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  • Casino Royale

    Mission erfüllt: Der 21. James Bond-Film mit dem im Vorfeld gescholtenen Daniel Craig wurde zum erfolgreichsten Teil der Serie

    Casino Royale Neue James Bond-Darsteller haben es nicht leicht. Im Vorfeld sind sich Hardcore-Fans und Kritiker einig, dass die Wahl ein Fehlgriff gewesen sei, der für die langlebigste Filmreihe aller Zeiten endgültig das bittere Aus bedeuten wird. Für die Frischlinge kommt erschwerend hinzu, dass die Weltöffentlichkeit nicht nur aus Gewohnheit oder einer Laune heraus gegen ein neues Gesicht gestimmt ist, sondern grundsätzlich auch gleich den wesentlich besser geeigneten Alternativkandidaten parat hat.

    Startschwierigkeiten

    Sogar der altehrwürdige Sir Sean Connery, unbestritten der beste Bond von allen, spürte zu Beginn seiner Karriere mächtigen Gegenwind. Die Vorstellung, einen weitgehend unbekannten Mimen mit starkem schottischem Akzent die Rolle eines englischen Meisterspions spielen zu lassen, hielten viele für absurd. Frank Sinatra oder David Niven wurden als deutlich bessere Namen gehandelt.

    Nachher ist man immer schlauer. Als Connery schließlich nach fünf Einsätzen zurücktrat, waren viele zu Tränen gerührt, um sich beim Anblick von George Lazenby ("In Geheimdienst Ihrer Majestät") zu schütteln. Der Australier sah zwar gut aus, seine mimischen Fähigkeiten waren aber begrenzt. Fatal war auch die Entscheidung, Lazenby in Schottenrock und Rüschenklamotten vor die Kamera treten zu lassen, während die reale Welt längst von der Hippie-Kultur geprägt wurde. Auf Drängen seiner Agenten quittierte George den Dienst. Die Überraschung: sein Nachfolger wurde der Vorgänger.

    Für eine Rekordgage von zwei Millionen Dollar, von denen er die Hälfte spendete, schlüpfte Connery in "Diamantenfieber" noch einmal in den Smoking. Das Publikum war erfreut, der Akteur aber weniger -- er trat erneut zurück. Dann kam Roger Moore. Dessen Verpflichtung sorgte vor allem deshalb für Verwunderung, weil er zwar jünger aussah, tatsächlich aber drei Jahre älter war als Connery. Das nennt man wohl "gute Gene". Ein weiteres Argument gegen Sir Roger war, dass er bis auf die TV-Serien "Simon Templar" und "Die Zwei" kaum nennenswerte Erfahrung aufwies.

    Moore zeigte es jedoch allen. Trotz Kritik an seiner humorvollen, an Ironie grenzenden 007-Interpretation hielt er am längsten durch. Wer würde abstreiten wollen, dass die Spektakel "Der Spion, der mich liebte" und "Moonraker" einfach Spaß machen? Moore verpasste allerdings den rechtzeitigen Absprung. So wirkte er in seinem letzten Film "Im Angesicht des Todes", den er aus Mitleid mit Produzent Cubby Broccoli drehte, weil dieser keinen neuen Schauspieler fand, schon deutlich überaltert. Roger Moores Rücktritt löste wilde Spekulationen aus.

    Erblasten

    Casino Royale Potentielle Kandidaten für den Bond der 80er waren alle damals aktuellen und attraktiven Stars im richtigen Alter. Gehandelt wurden u.a. Harrison Ford, Mel Gibson und sogar Eddie Murphy. Die Zusage erhielt schließlich Pierce Brosnan. Da er aber nicht aus seinem Vertrag für die Fernsehserie "Remington Steel" herauskam, durfte Timothy Dalton sein Glück versuchen.

    Dalton hatte allerdings Pech. Er legte den Charakter deutlich härter an, buhlte damit aber vergeblich um die Sympathie des Publikums. Außerdem hatte es das 007-Konzept plötzlich schwer, gegen die angesagten Muskelprotze Stallone und Schwarzenegger sowie Actioner wie "Lethal Weapon" (1987) oder "Stirb langsam" (1988) zu bestehen. Dalton fiel jedenfalls durch und ging nach nur zwei Filmen 1989 in Rente. Für Bond-Fans begann eine lange Wartezeit.

    Erst 1995 kehrte Britanniens bester Spion auf die Leinwand zurück. Da er diesmal zur Verfügung stand, durfte Pierce Brosnan endlich ran. Der smarte Ire feierte mit "GoldenEye" ein gelungenes Debüt und machte seine Sache auch in den folgenden drei Filmen mehr als ordentlich. Nach "Stirb an einem anderen Tag", der mehr Geld einspielte als jeder Bond-Streifen davor, verdichteten sich allerdings die Gerüchte, dass Brosnan ersetzt werden sollte.

    James Blond

    Die Gründe (s. S. 34) schienen zweifelhaft. Warum sollte man einen etablierten Hauptdarsteller, der auch einen fünften Film sehr wahrscheinlich zum Erfolg gemacht hätte, durch jemanden ersetzen, der sich erst noch beweisen muss? Mit der Nachricht, dass Daniel Craig als sechster James Bond feststehe, wurde es dann richtig giftig.

    Dass Craig optisch nicht dem Ideal eines klassischen Womanizers entsprach, war noch nicht einmal der Hauptkritikpunkt. Untragbar schien es für die Bondgemeinde aber, dass Craig entgegen Ian Flemings Romanvorlagen blond war. Als Craig anlässlich einer Presekonferenz am 14. Oktober 2005 in London dann in einem Boot der Royal Navy über die Themse setzte und dabei eine Schwimmweste trug, interessierte seine Gegner nicht, dass dies Vorschrift ist. Für sie war klar, dass man ihnen ein Weichei mit der falschen Haarfarbe vorgesetzt hatte.

    Um ihr Projekt abzusichern, brauchten die Produzenten einen Profi auf dem Regiestuhl. So kam erneut der Neuseeländer Martin Campbell zum Zug, der mit "GoldenEye" und "Die Maske des Zorro" gezeigt hatte, dass er angestaubten Helden neuen Glanz verpassen kann. Damit waren die Spekulationen um Quentin Tarantino beendet. Keine Diskussion dagegen gab es über die Story. Da die Rechte am ersten Roman endlich im Besitz der 007-Firma Eon Productions waren, würde die Welt endlich erfahren, wie der aufstrebende Agent die Lizenz zum Töten erhielt.

    All in!

    Casino Royale Nach zwei erfolgreichen Liquidationen wird James Bond (Craig) von seiner Chefin M (Judi Dench) zum Doppelnull-Agenten befördert. Seinen ersten Auftrag versaut er gleich. In Madagaskar endet Bonds halsbrecherische Jagd auf einen Terroristen im Chaos. M gibt 007 aber eine zweite Chance, um dem dubiosen Le Chiffre (Mads Mikkelsen) auf die Spur zu kommen, der mit Terror-Geldern Geschäfte macht. Nachdem Bond in Florida einen Anschlag auf einen Flugzeugprototypen verhindert und Le Chiffre um dessen Kapital bringt, veranstaltet der Schurke ein Pokerturnier in Montenegro, von dem er sich seine Sanierung verspricht.

    Mit Unterstützung der Finanzbeamtin Vesper Lynd (Eva Green) nimmt James als bester Zocker des MI6 an dem Spiel teil. Gewinnt er, legt er Le Chiffre endgültig das Handwerk. Gewinnt Le Chiffre, wird der internationale Terrorismus mit englischen Steuergeldern finanziert.

    Da die DVD von Sony vertrieben wird, passt sie im Regal optisch zwar nicht zu den MGM-Scheiben. Überzeugend ist sie dennoch. Disc 1 des 2er-Sets enthält drei vorgeschaltete Trailer und den Hauptfilm mit gutem Bild und druckvollem Sound. Disc 2 bietet vier Specials. "Daniel Craig wird James Bond" dokumentiert den Casting-Prozess und die Entscheidung gegen Brosnan und für "Casino Royale". Die Statements von Craig, Martin Campbell, den Produzenten Michael Wilson und Barbara Broccoli sowie Co-Autor Paul Haggis weisen einen leichten PR-Einschlag auf, sind aber trotzdem informativ.

    In "James Bond: For Real" geht es um Stunts und Actioneinlagen. Hier erfährt man u.a., dass die für den Film gedrehten sieben Überschläge des Aston Martin DBS ein neuer Weltrekord waren. Für ihre dreiteilige Doku "Bond-Girls are forever" blickte Maryam D´Abo mit Ursula Andress, Halle Berry, Jill St. John und vielen anderen Bond-Girls auf ihre Erfahrungen zurück. Den Abschluss bildet das Musikvideo zu David Cornells Song "I know your Name".

    Fazit
    Film-Check: Was für eine Genug-
    tuung muss es für Daniel Craig gewesen sein, als sich der überragende Erfolg seines Bond-Debüts abzeichnete. Mit seiner coolen und harten Performance ließ der Neueinsteiger alle Zweifler verstummen. Martin Campbell inszenierte einen geradlinigen Agententhriller, der auf allen Ebenen überzeugt. Der Film hält sich eng an die Romanvorlage, bietet zwar relativ wenige, dafür aber fantastische Actionsequenzen, traf mit dem Pokerspiel den Nerv der Zeit und lebt von spritzigen Dialogen, die man in vielen Vorgängerfilmen vergeblich sucht. Man verzeiht „Casino Royale“ sogar, dass Gagdet-Meister Q (noch) nicht dabei ist. DVD-Fazit: Ob als Single-Disc, Special Edition oder Blu-ray: „Casino Royale“ gehört einfach in die Sammlung. Bild und Ton entsprechen den Anforderungen an eine gute Scheibe, die Features fielen aber dünner aus, als man das erwartet hätte.
  • James Bond - Casino Royale
    James Bond - Casino Royale
    Vertrieb
    Metro Goldwyn Mayer
    Regie
    Martin Campbell
    Verkaufstart
    19.09.2005
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04.04.2007
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