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  • Review: Infernal

    Auch im Himmel geht’s nicht immer friedlich zu. Als schwer bewaffneter Erzengel sorgen Sie für Recht und Ordnung ... oder vielleicht doch lieber für so richtig viel Chaos?

    Die Bosskämpfe erfordern einige Tricks. Bei diesem durchgeknallten Professor beispielsweise müssen wir Ryanns Teleportfähigkeit nutzen. Die Bosskämpfe erfordern einige Tricks. Bei diesem durchgeknallten Professor beispielsweise müssen wir Ryanns Teleportfähigkeit nutzen. Vielleicht wäre Rainbow Six: Apocalypse der passendere Name für dieses Actionspiel, denn in der Welt von Infernal setzen Himmel und Hölle auf den Einsatz tiptop ausgestatteter Spezialeinheiten. Ryan Lennox war einst als Engel mit der Lizenz zum Töten unterwegs, wurde dann aber vom Dienst suspendiert und fristet jetzt ein sterbenslangweiliges Leben auf Mutter Erde.

    Als wäre das nicht genug, trachtet ihm der ehemalige Brötchengeber nun auch noch nach dem Leben. »Scheiß drauf«, denkt sich der kesse Titelheld mit Waschbrettbauch und schließt sich der höllischen Elitetruppe Abyss an. Dass er dabei mitten in einen Kleinkrieg rund um mysteriöse Technologie zur Unterwerfung der Menschheit gerät, merkt er dummerweise erst, als es bereits zu spät ist.

    Hölle, Hölle, Hölle

    Es lohnt sich, bei Gefechten auf Distanz zu bleiben. Das senkt nämlich die Treffsicherheit der durchwachsenen KI deutlich. Es lohnt sich, bei Gefechten auf Distanz zu bleiben. Das senkt nämlich die Treffsicherheit der durchwachsenen KI deutlich. So interessant die Ausgangssituation von Infernal auch ist, große Geschichtenerzähler sind sie nicht, die Entwickler von Metropolis (Gorky 17) -- aus dem klassischen Himmel-Hölle-Szenario wird recht schnell ein fader Groschenroman mit vorhersehbarem Ende. »Scheiß drauf«, sagen wir. Denn was Infernal abseits einiger Zwischensequenzen zu bieten hat, kann sich sehen lassen. Knapp zehn Stunden lang ballern wir uns mit Ryan durch Fabriken, Hafenanlagen, Gotteshäuser und dichtes Waldgestrüpp. Immer im Gepäck: ein dickes Waffenarsenal, von der Pistole bis zum Raketenwerfer.

    Selbst halbnackt will dieser Lagerarbeiter dem guten Ryann noch an die Wäsche. Wie gut, dass es explosive Fässer gibt. Selbst halbnackt will dieser Lagerarbeiter dem guten Ryann noch an die Wäsche. Wie gut, dass es explosive Fässer gibt. Damit uns beim Herumfuchteln mit den Bleispritzen nicht langweilig wird, erfordern verschiedene Gegnertypen verschiedene Strategien. Während normale Soldaten reines Kanonenfutter sind, sollten wir stramme Burschen mit Flammenwerfer besser schnell ausmachen und aus der Ferne bekämpfen. Besonders harte Brocken sind Gegner, die uns mit einem übergroßen Schweißgerät zuleibe rücken. Durch geschickte Bewegungen müssen wir uns hinter sie bringen und auf einen am Rücken festgezurrten Sauerstofftank schießen -- nur so lassen sich die Burschen besiegen. Während sich alle Widersacher optisch ähneln wie ein Ei dem anderen, ist so zumindest spielerisch Abwechslung geboten.

    Schweizer Messer aus der Hölle

    Die beiden Titelhelden bleiben im Verlauf der mäßig spannenden und vorhersehbaren Geschichte leider reichlich blass. Die beiden Titelhelden bleiben im Verlauf der mäßig spannenden und vorhersehbaren Geschichte leider reichlich blass. Als waschechter Erzengel hat Ryann deutlich mehr auf dem Kasten als seine Ballerbrüder. Wo Max Payne die Zeit verlangsamt, teleportiert sich Ryann kurzerhand an unerreichbare Orte. Wo der persische Prinz an Wänden entlangläuft, stellt Ryann mit einem Fingerschnippen die Wohnungseinrichtung auf den Kopf. Vermutlich können Sie sich bereits denken, was da auf Sie wartet ... genau, jede Menge Knobel- und Geschicklichkeitseinlagen. Mit Hilfe einer Art Infrarotsicht pirschen Sie durch ein Minenfeld. Teleportieren sich kurzzeitig an scheinbar unerreichbare Schalttafeln, um Türen zu öffnen oder Sicherheitskameras zu deaktivieren. Räumen wie Star Wars-Knubbel Yoda lästige Kisten mit einer lässigen Handbewegung aus dem Weg.

    Wirklich knifflig sind diese Einlagen während des gesamten Spiels nicht, aber wesentlich fordernder als die ausgelutschte Suche nach Schlüsselkarten. Nervig wird’s allerdings, wenn Sie vor einem Codeschloss stehen. Dann heißt es »Höllensicht« aktivieren, einmal im Kreis drehen, den mit unsichtbarer Tinte auf die nächstbeste Mauer gepinselten Code betrachten, Schloss öffnen. Ryanns andere Spezialfähigkeiten sind zum Glück weit weniger aufgesetzt ins Spiel eingebunden.

    Leere im Lauf

    Und täglich saugt das Murmeltier: Diese Animation werden Sie als höllischer Erzengel seeehr oft sehen, viel zu oft. Und täglich saugt das Murmeltier: Diese Animation werden Sie als höllischer Erzengel seeehr oft sehen, viel zu oft. Aller Auflockerungen zum Trotz -- Infernal ist ein Actionspiel, wie es geradliniger nicht sein könnte. Alternative Wege, Fehlanzeige. Handlungsfreiheit, Fehlanzeige. Unterbrochen werden die Schießereien nur für die kleinen Rätsel oder zum »Aussaugen« von Gegnern. Auf diese Art bekommen Sie Waffen und Munition, und füllen gleichzeitig noch Ihre Lebensenergie wieder auf. Eigentlich praktisch, allerdings wird es recht schnell störend, nach jedem zweiten Schusswechsel von einer Leiche zur nächsten zu tapern und sich die immer gleiche Animation ansehen zu müssen.

    Auch die Munition macht so ihre Probleme -- wirklich viel dürfen wir davon pro Waffe nicht mit uns herumschleppen. In einigen Levels lassen die Gegner nur Munition für eine bestimmte Knarre zurück. Das Ergebnis: Entweder das Spiel legt uns auf eine Waffe fest, oder wir wechseln ständig, weil uns die Patronen ausgehen.

    Das wird besonders in der letzten Spielstunde lästig, denn hier zieht der Schwierigkeitsgrad drastisch an. Machen Sie sich auf Schnellspeichern im Minutentakt und viele gestorbene Tode gefasst.

    Schicke Show

    Schicke Animationen, pompöse Spezialeffekte, detailliert ausgearbeitete Charaktere -- Infernal ist ein überraschendes Grafik-Highlight. Die Entwickler verstehen es vor allem, den Levels durch Farbgebung und Beleuchtung ganz eigene Stimmungen zu verleihen. Aber bekanntlich hat Schönheit auch ihren Preis. Das Shader-Modell 2.0 muss Ihre Grafikkarte schon unterstützen. Teuflisch gut sieht die Odyssee allerdings erst aus, wenn Ihr Rechner auch Shader 3.0 stemmen kann.

  • Infernal
    Infernal
    Publisher
    Playlogic
    Developer
    Metropolis Digital
    Release
    1. Quartal 2007

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von I Expect You To Die Release: I Expect You To Die
    Cover Packshot von Watch Dogs 2 Release: Watch Dogs 2 Ubisoft , Ubisoft
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723305
Infernal
Review: Infernal
Auch im Himmel geht’s nicht immer friedlich zu. Als schwer bewaffneter Erzengel sorgen Sie für Recht und Ordnung ... oder vielleicht doch lieber für so richtig viel Chaos?
http://www.gamesaktuell.de/Infernal-Spiel-7377/Tests/Review-Infernal-723305/
01.03.2007
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2007/03/t_infernal_01_03.jpg
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