Missbrauchsfall auf Ameland - bayrische Justizministerin macht "Killerspiele" und Pornografie verantwortlich
Im Feriencamp "Silbermöwe" auf der Insel Ameland kam es zu mehreren Fällen sexuellen Missbrauchs unter Jugendlichen. Statt über besseren Schutz und Hilfe für Kinder oder rigorosere Bestrafungen bei solchen Vorfällen nachzudenken, hat CSU-Politikerin Dr. Beate Merk, Justiziministerin Bayerns, schnell für die Schuldigen entschieden: "Killerspiele", Pornos und Koalitionspartner FDP.
Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Dr. Beate Merk: "Wenn man sich ansieht, welche Folgen der Konsum von schädlichen Videos haben kann, ist die Laissez-faire-Politik der FDP bei Kinderpornos im Netz grob fahrlässig." So würden die Missbrauchstaten Jugendlicher Tendenzen von Verrohung zeigen, die "auch deshalb geschehen, weil man heutzutage im Netz problemlos alle erdenklichen Formen von Gewalt und Pornografie ansehen kann", so Merk.
Erst letzte Woche berichteten wir über die Junge Union, die mit der Forderung nach einem Pornografie-Verbot im Internet für Aufsehen sorgte. Diese Woche ist also die Schwesterpartei CSU an der Reihe, wenn es um peinliche Aussagen geht. So sei es zu den Ausschreitungen auf Ameland nicht gekommen, wenn pornografische Seiten im Internet gesperrt würden: "Wenn ich feststellen muss, dass ich eine bestimmte Seite nicht löschen kann, darf ich nicht einfach mit den Schultern zucken und zur Tagesordnung übergehen. Dann muss ich diese Seite wenigstens sperren."
Auch sogenannte "Killerspiele" seien schuld an den sexuellen Übergriffen unter den Jugendlichen - dabei sind Spiele, in denen solche Darstellungen zu sehen sind, in Deutschland verboten.
Damit führt Dr. Beate Merk einige der Brennpunktthemen in der deutschen Medienlandschaft auf. Das sorgt zumindest für Aufmerksamkeit.
Was meint ihr zu den Äußerungen Merks? Haltet ihr ein Porno- und "Killerspiel"-Verbot in diesem Zusammenhang für sinnvoll?
Quelle: spiegel.de
Schlimm ist es eher, dass es zu viele Leute gibt, die von Games null Ahnung haben, diesen Politikern aber alles aus der Hand fressen.
De facto sind Killerspiele übrigens auch an der Ölkatastrophe im Golf von Mexico verantwortlich.
Ihr Fragt euch Warum?
Der Zuständige Senior-Chief für die Sicherheit der Plattformen, hat die 125 000 Dollar, die das zusätliche Absicherungsventil gekostet hätte, in die Programmierung eines Aimbots für Counterstrike 1.6 investiert.
Die genauen Umstände schildert die nächste Ausgabe von "Brainial21".