Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Hellblade: Auf der E3 gespielt - Das ist der Wahnsinn!

    Hellblade in der Vorschau! Das neue Projekt der Entwickler von Enslaved und Heavenly Sword kombiniert packende Schwertkampfduelle mit einem faszinierenden Blick in die bröckelnde Psyche seiner Heldin. Wir haben Hellblade auf der E3 angespielt und ziehen ein erstes Fazit zum Indie-Geheimtipp von Ninja Theory.

    Ein kleiner, unscheinbarer Meeting-Raum abseits der lärmenden Messehallen. Ein netter, britischer Entwickler mit dem Namen Dominic Matthews. Eine summende, pechschwarze PS4-Konsole. Und ein wunderschönes, ambitioniertes Spiel namens Hellblade. Das sind die Zutaten für einen unserer interessanteren Anspieltermine auf der E3.

    Komplett unabhängig

          

    Hellblade erscheint 2016 für PS4 sowie PC (über Steam) und ist der erste Indie-Titel von Entwickler Ninja Theory. Die Briten haben in der Vergangenheit bei Spielen wie Enslaved: Odyssey to the West und Heavenly Sword stets mit Publishern zusammengearbeitet. Im Fall von Hellblade redet ihnen aber keine große Firma rein und diese Freiheit nutzt das Team, um sich mit einem Thema zu beschäftigen, das nur die wenigsten Videospiele mit der gebotenen Ernsthaftigkeit behandeln: dem der geistigen Störungen, der Psychose, dem Wahnsinn.

    In Hellblade schaut ihr der keltischen Kriegerin Senua über die Schulter. Senua ist verrückt. Sie hört Stimmen, redet mit einem abgetrennten Kopf in einem Sack, hat Wahnvorstellungen von ihrer (vermutlich toten) Mutter. Und ganz nebenbei stellen sich ihr auch noch Albtraumkreaturen in den Weg, die von ihrer Furcht zehren. Dominic Matthews beschreibt Senuas Reise als wortwörtlichen Höllentrip, bei dem die Grenzen der Realität immer weiter verschwimmen und es keine heroische Geschichte mit dem Sieg über das Böse gibt. Wir beschreiben Hellblade vor allem mit einem Wort: wow!

    Klasse Stimmung

          

    Eine Benutzeroberfläche gibt es in Hellblade nicht, weder Lebensanzeige noch Auftragspfeile oder Kontersymbole im Kampf. Nichts soll einen aus der dichten Atmosphäre herausreißen – nach dem Anspielen können wir bestätigen, dass dieser Plan funktioniert. Wir lenken Senua durch einen Wald und sehen uns schnell ersten Widersachern gegenüber.

    Eine Benutzeroberfläche gibt es in Hellblade nicht. Eine Benutzeroberfläche gibt es in Hellblade nicht. Quelle: Ninja Theory Die Schwertkämpfe wirken ausgesprochen intensiv und markant. Statt Dutzende Feinde im Akkord abzustechen, steht Senua immer nur einem Monster gleichzeitig gegenüber. Das Spiel verfügt über eine automatische Lock-on-Funktion: Senua richtet sich von alleine Richtung Gegner aus. Die Kamera fährt dabei ganz nahe ans Geschehen heran und fängt die feinen Animationen und schicken Effekte beim Aufeinanderprallen der Klingen so besonders effektiv ein.

    Das Kampfsystem nutzt nur wenige Tasten, ist im Kern aber ausgereift und spaßig: Wir teilen leichte oder schwere Schläge aus, parieren oder machen Ausfallschritte. Gegner sind kein Kanonenfutter, sondern fordern uns einiges an Konzentration ab. Gerade das richtige Timing beim Abwehren von Angriffen ist kein Zuckerschlecken. Schöne Idee: Wird Senua getroffen, zeigt das Spiel ihren Gesundheitszustand dadurch an, indem sich die Kriegerin beispielsweise den verletzten Arm hält oder auf die Knie sinkt.

    Bezogen auf Senuas Geisteszustand wird dieses Konzept durch das Aussehen der Umgebung auf die Spitze getrieben: Wenn Senua im Laufe der Story Furcht verspürt, traurig ist oder wütend, verändert sich die Umgebung entsprechend. Solche Wechsel sind geskriptet, dadurch büßen sie aber nichts von ihrer Wirkung ein. So kam bei unserem Hands-on-Termin etwa an einer bestimmten Stelle plötzlich ein Sturm auf, der die Blätter und Nadeln der fantastisch modellierten Bäume zum Rauschen brachte. Kurz darauf öffneten sich die Schleusentore des Himmels und Regen ergoss sich über die herrlich anzusehende Landschaft.

    01:51
    Hellblade: Offizieller Trailer zur E3 2015 mit Gameplay

    Sehenswerte Optik

          

    Hellblade macht optisch einiges her und das obwohl gerade mal 15 Mitarbeiter bei Ninja Theory am neuen Actionspiel arbeiten. Während sich Länge und Preis eher an kleinen Steam-Spielen orientieren (wir rechnen mit unter zehn Stunden für um die 20-30 Euro), wollen die Entwickler inhaltlich die grafisch aufwändige Aufmachung eines AAA-Spiels mit den erzählerischen Besonderheiten vieler Indie-Titel verbinden. Für Letzeres nutzt Ninja Theory viel Sprachausgabe; die Stimmen in Senuas Kopf vermitteln ihr und dem Spieler Infos über die keltische Mythenwelt .

    Wenn ihr gerade nicht kämpft, nutzt ihr Senuas Instinkte, um die Umgebung nach Hinweisen abzusuchen. Wenn ihr gerade nicht kämpft, nutzt ihr Senuas Instinkte, um die Umgebung nach Hinweisen abzusuchen. Quelle: Ninja Theory Wenn ihr gerade nicht kämpft, nutzt ihr Senuas Instinkte, um die Umgebung nach Hinweisen abzusuchen. Bei gedrückter Taste weicht die Farbe aus dem Bild und audio-visuelles Feedback leitet euch zu Statuen, die Senua untersuchen kann, oder zu dem Ort, von dem aus das Sonnenlicht das Antlitz von Senuas Mutter auf das Blätterwerk zeichnet. Auf der PS4 vibrierte zudem der Controller immer stärker, je näher wir dem nächsten Hinweis kamen.

    Die Auswüchse von Senuas Geisteskrankheit sorgen beim Spielen immer wieder für eine angenehme Gänsehaut. Am Ende der Präsentation streben wir etwa durch einen finsteren Tunnel, während vor uns auf dem Weg ominöse Schattenkreaturen kreuzen und eine Stimme versucht, Senua in Verzweiflung zu stürzen und ihr Selbstvertrauen zu unterminieren.

    Als dann erneut das Antlitz ihrer Mutter auftaucht und in etliche Teile zersplittert, endet die Demo und lässt uns mit vielen Fragen zurück. Fragen, auf die wir eine Antwort wollen, weshalb wir der Hellblade-Veröffentlichung 2016 für PC und PS4 bereits mit Spannung entgegen fiebern.

    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1162712
Hellblade: Senua's Sacrifice
Hellblade in der E3-Vorschau: Das ist der Wahnsinn!
Hellblade in der Vorschau! Das neue Projekt der Entwickler von Enslaved und Heavenly Sword kombiniert packende Schwertkampfduelle mit einem faszinierenden Blick in die bröckelnde Psyche seiner Heldin. Wir haben Hellblade auf der E3 angespielt und ziehen ein erstes Fazit zum Indie-Geheimtipp von Ninja Theory.
http://www.gamesaktuell.de/Hellblade-Senuas-Sacrifice-Spiel-56843/News/E3-Vorschau-1162712/
22.06.2015
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2015/06/hellblade-1-pc-games_b2teaser_169.jpg
e3
news