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  • Review: Jack Keane

    Ein abgehalfterter Kapitän und eine schießwütige Blondine lösen mit viel Witz irre Kopfnüsse und retten nebenbei noch eben die ganze Welt.

    Viel zu lachen hatten wir in letzter Zeit nicht gerade; viele Entwickler basteln lieber an Adventures, die an Krimis erinnern. So zum Beispiel Undercover oder Geheimakte Tunguska. Oder an Abenteuern, die mysteriöse und überirdische Geschehnisse thematisieren, wie etwa Dreamfall. Ein Glück, dass das deutsche Team Deck 13 gar nicht daran denkt, seriöse Adventures zu programmieren. Stattdessen setzen sie wieder auf Comic-Grafik, Kombinationsrätsel und einen tollpatschigen, aber liebenswürdigen Hauptcharakter. Schließlich hat das auch im Adventure-Hit Ankh hervorragend funktioniert.

    Vom Schiffsjungen ...

    Kletterpartie auf dem Zeppelin von Doktor T: Amanda lenkt den Wissenschaftler ab, damit wir zu ihm klettern können, um ihn von seinen wahnsinnigen Weltvernichtungsplänen abzuhalten. Kletterpartie auf dem Zeppelin von Doktor T: Amanda lenkt den Wissenschaftler ab, damit wir zu ihm klettern können, um ihn von seinen wahnsinnigen Weltvernichtungsplänen abzuhalten. Der Protagonist aus Jack Keane heißt logischerweise Jack Keane, und ist ebenso wie sein Ankh-Kollege Assil keineswegs ein strahlender Held. Ganz im Gegenteil: Kapitän Jack ist hoch verschuldet, fährt zur britischen Kolonialzeit mit einem gammeligen Kutter zwischen der Insel und Indien hin und her. Seine Crew ist ständig mürrisch, weil unterbezahlt; seine Geldgeber schicken ihm Schläger auf den Hals. Da kommt der Auftrag, den Jack von der Queen erhält, gerade recht. In Kapstadt soll er einen Geheimagenten an Bord nehmen und zu einer abgelegenen Insel schippern. Als Belohnung winkt ein großer Batzen Geld. Das lässt sich Jack nicht zwei Mal sagen, sondern sticht mit Mann und Maus in See.

    ... zum Agenten

    In dieser abenteuerlichen Szene müssen wir das Flugzeug zusammenhalten, Benzin nachfüllen und dann auch noch das Ruder reparieren. Im übersichtlichen Inventar finden wir das Werkzeug. In dieser abenteuerlichen Szene müssen wir das Flugzeug zusammenhalten, Benzin nachfüllen und dann auch noch das Ruder reparieren. Im übersichtlichen Inventar finden wir das Werkzeug. Dass es mit der Erfüllung des Lieferauftrags nicht getan ist, ist absehbar. Denn kaum auf der Insel gebruchlandet, verschwindet der Geheimagent Montgomery auf Nimmerwiedersehen. Dabei soll doch der Inselbösewicht Doktor T davon abgehalten werden, das britische Empire zu stürzen! Das schert Jack aber zu Beginn seines Abenteuers einen feuchten Kehricht. Er will einfach nur seine Belohnung haben und schnellstmöglich von der Insel flüchten.

    Zu dumm nur, dass der Geheimagent, eher eine dreifache Null als ein James Bond, die Belohnung in ein zweifelhaftes Inseldomizil investiert hat – das den Wert von einem Appel und einem Ei hat. Deswegen steht Jack schon wieder mit leeren Händen da. Und will einfach nur weg. Inzwischen hat Doktor T aber den Verdacht, dass Jack der Sohn seines »aus Versehen« umgekommenen Wissenschaftlerehepaars ist. Und erhofft sich in der glücklosen Seefahrer-Existenz den Schlüssel zu einem Elixier, das aus harmlosen Pflanzen alles fressende Monster macht.

    Uns erwartet also eine Geschichte vollerWendungen und Abwechslung. Toll!

    Eine schrecklich nette Familie

    Klein Jack auf der Flucht: Doktor T hat Jacks Eltern um die Ecke gebracht, jetzt soll Jack folgen. Der Knirps hat da aber so gar keine Lust drauf und flüchtet. Klein Jack auf der Flucht: Doktor T hat Jacks Eltern um die Ecke gebracht, jetzt soll Jack folgen. Der Knirps hat da aber so gar keine Lust drauf und flüchtet. Wir scheuchen Jack per Klick auf den Inselboden über das Eiland. Finden wir dabei Objekte, die wir benutzen oder einstecken können, verändert sich der Mauszeiger in eine Hand oder in einen Stern. Wollen wir uns also mit einem der zahlreichen nichtspielbaren Charaktere auf Tooth Island unterhalten, dann müssen wir denjenigen nur mit der rechten Maustaste anklicken. Das Ergebnis sind meist ellenlange Dialoge, die den vielen Insulanern eine Menge Persönlichkeit verleihen. So erfahren wir mehr über die Dorfälteste Louise, die den Bürgermeister mit einem betörenden Liebesgedicht um den Verstand gebracht hat. Unterhalten uns mit dem chaotischen Zollbeamten-Duo, das sich ständig in den Haaren liegt. Erwischen die Apothekerin bei ihren Schwärmereien für den Elefantentaxifahrer. Und sind uns die Multiple-Choice-Dialoge doch einmal zu lang, dann können wir sie mit einem Mausklick abbrechen.

    Einen besonderen Platz nimmt die Amerikanerin Amanda ein. Nicht nur, weil sich Jack in sie verknallt. Sondern weil wir sie ab und zu auch steuern können. Doch zu Beginn des Abenteuers ist Amanda eine Angestellte von Doktor T und macht Jack das Leben schwer.

    Elefanten fahren nicht

    Über Amanda übernehmen wir ebenfalls die Kontrolle. Die hübsche Amerikanerin arbeitet für Doktor T, bis sie sich in Jack verknallt. Über Amanda übernehmen wir ebenfalls die Kontrolle. Die hübsche Amerikanerin arbeitet für Doktor T, bis sie sich in Jack verknallt. Auf der ganzen Insel treffen wir vornehmlich auf Kombinationsrätsel. Um Jack zum Beispiel zum Flugplatz von Doktor T zu lotsen, wollen wir das Elefantentaxi nehmen. Zu dumm nur, dass der Taxifahrer Punjab nachts angeblich das Häuschen der britischen Zollbeamten angefahren haben soll. Außerdem funktioniert ein Bremslicht nicht. Ein Bußgeld wegen Trunkenheit am Elefantenrüssel steht auch aus. Und wir können nicht zu Fuß laufen, denn Baumstämme versperren den Weg. Und die kann eben nur Punjabs grauer Dickhäuter wegräumen.

    Wie bekommen wir also Taxifahrer samt »Gefährt« durch den Zoll? Das Bußgeld ist schnell erledigt, wir haben schließlich noch die paar Münzen von Jacks Hausverkauf in der Tasche. Die spenden wir großzügig Punjab. Während wir über die Lösung der anderen Rätsel grübeln, hören wir im Dorf die alte Louise über den Taxifahrer zetern und grollen – ihre Enkelin soll er verführt haben, die ganze Nacht lang. Wir horchen in einem längeren Dialog bei der Dame nach: War Punjab wirklich die ganze Nacht bei der attraktiven Enkelin? Mit großen Augen bestätigt uns das Weib die Geschichte – und wird deswegen gleich von uns zu den Zollbeamten gebracht. Damit sie denen auch ihre Geschichte erzählt. Daraufhin wird der Taxifahrer quasi freigesprochen – und kann uns endlich zum Flugplatz fahren. Toll übrigens: Manchmal gibt’s auch mehrere Wege, um ein Rätsel zu lösen.

  • Jack Keane
    Jack Keane
    Publisher
    10tacle
    Developer
    Deck 13
    Release
    09.10.2009

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Die Zwerge Release: Die Zwerge EuroVideo Bildprogramm GmbH , King Art
    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
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Jack Keane
Review: Jack Keane
Ein abgehalfterter Kapitän und eine schießwütige Blondine lösen mit viel Witz irre Kopfnüsse und retten nebenbei noch eben die ganze Welt.
http://www.gamesaktuell.de/Jack-Keane-Spiel-8050/Tests/Review-Jack-Keane-727838/
08.09.2007
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2007/08/jack_keane_pc_08.jpg
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