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  • Homefront: The Revolution - Wir haben die fast fertige PC-Version des Ego-Shooters mehrere Stunden angespielt

    Mehr Reboot als Fortsetzung: Wir durften im Rahmen einer Presseveranstaltung in London die Solokampagne von Homefront: The Revolution von den mehrere Stunden anspielen. Der Open-World-Shooter der Dambuster Studios erscheint Ende Mai für PC, Playstation 4 und Xbox One.

    Die Entstehungsgeschichte mancher Spiele ist so abenteuerlich, dass es ein Wunder ist, wenn sie überhaupt erscheinen. Homefront: The Revolution von Dambuster Studios ist ein gutes Beispiel dafür. Nach diversen Publisher-Wechseln, inhaltlichen Richtungsänderungen und Release-Verschiebungen steht der Titel aber jetzt tatsächlich kurz vor der Veröffentlichung. Und nachdem die letzten Eindrücke zum Spiel (unter anderem Gamescom 2015 und ein Multiplayer-Event im Januar) keinen guten Eindruck hinterließen, waren wir naturgemäß skeptisch, was die Qualität des finalen Spiels angeht. Ein Anspiel-Event in London Ende März sollte diesbezüglich Klarheit bringen.

    Homefront: The Revolution - Eine turbulente Entstehungsgeschichte

    Am liebsten wäre es den Entwicklern der Dambuster Studios, wenn potenzielle Käufer von Homefront: The Revolution einfach vergessen würden, dass es den ersten Teil jemals gab. Der Ego-Shooter aus dem Jahr 2011, damals noch von THQ veröffentlicht, war ganz ordentlich. Diverse Bugs in der Verkaufsfassung und eine ultrakurze, stark geskriptete Solokampagne sorgten aber dafür, dass Homefront ein Flop wurde. Damit sich dieses Fiasko bei Teil 2 nicht wiederholt, haben die Entwickler eine ganze Menge geändert. Statt kurzer Einzelspielerkampagne gibt es jetzt ein Quasi-Open-World-Gameplay mit einer ganzen Reihe von weitläufigen Zonen. Der durchaus gute, aber fehlerbehaftete Multiplayer aus dem Vorgänger musste einem Koop-Mehrspielerpart weichen, welcher aber in keiner Weise mit dem Singleplayer-Teil verbunden ist. Und auch die Story wurde umgeschrieben, denn vielen Spielern war die Geschichte von Homefront einfach zu weit hergeholt. In The Revolution war die Invasion der Vereinigten Staaten lediglich der letzte Schritt einer großen angelegten, langfristigen Kampagne. Die Nordkoreaner schafften es, durch geschickte Manipulation zu einem der Hauptrüstungs- und Techniklieferanten der Amerikaner zu werden. Eine Software-Hintertür ermöglichte es den Asiaten dann auf Knopfdruck die US-Streitkräfte auszuschalten. Danach schleusten die Nordkoreaner ihre Truppen als angebliche Nothelfer ein und schafften so das Undenkbare. Durch die Story-Parallelen ist also eine Verbindung zwischen beiden Titeln da, The Revolution ist aber mehr Reboot als Fortsetzung. Als Guerrilla-Kämpfer lockt ihr Feinde oft in Hinterhalte und schaltet sie dann aus. Als Guerrilla-Kämpfer lockt ihr Feinde oft in Hinterhalte und schaltet sie dann aus. Quelle: Deep Silver

    Schweigsamer Held, packende Story

    Der Einstieg in die Solokampagne von Homefront: The Revolution ist nervenaufreibend und knallhart. Als Ethan Brady, frischgebackener Widerstandskämpfer gegen die nordkoreanischen Besatzer in der Stadt Philadelphia, werdet ihr gefangen genommen und müsst miterleben, wie zwei eurer Mitstreiter kaltblütig ermodert werden. In letzter Sekunde rettet euch Walker, der strahlende Held des Widerstands. Er wird dabei aber verwundet und dann auch noch geschnappt. Zusammen mit seinen Kameraden schwört ihr, Walker und die Stadt Philadelphia gleich mit zu befreien, koste es was es wolle ... Zumindest glauben wir, dass dies die Ziele unseres Helden sind. Sicher sein können wir nicht, denn der Hauptcharakter in Homefront: The Revolution bleibt während des kompletten Spiels stumm. Ob Morddrohungen, Folter, Lob oder bei kritischen Einsatzbesprechungen ... kein Piep entkommt unserem Helden. Story-Schreiber Stephen Rhodes erklärt das so: "Wir wollten, dass die Geschichte im Vordergrund steht und ihr sie selbst als Ethan Brady erlebt. Um das gewährleisten, haben wir uns entschieden, dem Helden dabei keine Wörter in den Mund zu legen, weil das dazu führen könnte, dass man sich mit ihm vielleicht nicht so gut identifizieren kann". Das klingt plausibel, stellt für uns aber einen echten Schönheitsfehler in Homefront: The Revolution dar. Das ist aber, soweit wir das bislang anhand der von uns gespielten vier Stunden Gameplay beurteilen können, der einzige Makel in einer sonst sehr ansprechenden, atmosphärischen Präsentation.

    Spaß in Ampelfarben - die verschiedenen Zonen von Homefront: The Revolution

    Der Kampf um Philadelphia findet in Homefront: The Revolution in drei Zonen statt, die wiederum in mehrere Gebiete unterteilt sind. In der grünen Zone ist vom Krieg nur wenig zu spüren. Hier leben nordkoreanische Funktionäre, hohe Militärs und wichtige Kollaborateure. Im Rahmen unserer Anspielsession haben wir diese Zone und auch das Gameplay dort nicht zu Gesicht bekommen. Als Spielzeug getarnte Sprengsätze sind ein probates Mittel gegen die nordkoreanischen Invasoren in Homefront: The Revolution. Als Spielzeug getarnte Sprengsätze sind ein probates Mittel gegen die nordkoreanischen Invasoren in Homefront: The Revolution. Quelle: Deep Silver In der gelben Zone hingegen leben die einfachen Menschen unter einer großen Militärpräsenz der Nordkoreaner und werden systematisch unterdrückt. Die rote Zone ist eine echtes Kriegsgebiet, in der sich Amerikaner nicht aufhalten dürfen. Die nordkoreanischen Truppen haben hier diverse Stützpunkte eingerichtet und schießen sofort auf Eindringlinge. Unsere erste Aufgabe nach der Einstiegssequenz führt uns in ein solches Gebiert, das wir zusammen mit anderen Widerstandskämpfern den Invasoren entreißen sollen. Vor jedem Einsatz dürfen wir uns in der jeweiligen Guerrillabasis mit neuen Waffen ausstatten, Upgrades kaufen und aus alltäglichen Gegenständen diverse Hilfsmittel wie Molotov-Cocktails oder Sprengsätze basteln. Als Währung dienen erbeutete nordkoreanische Technikbauteile und Geld. Geld könnt ihr wie Munition und Gegenstände finden, gefallenen Soldaten abnehmen oder auch als Missionsbelohnung erhalten. An nordkoreanische Technik zu kommen, ist da schon ein wenig komplizierter. Dafür müsst ihr die zuvor genannten, teilweise stark befestigten Bases der Invasoren einnehmen. So schaltet ihr sukzessive bessere Waffen und nützliches Equipment frei, das ihr bei euren Feldzügen dringend benötigen werdet. Durch leichtere Rüstung könnt ihr euch schneller bewegen - und ein größerer Rucksack erhöht beispielsweise eure Tragefähigkeit für gefundene Wertsachen. Letztere dürft ihr Resistance-Stützpunkten für zusätzliche Knete verkaufen. Das Upgradesystem für Waffen ist simpel und gut. Abhängig von der Waffenart dürft ihr euren Knarren mit verschiedensten Zusatzteile versehen, die sich allesamt auf die Charakteristika der Waffe auswirken. Zielfernrohre helfen euch beim Zielen, größere Magazine sind selbsterklärend und andere Läufe oder Unterlauferweiterungen sorgen für mehr Durchschlagskraft oder Stabilität beim Feuern.

    01:38
    Homefront: The Revolution - Koop-Modus im "Freiheitskämpfer"-Trailer

    Homefront: The Revolution - So spielt sich die rote Kriegszone

    Habt ihr es geschafft, die Bevölkerung ausreichend anzustacheln, rebellieren die Bürger und verschönern besetzte Zonen mit diesen Graffitis. Habt ihr es geschafft, die Bevölkerung ausreichend anzustacheln, rebellieren die Bürger und verschönern besetzte Zonen mit diesen Graffitis. Quelle: Deep Silver Die Aufgabenstellungen in der roten Zone waren vielfältig und abwechslungsreich. Wir haben zum Beispiel Mobilfunkzugangspunkte gehackt, um mehr Infos über wichtige Orte im Einsatzgebiet zu erhalten, Kameraden beim Kampf unterstützt und diverse nordkoreanische Stützpunkte ausgehoben. Das wirkte alles sehr stimmig und unterhaltsam. Nicht zuletzt auch, weil die Gebiete durchaus weitläufig und gut gestaltet sind. Ein herrliche Abwechslung zum stark durchgeskripteten Vorgänger, der praktisch keine Gameplay-Freiheiten ermöglichte. Es gibt in Homefront: The Revolution viel zu entdecken und noch mehr tun. Abseits der Hauptquest warten zudem zahlreiche Nebenmissionen oder Aufträge auf euch, für deren Erfüllung stets zusätzliche Knete oder nützliche Hilfsmittel winken. Strike Points auf eurer Karte markieren dabei wichtige nordkoreanische Ziele, die eingenommen oder ausgeschaltet werden müssen. Am Schwarzen Brett in jeder Basis findet ihr diverse Bonusaufträge (Jobs), bei denen ihr beispielsweise eine bestimmte Anzahl Drohnen vom Himmel holen oder Gegner mit Sprengsätzen und Molotov-Cocktails aus dem Weg räumen sollt. Damit ihr bei all den Aufträgen und Missionszielen nicht den Überblick verliert, könnt ihr über euer Mobiltelefon stets eine Karte aufrufen oder Infos nachschlagen. Als Fortbewegungsmittel in dieser Zone dienen Motorräder, deren Steuerung noch ein wenig Feintuning vertragen könnte. Anhand unserer zeitlich eingeschränkten Erfahrungen lässt sich natürlich noch nicht sagen, ob die Befreiung von Gebieten in der roten Zone auch im späteren Spiel noch Laune macht und wie sehr sich Aufgabenstellungen am Ende gleichen werden. Wir hoffen einfach mal, dass Homefront: The Revolution in dieser Hinsicht nicht ganz so repetitiv und nervig ausfällt, wie beispielsweise Mad Max. Hier wird dann auch die Story eine große Rolle spielen.

    Die gelbe Zone in Homefront: The Revolution - Es lebe die Revolution!

    Eine ganz andere Erfahrung bietet die gelbe Zone. Hier dreht sich alles darum, die amerikanischen Mitbürger zur namensgebenden Revolution aufzustacheln. Während ihr in der roten Zone Mitstreiter rekrutieren könnt, die euch bei euren Unterfangen unterstützen, seid ihr hier alleine unterwegs und müsst sehr gut aufpassen, nicht zuviel Aufsehen zu erregen, um nicht in ein Feuergefecht verwickelt zu werden, das ihr nicht gewinnen könnt. Wenn es zu heiß wird, bleibt euch nichts anderes übrig, als euch in einem sicheren Unterschlupf oder auch mal in einem Müllcontainer zu verstecken. Die auf Schleichen und vorsichtiges Vorgehen ausgerichteten Aufgabenstellungen in Gebieten der gelben Zone unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht vom Gameplay in den offenen Kriegsgebieten. Ihr schleicht euch an Soldaten heran, die gerade Amerikaner drangsalieren, um sie von hinten zu meucheln, schaltet mit Sprengsätzen Patrouillen aus oder erledigt gut geschützte und hochrangige nordkoreanische Offiziere und Funktionäre. Außerdem sichert ihr wichtige Orte, um den Einfluss der Widerstandsbewegung zu erhöhen. Ziel eurer Aktionen ist es, die Moral eurer Landsleute zu stärken, verdeutlicht durch eine Fortschrittsanzeige, die die passende Bezeichnung "Herz und Verstand" trägt. Durch euren Einfluss verändert sich das Gebiet zusehends: Man sieht mehr pro-amerikanische Graffitis, und Bürger beginnen sich gegen den Feind im eigenen Land aufzulehnen. Erreicht die Anzeige 100 Prozent, herrscht offener Aufruhr in den Straßen.

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    Homefront: The Revolution - Intensiver Trailer zeigt Guerilla-Ausbildung

    Ein Wiedersehen mit dem Goliath-Panzer

    Abgesehen von den typischen Aufgabenstellungen in den roten und gelben Zonen durften wir auch einige Aufträge im späteren Spiel erleben. In einem davon gab es ein Wiedersehen mit dem ferngesteuerten Goliath-Panzer, den man schon aus dem Vorgänger kennt. Zusammen mit einem anderen Widerstandskämpfer infiltrieren wir eine Schiffswerft, um ein derartiges stark gepanzertes, vor Waffen nur so strotzendes Gefährt zu klauen. Die eher kurze Mission ist spannend und atmosphärisch inszeniert und endet mit dem unvermeidlichen Showdown bei der Flucht mit dem Goliath. Das Gefecht war sehr intensiv und herausfordernd und wie die entsprechenden Sequenzen im ersten Homefront auch stark geskriptet. Viele der anwesenden Journalisten aus ganz Europa brauchten mehrere Anläufe, um zum Erfolg zu kommen.

    Die Zustände im besetzten Amerika sind verheerend. Die Invasoren beherrschen große Teile des Landes und unterdrücken die Bevölkerung. Die Zustände im besetzten Amerika sind verheerend. Die Invasoren beherrschen große Teile des Landes und unterdrücken die Bevölkerung. Quelle: Deep Silver Was uns neben dem durchweg kurzweiligen Gameplay in der gesamten Anspielsession überzeugt hat, waren die Präsentation und Atmosphäre in Homefront: The Revolution. Die Charaktere und ihre Aktionen wirken, angefangen bei normalen NPCs bis hin zu storyrelevanten Figuren, gut designt, stimmig und glaubwürdig. Das gilt auch für die Levels samt sehenswerter Licht- und Wettereffekte, die dank Cry-Engine in der angespielten PC-Version richtig gut aussahen. Eines ist auf jeden Fall sicher: Homefront: The Revolution befindet sich nach der turbulenten Entstehungsgeschichte mittlerweile auf einem guten Weg und der geplanten Veröffentlichung am 20. Mai dürfte auch nichts mehr Wege stehen. Und vielleicht schaffen es die Entwickler bis dahin auch, dem Koop-Multiplayer-Part des Spiels die letzten Macken auszutreiben.

    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von GenX66
        Ich glaube nicht an ein gutes Endergebnis.
        Wenn die Beta schon so schlecht war, kann sich in so kurzer Zeit daraus kein #1 Hit entwickelt haben.
        Ich denke das Spiel wird allgemein bei Kritikern und Spielern gleichermaßen durchfallen.
      • Von Ameena
        Ich bin ja froh, dass es mir Homefront: The Revolution doch noch klappt. :hoch:
        Also blenden wir den ersten Teil mal aus und konzentrieren uns auf den neuen, wesentlich vielversprechenderen. ;)
        Ich freue mich auf das Game 
      • Von Sil3ntJul86
        Liest sich doch recht gut!
        Gleich zum Release werde ich es mir nicht kaufen. Ich denke aber mal, dass ich es im Sommer spielen werde.
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Homefront: The Revolution
Homefront: The Revolution - Wir haben die fast fertige PC-Version des Ego-Shooters mehrere Stunden angespielt
Mehr Reboot als Fortsetzung: Wir durften im Rahmen einer Presseveranstaltung in London die Solokampagne von Homefront: The Revolution von den mehrere Stunden anspielen. Der Open-World-Shooter der Dambuster Studios erscheint Ende Mai für PC, Playstation 4 und Xbox One.
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21.04.2016
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