspektive und ballert alles über den Haufen, was einem so in die Quere kommt. Dabei kann man natürlich auch auf diverse Hilfsmittel zurückgreifen, wie zum Beispiel die Bullet Time oder die Tequila Bombs, zu diesen aber später mehr. Ich denke mal, dass Bullet Time für jeden ein Begriff ist, der schon mal Max Payne gespielt hat oder Matrix gesehen hat. Für all diejenigen, die es nicht wissen, hier eine kurze Erklärung. Bullet Time ist eine Zeitlupe, in der die Spielgeschwindigkeit verlangsamt wird, und man dadurch mehr zeit gewinnt um den Massen an Gegnern Herr zu werden. Allerdings ist Bullet Time nicht unbegrenzt verfügbar, sondern nur ein paar Sekunden und muss dann wieder aufgeladen werden. Deshalb sollte man sich das Ganze gut einteilen.
Die Tequila Bombs sind weitere nützliche Fähigkeiten, die eingesetzt werden können, um sich das Leben im Gegner-Dschungel zu erleichtern. Allerdings hat die ganze Sache einen haken. Die Tequila Bombs werden erst im Laufe des Spiels allmählich freigeschaltet. Unter anderem gibt es die Möglichkeit sein Leben etwas aufzufrischen, nen Präzisionsschuss, á la Sniper, abzugeben oder einfach eine Salve auf den Gegner loszulassen. Währenddessen ist man sogar unverwundbar. Und als letztes gibt es noch den „Rundumschlag“. Das sieht dann aus wie ein Eiskunstläufer bei ner Pirouette, der ne fette Wumme in der Hand hat und wild um sich ballert und dann auch noch unzählige weiße Tauben wegfliegen. Die Inszenierung ist auf jeden Fall gelungen. Die Tequila Bombs werden durch Combos wieder aufgeladen. Umso stylischer und schneller man sich seinen Gegnern entledigt, desto schneller laden sich die Tequila Bombs wieder auf. Soweit mal zu den technischen Raffinessen des Spiels.
Natürlich hat man als Argumentationsverstärker ein großes Waffenarsenal. Darunter Pumpguns, SMGs, die gute alte Pistole, Granaten und noch mehr. Allerdings können gleichzeitig nur 2 Waffen mitgeführt werden, wobei es allerdings nicht an Munition mangelt. Dank der Havok-Engine ist die Umgebung komplett zerlegbar. Das heißt dann natürlich auch, dass die Deckung irgendwann keine mehr ist und man schnell einen neuen Unterschlupf suchen muss. Die Umgebung kann aber auch anderweitig sehr nützlich sein. So kann man Geländer hoch und runter laufen, über Tische und ähnliches rutschen und hechten und sogar an Lampen schwingen. Natürlich kann währenddessen auch weiter geschossen werden um die unzähligen Gegner loszuwerden.
Japp. Aus UK kriegt man das echt hinterhergeworfen.