Harrys unbeschwerte Kindheit ist vorbei: Nur mit Ihrer Hilfe kann Pubertäts-Potter das mysteriöse Trimagische Turnier heil überstehen.
V on Potter profitiert das Publisher-Porte -- monnaie: Electronic Arts beschert der Fangemeinde pünktlich zum Kinostart der vierten Zelluloid-Zauberei das passende Videospiel. Unterschieden sich PC- und Konsolenfassungen im Vorgänger noch voneinander, gibt es dieses Jahr auf den vier großen Systemen ein identisches Abrakadabra-Abenteuer.
STORY: An der Hexer-Hochschule Hogwarts steht ein gefährliches Schauspiel an -- das Trimagische Turnier. Die Teilnehmer müssen einem Drachen trotzen, in die Tiefen des Schwarzen Sees hinabtauchen und aus einem gewaltigen Irrgarten entkommen. Selbstredend wird Harry Potter als einer der vier Schüler auserkoren, die bei dem Turnier antreten müssen.
SPIEL: Sie sind in der Regel mit drei Charakteren gleichzeitig unterwegs, nämlich mit Harry, Ron und Hermine. Wahlweise können Sie mit menschlichen Mitspielern losziehen, ansonsten folgen Ihnen Ihre zwei Freunde automatisch.Im Tutorial bläut Ihnen der mürrische Mad Eye Moody ein, wie Sie allerlei magische Sprüche aus dem Ärmel schütteln. Viel können Sie dabei aber gar nicht falsch machen. Mit nur einem Knopf murmelt Ihre Figur situationsabhängig Flüche, verschießt einen Wasserstrahl oder hebt Objekte in die Höhe. Und so ziehen Sie zaubernd durch den Verbotenen Wald, die Gartenanlagen von Hogwarts und andere Areale der Vorlage. Dabei putzen Sie durch simple Knöpfchendrückerei streitbares Getier von der Bildfläche.
Rätsel, die das monotone Spielprinzip aufgelockert hätten, gibt es nicht. Ein wenig Abwechslung bringen zumindest die Aufgaben des Trimagischen Turniers, wo Sie mit Harry einen Tauchgang und einen Besenflug wagen.
FAZIT: Die Entwickler haben nach dem gelungenen Vorgänger den kreativen Zauberstab heuer weniger gut geschwungen. Schade, denn Harry, Hermine und Ron haben sich extra in Schale geworfen -- die "Feuerkelch"-Folge lässt ihre Vorgänger grafisch hinter sich. Nur reicht das eben nicht: Die Abschnitte sind anspruchsloser und linearer geworden, große Erkundungsreisen durch die Hogwarts-Ländereien gibt es nicht mehr. Auf Dauer ist das leidige Sammeln magischer Schilde einfach langweilig. Hier zwanzig Gegner erlegen, dort mal einen Stein aus dem Weg wuchten -- mehr passiert selten. Die bescheidene Intelligenz Ihrer Zauberer-Kollegen, die nicht steuerbare Kamera und die oft hakelige Steuerung machen die Potter-Panne perfekt.fk
