Hour of Victory
Das mittlerweile ausgelutschte Genre der WK2-Shooter bekam für die Xbox 360 vor kurzem einen weiteren Vertreter namens "Hour of Victory" spendiert, dieser muss sich gegen hochkarätige Konkurrenz behaupten. Wie gut sich der neue Shooter von Midway schlägt, lest ihr in diesem Review:
Story und Singleplayerpart:
Unsere 3 Charaktere, Major Taggert, Sgt. Blackbull und Lt. Ross Thompson müssen im 2. Weltkrieg mal wieder der Welt den Arsch retten. Angefangen in Nordafrika kämpft man sich mit dem Trio durch die verschneiten Alpen um Informationen über die Pläne des Feindes zu sammeln, landet anschließend in der letzten Kampagne in der umkämpften Hauptstadt Berlin und versucht, das deutsche Atomprogramm zu sabotieren.
Die Besonderheit bei Hour of Victory: Man kann oftmals in den Levels wählen, mit welchem der 3 Charaktere man spielen möchte, diese unterscheiden sich in der Bewaffnung und den Fertigkeiten, hierzu später mehr. Die Story wird dabei im Verlauf der Kampagne durch kurze Zwischensequenzen vorangetrieben, leider bleiben die Charakteri wieder einmal zu blass und stereotyp, so dass eine Identifikation mit diesen nicht stattfindet.
In den Levels gibts genremäßig diverse Hauptziele und optionale Nebenziele zu erledigen, deren Richtung auf dem Kompass eingeblendet wird. Neben dem üblichen Ausschalten von Artillerie, Verteidigen von Gebäuden oder Abwehr von Luftangriffen per Flak bis zu Panzerfahrten wird einem alles geboten,was man von anderen WK2-Shootern kennt, nur leider eben schlechter inszeniert, wie man es mittlerweile von diversen anderen Vertretern gewohnt ist.
Negativ fiel bei Hour of Victory zudem das oft vorkommende Spawnen von Gegnern auf , wenn man einen bestimmten Punkt innerhalb des Levels nicht überschritten hatte. Wenn dann im Sekundenrythmus neben einem ein Gegner auftaucht, um gleich wieder erschossen zu werden, kann man sich vorstellen, wie ermüdend das auf Dauer ist.
Mangelhaft auch die kurze Spieldauer der Singleplayer-Kampagne, in 6-7 Stunden hat man das Spiel auf normalem Schwierigjkeitsgrad locker durchgespielt. Da kann auch die Möglichkeit, das Spiel mit einem anderen Charakter zu spielen nicht viel helfen. Wenn schon beim 1. Mal kein richtiger Spielspass aufkommt, dann wird es mit dem 2. oder 3.Charakter nicht wirklich besser, zu marginal sind die Unterschiede bei der Vorgehensweise mit den Charakteren. Während ich in der 1. Nordafika-Kampagne beim 1. Mal mich mit dem Scharfschützen übers Dach abgeseilt habe, um einen neuen Bereich zu betreten, kann ich beim 2. Mal einfach mit den anderen Charakter 3m links nen Zaun durchschneiden, um in den neuen Bereich zu gelangen. Mit dem 3. Charakter kann ich 3m rechts nen schweren Gegenstand zur Seite schieben oder eine versperrte Tür öffnen, um den neuen Bereich zu betreten. Toll, da spiel ich den Level doch gerne 3 mal. Und ob ich die Gegner mit dem Scharfschützengewehr oder der Thompsonbzw. gelegentlich mal mit dem Messer ausschalte, macht nun auch keinen allzugroßen Unterschied. Hier hat Midway erneut eindeutig Potenzial verschenkt.