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  • Hero Defense im Early-Access-Check - Unterhaltsamer MOBA-Tower-Defense-Mix

    Tower Defense trifft auf MOBA: Indie-Entwickler Happy Tuesday versucht in Hero Defense: Haunted Island zwei beliebte Genres miteinander zu kreuzen. Das Experiment ist weitgehend geglückt, wie wir beim Spielen der Early Access-Version festgestellt haben. Trotz etlicher Anleihen und rudimentärer Story kommt die Solo-Kampagne in Hero Defense jedoch bislang nicht über kurzweilige Unterhaltung hinaus. Den Multiplayer konnten wir nicht ausprobieren.

    Euch sind MOBAs viel zu sperrig und an Tower Defense-Spielen vermisst ihr Handlung und Charaktere? Dann habt ihr womöglich Glück und werdet an Hero Defense: Haunted Island von Indie-Entwickler Happy Tuesday euren Spaß haben. Der ambitionierte Genre-Mix entpuppte sich beim Anspielen der Early Access-Version als unterhaltsame Alternative für jene, die mit DotA 2, League of Legends, Defense Grid und Konsorten bisher nichts anfangen konnten. Anders als die meisten Konkurrenten bietet Hero Defense eine echte Kampagne mit Story, wenngleich ihr eure Erwartungen an eben diese nicht zu hoch ansetzen solltet.

    Eine Inselwelt wird vom hundsgemeinen Grafen Necrosis und seine untoten Schergen heimgesucht. Ihnen stellt sich zunächst Vampirjäger Jack in den Weg, dem sich im Spielverlauf aber vier weitere Helden anschließen. Die dünne Hintergrundgeschichte wird in Form recht bieder präsentierter Zwischensequenzen weitergesponnen, bietet aber immerhin vollständig vertonte Dialoge. Zum Glück besteht die Heldenriege nicht aus Unsympathen, sondern skurril-witzigen Figuren wie dem Waisenmädchen Sam, die Untoten mit ihren brennenden Kürbissen einheizt. Oder dem Wolfsjungen Wylde, der auf dem Schlachtfeld wie ein Berserker wütet.

    Tower Defense, aber anders

    Superkräfte aktiviert: Schreine (gelber Kreis) in Hero Defense verleihen Helden außergewöhnliche Kräfte und sollten - wann immer sinnvoll - besetzt werden. Superkräfte aktiviert: Schreine (gelber Kreis) in Hero Defense verleihen Helden außergewöhnliche Kräfte und sollten - wann immer sinnvoll - besetzt werden. Quelle: Happy Tuesday Von einer Weltkarte aus wählen wir freigeschaltete Missionen, die nach erstmaligem Abschluss auch in höheren Schwierigkeitsgraden absolvieren können. Auf dem Schlachtfeld angekommen, bietet sich zunächst ein für Tower-Defense-Spiele übliches Bild. Auf mindestens einer Route (Lane) bewegen sich regelmäßig Monsterwellen vom Start- zum Zielpunkt. Am Ende des Wegs steht eine Barrikade, die nur begrenzt viele Unholde durchlässt. Bricht sie zusammen, ist die Partie verloren - und das müssen wir natürlich mit aller Kraft verhindern.

    Anders als vergleichbare Genrerivalen platzieren wir in Hero Defense jedoch keine Türme zur Verteidigung, sondern nutzen die Fähigkeiten von Heroen wie Jack und Sam. Einmal im Spielverlauf freigeschaltet, können sich bis zu fünf Charaktere gleichzeitig auf dem Feld befinden. Wie viele Helden wir für die Partie zu Hilfe rufen, liegt meist in unserem Ermessen. Wir können die Missionen rein theoretisch auch mit nur einer Figur bestreiten, was ohne hohen Level und beste Ausrüstung jedoch eine eine nahezu unmögliche Herausforderung darstellt.

    16:31
    Hero Defense: Let's Play zum Genre-Mix


    Rettung in letzter Not: Ein Mob wütender Bürger kann aushelfen, wenn wir gegen die Monsterwelle partout kleinkriegen. Allerdings können wir die Hilfte meist nur einmal pro Partie in Anspruch nehmen. Rettung in letzter Not: Ein Mob wütender Bürger kann aushelfen, wenn wir gegen die Monsterwelle partout kleinkriegen. Allerdings können wir die Hilfte meist nur einmal pro Partie in Anspruch nehmen. Quelle: Happy Tuesday Ein großer Vorteil im Vergleich zu Türmen ist, dass die Helden nicht passiv herumstehen müssen, sondern sich innerhalb farblich gekennzeichneter Zonen frei bewegen dürfen. Ist uns also irgendwo ein Monster entwischt, können wir zeitnah darauf reagieren und einen Charakter zum Abfangen hinterherschicken. Eine Prise Taktik fügen fest positionierte Schreine hinzu, die bestimmten Charakteren mächtige Boni wie doppelte Reichweite oder erhöhte Feuerkraft gewähren. Haben wir den entsprechenden Helden nicht auf dem Feld, können wir auch nicht von dem Schrein profitieren!

    Dass sich die Heldenauswahl in Hero Defense im Vergleich zu gängigen MOBAs auf lediglich fünf Persönlichkeiten beschränkt, entpuppt sich nicht als Schwäche. Im Gegenteil: Die Charaktere im Spiel ergänzen sich mit ihren individuellen Talenten prima. So bremst Totengräber Barrows mit seinem Weihwasser zum Beispiel das Bewegungstempo der Monster, was Vampirjäger Jack wiederum mit seiner mächtigen Armbrust ermöglicht, mehrere kritische Treffer zu landen. Und Sams Kürbisse mit Flächenschaden setzen wir ein, wenn Zombies dicht gedrängt in Richtung der Barrikade stürmen.

    Stadt ausbauen, Waffen ausrüsten, Skills verbessern

    Wie in Rollenspielen üblich könnt ihr eure Charaktere nach Stufenaufstiegen aufleveln. Jeder Held verfügt über einen eigenen Talentbaum mit einzigartigen Fähigkeiten. Wie in Rollenspielen üblich könnt ihr eure Charaktere nach Stufenaufstiegen aufleveln. Jeder Held verfügt über einen eigenen Talentbaum mit einzigartigen Fähigkeiten. Quelle: Happy Tuesday Eine Erklärung dafür, warum wir in Hero Defense eigentlich Horden von Untoten abmurksen, liefert uns das Spiel glücklicherweise mit. Hinter der Barrikade befindet sich eine Stadt, in die wir von der Weltkarte aus springen können. Anfangs noch fast komplett zerstört, bauen wir die Siedlung im Verlauf der Kampagne wieder auf. Die Gebäude stehen nicht einfach zur Zierde herum, sondern erfüllen eine bestimmte Funktion.

    In der Akademie haben wir etwa Zugriff auf die Talentbäume unserer Helden. Während der Einsätze gewinnen die Charaktere an Erfahrung. Steigen sie im Level auf, wandern Fähigkeitspunkte aufs Konto, die wir im verzweigten Talentbaum in passive Skills verteilen können. So erhöhen wir Jacks Chance, beim Feuern mit seiner Armbrust gleich zwei oder sogar drei Bolzen abzufeuern. In der Schmiede verbessern wir hingegen die Waffen einzelner Helden und rüsten Runen verschiedener Kategorien aus, die individuelle Boni verleihen.


    In der Stadt erhalten wir später auch Zugriff auf eine Bank, in der wir Gold gegen Diamanten eintauschen können. Die Edelsteine sind außergewöhnlich kostbar, denn mit ihnen könnt ihr im Shop besonders mächtige Runen erwerben. Wer Sorge um Mikrotransaktionen und Pay2Win-Mechaniken hat, kann beruhigt sein. Entwickler Happy Tuesday plant nichts dergleichen für Hero Defense. Ein Rathaus, das Informationen zu Stärken und Schwächen aller Charaktere, Monster und Bosse liefert, schalten wir im Spielverlauf übrigens auch frei.

    Interessante Lektüre: Im Rathaus erfahren wir mehr über die Stärken und Schwächen der Monster. Zu den Helden gibt's ebenfalls Hintergrundinformationen. Interessante Lektüre: Im Rathaus erfahren wir mehr über die Stärken und Schwächen der Monster. Zu den Helden gibt's ebenfalls Hintergrundinformationen. Quelle: Happy Tuesday Nette Idee: Alle Gebäude können nochmal um mehrere Stufen verbessert werden, was das äußere Erscheinungsbild eurer Siedlung beeinflusst und zudem Boni wie zum Beispiel einen Erfahrungsbonus aktiviert. Allerdings stehen die Upgrades noch in keinem guten Verhältnis zu den Kosten. Um den Schadensbonus der Schmiede um 2 Prozentpunkte zu erhöhen, werden zehn Diamanten fällig. An die kommt man in den ersten Spielstunden aber kaum ran, der Ausbau der eigenen Stadt wird erst viel später halbwegs erschwinglich.

    Problemzonen

    Hero Defense: Haunted Island macht für ein Early Access-Spiel einen runden Eindruck, wenngleich der Fehlerteufel noch an einigen Stellen präsent ist. So sind etwa noch nicht alle Bildschirmtexte eingedeutscht. Die Charaktere reagierten auf unsere Eingaben regelmäßig leicht verzögert, was den Spielfluss ein wenig stört. Auch mit der Spielbalance sind wir noch nicht wirklich zufrieden. Auf dem normalen und höheren Schwierigkeitsgrad sind viele Missionen in Hero Defense nur zu schaffen, wenn die eigenen Charaktere weit gelevelt und bestens ausgerüstet sind. Das ist an sich kein Makel, warum einem dann die Herausforderungen aber früh zur Auswahl gestellt werden, erschließt uns jedoch nicht.

    Unterm Strich haben uns die ersten Stunden in der Solo-Kampagne ordentlich unterhalten, doch auf Dauer nutzt sich das Tower-Defense-Konzept trotz MOBA- und Rollenspielanleihen ab. Es fehlt an dynamischen Events und Skriptsequenzen während der Missionen. Auch an der Präsentation der Handlung könnte Happy Tuesday noch feilen. Bleibt zu hoffen, dass der Multiplayer-Modus für Langzeitmotivation sorgen kann; den konnten wir in der uns vorliegenden Version jedoch noch nicht ausprobieren. Entwickler Happy Tuesday verspricht hierfür interessante Modi, etwa eine Spielvariante, in der wir den Gegner bestrafen, wenn wir unsere Monsterwellen schneller eliminieren.

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http://www.gamesaktuell.de/Hero-Defense-Haunted-Island-Spiel-56386/Specials/Hero-Defense-Early-Access-Vorschau-1183530/
21.01.2016
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2016/01/herodefenseaufmacher-pc-games_b2teaser_169.jpg
hero defense,moba,tower defense
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