Preview: Haze
Süßer Nectar
Südamerika in Not: Im Auftrag von Mantel Global Industries soll Shane Carpenter den bewaffneten Aufstand eines wahnsinnigen Rebellenanführers niederschlagen.
Zunächst spielt sich "Haze" wie ein gewöhnlicher Ego-Shooter. Rennen, springen, Nahkampfattacke, schießen, Granaten werfen -- alles geht dank eingängiger Steuerung und butterweicher Framerate locker von der Hand. Interessant wird es jedoch, wenn Sie Ihrem Alter Ego das erste Mal besagten Nectar zuführen. Das Mittelchen bewirkt eine gleichzeitige Verbesserung von Sehschärfe, Nahkampfstärke sowie Wahrnehmung. Außerdem sind Sie in der Lage, Gefahren frühzeitig zu erahnen.Unter dem Einfluss der Droge kann Shane also präziser zielen, getarnte Feinde besser erkennen, härter zuschlagen und den Einschlag von Granaten vorhersehen, um rechtzeitig auszuweichen. Doch beim Zuführen der Droge ist Vorsicht geboten. Wer sich zu viele Injektionen in zu kurzen Abständen setzt, hat schnell eine Überdosis -- was fatale Folgen haben kann.
Saftige Überraschung
Kanonenfutter: Die Künstliche Intelligenz der feindlichen Rebellentruppen war noch nicht optimal. Das soll sich aber bis zum Release noch ändern.
Im Nectar-Rausch kann es passieren, dass Sie auf einmal unkontrolliert auf Ihre eigenen Kameraden ballern, obwohl Sie gerade einfach nur in deren Richtung sehen. Der Witz daran ist, dass Sie gegen die motorischen Ausfälle Ihrer Spielfigur völlig machtlos sind. So etwas sorgt natürlich für schlechte Stimmung im KI-Team, und im schlimmsten Fall werden Sie von Ihren Kollegen kurzerhand mit einem gezielten Rettungsschuss niedergestreckt.Spaßigerweise droht Ihren Begleitern bei übermäßigem Nectar-Konsum dasselbe Schicksal. Es soll dann schon mal vorkommen, dass einer Ihrer Kumpels plötzlich direkt neben Ihnen eine Granate zückt, den Splint zieht und dann hysterisch lachend auf die Detonation wartet. Wenn Sie sich nun nicht schnellstens aus der Gefahrenzone retten, heißt es schlichtweg: "Ade, du schnöde Digi-Welt!"
Flotter Vierer
Nectar-Doping: Wer es mit der Aufnahme der leistungssteigernden Substanz übertreibt, riskiert eine Überdosis mit unvorhersehbaren Folgen -- Friendly Fire eingeschlossen.
Der Nectar-Injector ist ein Kernelement der Spielmechanik von "Haze", was besonders im Hinblick auf den angekündigten Koop-Modus spannend werden dürfte. Sie können die Story nämlich ohne Abstriche mit bis zu drei Freunden erleben. Man stelle sich einfach vor, einer Ihrer menschlichen Online-Mitstreiter hat in der Hitze des Gefechts ein bisschen zu viel Nectar genascht und verliert die Kontrolle über seine Spielfigur. Das kann durchaus zu hitzigen Diskussionen führen. Spaßige Racheakte für den "versehentlich" angerichteten Schaden sind ebenfalls vorprogrammiert.Sowohl im Singleplayer- als auch im Story-Modus legen die Entwickler viel Wert auf einen ununterbrochenen Spielverlauf. Es wird in "Haze" keine Ladepausen geben, und sämtliche Zwischensequenzen erleben Sie aus der Ego-Perspektive. Auf diese Weise soll Sie die spannende Story voll in ihren Bann ziehen. Im Verlauf Ihrer Kampagne wird es ein paar unvorhersehbare Twists geben. Was genau wir erwarten dürfen, haben die Entwickler aber noch nicht verraten.
Unbekannter Soldat
Luftunterstützung: Wird ein Luftschlag angefordert, kommen Ihnen Bomber der Mantel Corporation zu Hilfe und überziehen die Guerilla-Kämpfer mit einem Bombenhagel.
Was die Entwickler dann aber doch preisgegeben haben: Anders als in herkömmlichen Shootern wollen sie ihren Soldaten eine richtige Identität geben. Und zwar sowohl den eigenen Truppen als auch den gegnerischen. Wie genau sie das anstellen wollen, haben sie allerdings nicht enthüllt, denn durch dieses Feature soll sich "Haze" maßgeblich von bisher bekannten Genre-Vertretern abheben. Wie es sich für eine zünftige Ballerei gehört, dürfen sich Freunde actiongeladener Spielerduelle auf coole Multiplayer-Modi freuen. Auch diese sollen sich vom Genre-Allerlei abheben. Levelabschnitte der Story sollen als Schlachtfelder dienen -- inklusive Missionszielen aus dem Handlungsablauf. Inwiefern sich das jedoch als Innovation herausstellt, bleibt noch abzuwarten.Fahrbare Untersätze
Top Secret: Einer der Schauplätze ist dieses Observatorium. Welche Rolle es innerhalb der Story spielt, verrieten uns die Entwickler leider nicht.
Darüber hinaus stehen Ihrem Trupp neben Landungsfahrzeugen, die Sie nicht selbst steuern dürfen, in bestimmten Levels auch fahrbare Vehikel zur Verfügung. Ein bewaffneter Buggy z.B. fasst alle vier Squad-Mitglieder. Einer fährt, einer bedient das Geschütz auf dem Dach, und die anderen beiden feuern während der Fahrt aus den Flanken. Alles in allem sieht es so aus, als hätte Free Radical große Pläne für seinen PS3-Einstand. Ach ja, was uns noch auffiel: Im Gegensatz zu anderen Entwicklern beklagte sich hier niemand darüber, dass es besonders schwer sei, ein Spiel für die PS3 zu entwickeln. Hier macht sich ganz offensichtlich die Erfahrung bezahlt, die das Team bereits mit der PlayStation2 gesammelt hat. Ein witziges Statement von Script Writer Rob Yescombe zu diesem Punkt finden Sie in dem Interview auf Seite 23.
japp, hab ich ganz vergessen...