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  • Into the Wild

    Ein fundamentales Erlebnis

    Into the Wild "Into the Wild" basiert auf einer wahren Geschichte, die in dem entsprechenden Buch von Jon Krakauer zu finden ist: 1990 macht der zwanzigjährige Christopher McCandless an der Emory Universität in Atlanta seinen Abschluss mit Prädikat. Sofort im Anschluss überweist er das verbleibende Geld seines Ausbildungsfonds in Höhe von 24.000 Dollar an eine wohltätige Organisation, vernichtet seinen Sozialversicherungsausweis und sämtliche andere Plastikkarten, verbrennt sein Bargeld und macht sich in seinem vergammelten Datsun auf den Weg nach Alaska. Seine sehr materialistisch ausgerichteten Eltern werden für mehr als 2 Jahre nichts mehr von ihm hören. Um den Schnitt vollständig zu machen muss natürlich auch ein neuer Name her - Alexander Supertramp ist gerade zur Welt gekommen.
    Der Film nimmt das gerade angedeuteten Bild auf und katalogisiert die Geschichte dieses neuen Menschen in 4 Abschniten von "Die Geburt" bis "Die Familie". Aufgerüttelt von Abenteuerromanen wie Henry David Thoreaus "Walden. Ein Leben in den Wäldern"oder Jack Londons "Der Ruf der Wildnis" und inspiriert vom puristischen Gedankengut Leo Tolstois geht Christopher auf Reisen, um sein Leben neu zu erfinden. Ich persönlich kenne keines der gerade angeführten Werke. Für mich drängten sich stattdessen Parallelen zu einem ganz anderen Buch, das ich gerade gelesen habe, auf: "Der ungezähmte Mann" von John Eldregde. Ich zitiere: " Dass der amerikanische Cowboy fast schon zur mythischen Gestalt geworden ist, hat seinen Grund. Er verkörpert den brennenden Wunsch, den jeder Mann von klein auf kennt: „Go West“, aufbrechen und den Ort finden, wo er genau so sein und genau das verwirklichen kann, wozu er von Anfang an bestimmt war. Hier borge ich mir eine Beschreibung, die Walter Brueggemann ursprünglich auf Gott gemünzt hat: „Wild, gefährlich, ungezügelt und frei.“ Der Protagonist des Films verkörpert wie kaum ein anderer vorher diesen Wunsch nach Abenteuer, Wahrhaftigkeit und dem, was ihn wirklich ausmacht. An einer Stelle schreibt er in sein Tagebuch, warum er nicht umkehren kann: "The freedom and simple beauty is too good to pass up... ".
    Okay zugegeben - Christopher McCandless ist ein extremer Charakter und sein radikaler Bruch mit allen gesellschaftlichen Konventionen ist in der Form, ohne zuviel verraten zu wollen, nicht zu empfehlen, auch wenn die dargebotene Alternative um Längen weniger exzessiv ausfällt als z.B. in "Fight Club". Aber vielleicht ist es ja gerade diese Radikalität, die für den bleibenden und tiefgehenden Eindruck sorgt, den der Film hinterlässt. "Into the Wild" ist zugleich rührend und erschütternd. Die Suche dieses rastlosen Wanderers nach einer besseren Welt birgt eine ungeheure Traurigkeit. Wahrscheinlich auch deshalb, weil einem erst beim Betrachten des Films bewusst wird, dass man selber genau diese Hingabe bereits vor vielen Jahren aufgegeben hat.

    Christopher McCandless Reise ist, trotz aller berechtigten rationalen Einwände, dazu angetan bei so manchen Zuschauer an der Wohlstandsgesellschaft-Lethargie zu rütteln und vielleicht ein kleines Feuer der Unbändigkeit anzuzünden, verbunden mit dem wachsenden Wunsch, mal die sichere Seite zu verlassen. Bei denjenigen, die "Der ungezähmte Mann" gelesen haben, brennt dieses Feuer ja eh schon lichterloh.

    "Two years he walks the earth. No phone, no pool, no pets, no cigarettes. Ultimate freedom. An extremist. An aesthetic voyager whose home is the road. Escaped from Atlanta. Thou shalt not return, 'cause "the West is the best." And now after two rambling years comes the final and greatest adventure. The climactic battle to kill the false being within and victoriously conclude the spiritual pilgrimage. Ten days and nights of freight trains and hitchhiking bring him to the Great White North. No longer to be poisoned by civilization he flees, and walks alone upon the land to become lost in the wild." - Alexander Supertramp May 1992

  • Into the Wild
    Into the Wild
    Vertrieb
    Universum Film AG
    Regie
    Sean Penn
    Verkaufstart
    25.08.2008
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von Nizzle195 Kicktipp-Gewinner 2009/2010
        Zitat von Bobo of Darkness
        Der Film war gut aber ob das Spiel es Topen kann.
        das ist ne filmreview. da gibts kein spiel.
        hab den film zwar nicht gesehn, aber die review hört sich interessantz an
      • Von NickNackMan
        Das Spiel? Wie sollte denn ein Spiel zu diesem Film aussehen? Gothic 3 ohne Kämpfe oder wat?
      • Von Bobo of Darkness
        Der Film war gut aber ob das Spiel es Topen kann.
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Into the Wild
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Ein fundamentales Erlebnis
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01.09.2009
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