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  • Hitzefrei für den PC - Tipps zur Kühlung eures PCs

    Vor allem im Sommer sorgen sich einige Gamer um die Temperaturen ihrer Hardware. Wir geben euch allgemeine Tipps, wie ihr die Kühlung des PCs überwachen und optimieren könnt, auch was die Lautstärke angeht.

    Vor wenigen Tagen gab es einen Temperatur-Hitzerekord in Deutschland. Und auch wenn es sich danach für einige Tage deutlich abkühlte: es wird natürlich weitere heiße Sommertage geben. Aber auch wenn ihr in eurem Zimmer angenehme Temperaturen habt: in einem mit guten Kühlern bestückten PC, bei dem ihr auch die Luftzirkulation und den Standort beachtet, müssen die Lüfter nicht unnötig schnell drehen, so dass der PC ganz nebenbei auch noch eher leise arbeiten kann. Klarer Schwerpunkt unseres Specials ist die Luftkühlung, zum Thema Wasserkühlung haben wir aber am Schluss auch einen Abschnitt vorbereitet.

    Überwachungstools

          

    Der Hersteller eures Mainboards bietet zur Überwachung meist ein Tool an, mit dem ihr die CPU-Temperatur überwachen, aber häufig auch weitere Temperaturen beobachten und bei Bedarf auch die am Mainboard angeschlossenen Lüfter steuern könnt. Ein sehr beliebtes Freewaretool, das mit den meisten Mainboards gut funktioniert, ist Speedfan. Auch hier sind Temperaturen auslesbar und je nach Mainboard auch Lüfter ansteuerbar. Für die Grafikkarte bieten auch einige Hersteller passende Tools an - der Afterburner des Hardwareherstellers MSI ist dabei eine gute kostenlose Software, die für so gut wie jede aktuellere Grafikkarte sehr gut funktioniert.

    Speedfan ist meist zuverlässig - aber ausgerechnet bei unserem Autor zeigt es bei CPU und AUXin2 einen falschen Wert an. Speedfan ist meist zuverlässig - aber ausgerechnet bei unserem Autor zeigt es bei CPU und AUXin2 einen falschen Wert an. Quelle: AntonioFunes Dabei muss die Grafikkarte nicht einmal von MSI sein: das Tool funktioniert unabhängig vom Hersteller der Grafikkarte. Es bietet auch ein Fenster mit Graphen, die Verläufe von Werten wie Temperatur, den Takt oder auch die Lüfterdrehzahl bezogen auf die Zeit darstellen. Ihr könnt also auch nach einem Spiel nachsehen, wie sich die Temperatur im Laufe des Spiels mal anstieg, mal wieder senkte, oder wann der Lüfter mehr aufdrehte. Auch die Werte für die CPU könnt ihr euch dort einblenden lassen - bei unserem Autor wurde die CPU-Temperatur im Gegensatz zu Speedfan (siehe links) korrekt erfasst. Ebenfalls sehr nützlich: ihr könnt bei Bedarf auch grundlegende Werte wie den Takt der Grafikkarte verändern, und besonders hilfreich: auch die Lüfterkurve der Grafikkarte lässt sich individuell anpassen. Mit ein wenig herumexperimentieren findet ihr damit eine Kurve, die eure Grafikkarte leise kühlt, ohne kritische Werte zu erreichen.

    Wärme: ab wann ein Problem?

          

    Generell gilt für moderne PCs, dass dank Schutzfunktionen eine wirklich schädliche Überhitzung nahezu ausgeschlossen ist. Sollte die Grafikkarte oder die CPU in gefährliche Temperaturgefilde gelangen, wird der Takt durch das Mainboard respektive durch das BIOS der Grafikkarte abgesenkt, um die Temperatur zu verringern. Selbst eine automatische Abschaltung des PCs ist möglich. Um sich die CPU oder Grafikkarte durch Hitze zu beschädigen, müsste man extreme Übertakterexperimente unter Missachtung der gängigen Vorsichtsmaßnahmen durchführen, oder es müsste bereits ein anderer Defekt vorhanden sein. Ansonsten braucht ihr euch aber keine größeren Sorgen über die Temperaturen eurer Hardware machen, sofern im Gehäuse eine normale Luftzirkulation vorhanden ist - dazu später mehr.

    GPU Tweak von Asus ist dem MSI-Afterburner recht ähnlich, bietet aber weniger Optionen abseits der Grafikkartenüberwachung. GPU Tweak von Asus ist dem MSI-Afterburner recht ähnlich, bietet aber weniger Optionen abseits der Grafikkartenüberwachung. Quelle: AntonioFunes Um die Lebensdauer aber nicht unnötig zu gefährden, ist es trotzdem eine gute Idee, die Kühlung nicht zu vernachlässigen und Temperaturen zumindest testweise für einige Tage zu überwachen. Falls der PC bei Last mit grenzwertigen Temperaturen arbeitet, könnt ihr die Kühlung anhand unserer Tipps optimieren und bei Bedarf auch den PC nachrüsten. Die kritische Temperaturgrenze hängen aber sehr vom Prozessor beziehungsweise vom Grafikchip ab. 70 Grad können für die eine CPU noch im grünen, für die andere aber eher im gelben Bereich sein, also wärmer als sie mit ordentlichem Kühler sein sollte, aber noch nicht gefährlich warm. Eine dritte CPU wäre bei 70 Grad aber vielleicht sogar schon im gefährlichen roten Bereich.

    Standort

          

    Unsere Standorttipps sind natürlich nicht das alleinige Allheilmittel, und ihr müsst nicht unbedingt jeden der Punkte penibel beachten. Aber je nach Standort ist allein die Umgebungsluft bereits einige Grad wärmer als nötig, so dass die Kühl-Bauteile im PC mehr belastet werden. Die Folge: Lüfter müssen unnötig schnell drehen und erzeugen Lärm, und im schlimmsten Fall sorgt allein der Standort dafür, dass die Hardware im PC so heiß wird, dass die Leistung leidet (Heruntertakten von Bauteilen als Schutzmaßnahme) oder gar Abstürze entstehen.

    Der erste grundsätzliche Tipp: ein PC sollte um sich herum genügend Platz haben. Je näher Wände oder Möbel stehen, desto schlechter kann die warme Luft abfließen. Zudem ist weniger Luft vorhanden, an die die Wärme abgegeben werden kann. Natürlich muss der PC nicht im Umkreis von zwei Metern freistehend sein, und vorne hat ein PC in der Regel ja ohnehin keine Hindernisse in der Nähe. Aber einige Zentimeter Luft an den Seiten sollte er ebenfalls haben, und vor allem hinter dem PC sollte der Abstand zur Wand nicht zu klein sein, da dort die warme Luft aus dem PC ausströmt und sich anstauen kann. Sollte der PC unter eurem Schreibtisch stehen, dann achtet daher darauf, dass die warme Luft trotz Schreibtischplatte an der Zimmerwand entlang nach oben entweichen kann - die Schreibtischplatte sollte also nicht die Wand quasi versiegeln. Thema Heizung: natürlich sollte der PC nicht direkt neben einem Heizkörper stehen, denn direkt an der Heizung ist es deutlich wärmer als im Rest des Zimmers. Wer wiederum eine Fußbodenheizung hat, der könnte sich überlegen, ob er den PC nicht ein wenig höher stellen kann - zum Beispiel auf einen Regalboden, der wiederum an eurem Schreibtisch befestigt ist und für einige Zentimeter Abstand zum Boden sorgt. Oder auch in ein Regelfach, wobei dieses großzügig bemessen sein sollte, damit es seitlich und hinter dem PC genügend Raum gibt. Im Sommer wiederum gilt: sucht ein schattiges Plätzchen für den PC, und beachtet dabei auch, dass dunkle Möbel sich eher aufheizen. Wenn der PC unter einem kleinen schwarzen Tisch steht, der den halben Tag von der Sonne traktiert wird, dann wird es auch unter dem Tisch recht warm werden.

    Gehäuse und Belüftungskonzept

          

    Besonders billige Gehäuse sind häufig mit einem schlechten Belüftungskonzept versehen und zudem aus Materialien, die für die Wärme im Inneren eher negativ ist. Daher solltet ihr hier nicht zu sehr sparen. Zudem sind keine oder nur schlechte beziehungsweise laute Lüfter mit im Lieferumfang.

    Beispiel eines Lüftungskonzeptes bei Vollbestückung, hier beim Thermaltake F51 Beispiel eines Lüftungskonzeptes bei Vollbestückung, hier beim Thermaltake F51 Quelle: Thermaltake In der Summe ist es daher am Ende oft die bessere Entscheidung und schont die Nerven, sich ein Gehäuse für 50 bis 80 Euro mit passablen Lüftern zu leisten, anstatt sich eines für nur 30 Euro zu kaufen, bei dem ihr dann doch für 20 bis 30 Euro noch Lüfter nachbestellen müsst. Zudem bieten bessere Gehäuse auch mehr Platz für Lüfter, so dass ein leiser Betrieb erleichtert wird. Generell gilt, dass ein Luftstrom von vorne nach hinten durch das Gehäuse fließen sollte. Der Luftstrom zieht über Grafikkarte und CPU, so dass deren Kühler mit frischer Luft versorgt werden. Die Lüfter der Grafikkarte und des CPU-Kühlers unterstützen diesen Luftstrom bzw. erzeugen ihn, wenn ansonsten keine anderen Lüfter im Gehäuse vorhanden sind. Doch ganz ohne Gehäuselüfter sollte ein Gaming-PC nicht betrieben werden: es sollte mindestens ein Gehäuselüfter hinten, eher oben platziert werden, der die warme Luft heraus befördert. Durch den Druckunterschied und die schon erwähnten Lüfter von Grafikkarte und CPU wird genügend Luft von vorne angesaugt. Besser ist es aber, wenn ihr vorne, eher unten im Gehäuse auch noch einen Lüfter platziert, der Luft ins Gehäuse hinein saugt. Viele Gehäuse bieten noch weitere Montageorte für Lüfter an, zum Beispiel seitlich, um Luft direkt auf die Grafikkarte zu blasen, oder in der Gehäusedecke. Doch hier ist auch Vorsicht geboten: wenn ihr euch genau die vom Hersteller geplante Bestückung haltet, dann sorgt dies zwar möglicherweise für die geringstmögliche Temperatur - dies ist aber oftmals gar nicht nötig, so dass man mit insgesamt nur zwei Gehäuselüftern den PC kühl genug hält und dies sogar leiser, als wenn ihr das Gehäuse mit Lüftern vollstopft. Aber es hängt immer vom Einzelfall ab, so dass man keinen pauschalen Rat geben kann. Es kann beispielsweise sein, dass ein einziger zusätzlicher Lüfter den Luftstrom optimiert und genau den Temperaturvorteil bringt, durch den die Grafikkarte fast unhörbar auch bei Last arbeiten kann - es kann aber auch passieren, dass genau dieser Lüfter den Luftstrom verwirbelt und damit alles wärmer und somit auch lauter wird als zuvor. Auch die Qualität der Lüfter kann eine Rolle spielen: zwei gute Lüfter kühlen den PC oft genauso gut, aber deutlich leiser als vier mäßige Lüfter - Gehäuselüftern sind übrigens das nun folgende Themengebiet.

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http://www.gamesaktuell.de/Hardware-Thema-130320/Specials/Hitzefrei-fuer-den-PC-Tipps-zur-Kuehlung-eures-PCs-1164191/
12.07.2015
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2015/07/Speedfan-pc-games_b2teaser_169.jpg
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