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  • Half-Life 2 - Leser-Test von Grotesque-Harlequin

    Die Brechstange ist zurück

    Half-Life 2 - Leser-Test von Grotesque-Harlequin Quelle: Valve Und zwar in einer sehr, sehr netten Christmas Edition mit Half-Life 2, Episode 1 und Half-Life Source für nur ungefähr 30€.
    Wodrum es im hochgelobten Half-Life 2 geht ist an sich flott erklärt, eine Stadt, City 17, ist wie viele andere von Aliens, den Combine eingenommen worden. Wie es Außerirdische so an sich haben, sind Combine ganz schön fies und versklaven sozusagen die ganze Menschheit. Wer nicht tut was sie sagen, wird einfach entführt und in einen sogenannten Stalker umexperimentiert, welcher dann in der Zitadelle, dem Hauptquartier der Combine, seine Arbeit verrichten muss. Das ist ja kein Zustand für Amerika, dem Land der Freiheit und Waffen, weshalb der altbekannte G-Man den bebrillten Gordon Freeman in einen Zug setzt, der auf dem Weg in die City 17 ist. OHNE BRECHSTANGE!
    Natürlich besteht die City 17 nicht nur aus Combine und deren Menschensklaven, wie in Terminator gibt's auch Untergrundrebellen, die sich gegen das Terrorregime auflehnen. Und selbstredend wird sich Herr Freeman mit ihnen treffen, ihnen anschließen und versuchen, die Combine zu vertreiben. Das jedoch mit Brechstange.
    Natürlich ist das nur eine sehr grobe Form der Geschichte von Half-Life 2, aber es geht hier ja auch um andere Dinge.
    Zum Beispiel um die großartige Grafik, das, was einem als Erstes ins Auge schießt. Die Schatten, die Texturen, Charaktere, einfach alles sieht sehr, sehr gut aus. Manche sind zwar nicht der Meinung aber nachdem ich die erste Headcreab, besser gesagt die Schatten auf Ebendieser, gesehen habe, war ich schlichtweg begeistert. HDR ist mir persönlich nicht wirklich in Half-Life 2 aufgefallen, selbst wenn es dafür eine Option gibt, es sah eher aus wie Bloom. Erst in Episode 1 scheint es richtig eingesetzt worden zu sein, aber das ist ja eher eine kleine Nebensache.
    Der Sound spielt auch in der oberen Klasse mit, die Waffeneffekte sind herrlich wuchtig und die Stimmen einfach fantastisch. Jedenfalls die Englischen, die deutschen habe ich für meinen Teil nicht gehört.
    Und ein sehr wichtiger Punkt, die Mimik und Gesichter. Habe ich jemals soetwas realistisches gesehen? Nein! War jemand besorgt bildeten sich Falten auf der Stirn, Wiedersehensfreude spiegelte sich direkt im Gesicht wieder, jede Emotion kann man sehen und nicht nur an den Stimmen hören. Bis auf Gordon's, der hat sowas nicht. Der hat nur Hände.
    Man trifft einige Charaktere während der Geschichte, altbekannte wie auch neue Gesichter werden von der Source Engine auf den Bildschirm gebracht. Barney zum Beispiel, diesmal aber ohne hübsch spiegelnden Stahlhelm, wie schon gesagt den G-Man oder Dr. Walter Kleiner. Der eine Professor da aus Half-Life, der mit dem weißen Kittel. Eines der sehr hübschen neuen Gesichter ist das von Alyx Vance, der Tochter eines anderen Black Mesa Wissenschaftlers. Der mit dem weißen Kittel. Sie ist auch das Frauchen von Dog, einem sehr lustigen und verspielten Roboterwesen.
    Jedoch sind nicht Alle so nett, geht ja nicht weil sich das durch das Alientum der Combine schon ausschließt. Denn die Combine sind richtig fies, wie auch Dr. Wallace Breen, ein anderer Black Mesa Mitarbeiter. Er hat zwar ein Abkommen mit den Combine geschlossen, dass die Erde nicht spontan komplett zerstört wird, aber das Leben was die Menschen jetzt führen ist ja auch nicht grade rosig. Er hingegen sitzt recht gemütlich herum während Videopropaganda von ihm auf großen Holoplakaten ausgestrahlt wird.
    Jedoch sind nicht nur die Combine Gegner in Half-Life 2, selbstredend gibt es noch die Headcrabs, diesmal in 3 verschiedenen Versionen, jede nerviger als die andere. Während die "Normalen" noch recht gemütlich versuchen sich am Kopf festzusaugen sind ihre spinnenbeinigeren Verwandten da schon um einiges Flinker. Am allerschlimmsten ist jedoch die schwarze Variante, welche einem ein nicht grade nützliches Neurotoxin in den Blutkreislauf pumpen, welches man nur durch den geliebten HEV Anzug mit Frauenstimme überlebt. So eine Stimme bräuchte man auch mal im Navi.
    Wo Headcrabs sind, sind auch Zombies nicht weit, die ebenfalls in 3 Varianten auftreten, die ungefähr die gleichen Charakteristika aufweisen wie die kleinen Krabbler.
    Aber auch hier gibt es natürlich neue Gegner, neben den Combine treten die Antlions auf die Bühne, die frappierend an die Bugs aus Starship Troopers erinnern (macht übrigens genauso viel Spaß sie mit der Schrotflinte zu zerlegen) oder die riesigen Strider, Läufer mit drei Beinen und höchst gefährlichen Waffen.
    Jedoch kriegt Gordon natürlich neben der Brechstange noch andere Waffen in die schwebenden Hände gedrückt, er soll ja schließlich die Combine vertreiben. Da wären zum Beispiel eine normale 9mm Pistole, die an sich das Pendant zur Half-Life 1 Pistole darstellt, nur diesmal mit mehr Chrom dran (man ist ja in der Zukunft), eine SMP mit Granatwerfer, die Schrotflinte, welche auch den Doppelschuß aus Half-Life 1 kann und die Gravity Gun (wie kann man sie nur Gravitron nennen?!). Ein unheimlich unterhaltsames Gerät, eigentlich dazu erfunden um schwere Lasten einfach zu tragen wird's vom Brillenträger kurzerhand zur Waffe und zur Physikrätsellösung zweckentfremdet. Der erste Feuermodus stößt einen Gegenstand mit großer Wucht von sich während der Zweite einen Gegenstand zu Dr. Freeman hinzieht und dann vor sich schwebend festhält. Nutzt man dazu dann noch den normalen Feuermodus, wird der Gegenstand mit noch größerer Wucht weggeschleudert. So kann man leicht Kisten stapeln oder knacken oder einfach mithilfe eines Kreissägeblattes Zombies halbieren.
    Man durchstreift einige Gegenden in der City 17, Häuserblocks, die Kanäle, den Highway oder sogar ein kleines Dörfchen namens Ravenholm welches von einem leicht verrückten Pastor in Chucks gegen die Zombie- und Headcrabmassen verteidigt wird.
    Die Aufgaben die Dr. Freeman dabei gestellt werden sind sehr abwechslungsreich und spannend. In ein "Gefängnis" eindringen, mit Dog fangen spielen um die Gravity Gun kennenzulernen, mit einem Buggy zu einzelnen Rebellenstützpunkten gelangen und so weiter. So kommt definitiv keine Langeweile auf.
    Jedoch kann es vorkommen, dass man nicht weiß, wohin man soll. So streift man ein paar Minuten recht orientierungslos herum bis man dann den richtigen Weg gefunden hat.
    Die Physikengine wird, wie schon in mehreren anderen Tests beschrieben, ausgiebig und manchmal auch sehr konstruiert genutzt, nur um zu zeigen, dass man eine Physikengine hat. Das ist jedoch kein wirkliches Problem, denn schließlich ist sie gut. Zwar weit von realistisch entfernt aber trotzdem gut.
    Ein Negativpunkt für mich war, dass mir stellenweise die Munition fast ausgegangen war und dass man für einige Waffen zu wenig Munition mit sich herumtragen kann. Es ist schon sehr schade, nur 90 Schuß für die Impulse Rifle zu haben, da sie sehr viel Spaß macht und eine meiner Lieblingswaffen war.
    Und nicht zu vergessen: Steam, mehr muss man eigentlich nicht sagen.
    Klingt an sich Alles in Allem ganz prima, das war es auch. Half-Life 2 macht viel Spaß und ist gut. Nur konnte ich mich nicht so recht in diese Welt einfühlen, die Charaktere wurden meiner Meinung nach auch nur recht oberflächlich behandelt (bis auf Alyx), sodass mir dieses Gefühl fehlte, in der City 17 umherzustreifen.

    Was kann man also abschließend zu Half-Life 2 sagen? Es ist gut, das steht fest, ein guter und recht anspruchsvoller Ego-Shooter mit einigen (Physik)Rätseln, abwechslungsreichen Aufträgen, großartiger Grafik und tollem Sound. Vor allem die Mimik und Gestik der Charaktere ist fantastisch und an sich sollte man sich allein deshalb schon die Weihnachts Edition kaufen.
    Ich für meinen Teil konnte mich jedoch nicht wirklich in die Rolle von Gordon Freeman versetzen, ich hatte nicht das Mittendrin Gefühl, obwohl es dafür genug Szenen gibt, wenn z.B. eine Frau zusammengekauert auf dem Sofa sitzt und vor sich hinflüstert, dass sie das alles nicht mehr erträgt während ein Mann sie tröstet oder mit den Rebellen zusammen gegen die Combine vorgeht. Auch wirken die Physikrätsel manchmal sehr gestellt, was dann leicht an der Atmosphäre zerren kann. Die Waffen sind sehr gut, ich habe eigentlich keine Waffe verbannt und alle genutzt, was jedoch zum großen Teil auch daran liegt, dass man für einige Waffen einfach zu wenig Munition mit sich herumtragen kann. Der einzigst allgemeingültige Kritikpunkt wären demnach die gestellten Physikrätsel, die wohl nur beweisen sollen, dass man eine feine Physikengine hat.
    Eine hohe 80er Wertung ist drin, aber die 90 wird Half-Life 2 für mich erstmal nicht knacken. Vielleicht ja beim nächsten durchspielen, wer weiß.

  • Half-Life 2
    Half-Life 2
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Valve Software
    Release
    16.11.2004
    • Es gibt 9 Kommentare zum Artikel

      • Von .m0rtal.sin.
        Hab' mir den Artikel auch durchgelesen und fand es echt spannend...
        Man merkt, dass du dir viele Gedanken gemacht hast, und nicht einfach von der Grafik etc. blenden lassen.
        Ich hab jetz' noch en paar Krikikpunkte kennengelernt, also gewisse Mängel, die mauk eine Computerzeitschrift mit rein gebracht hat!
        Also ich werd mir das Spiel kaufen und von mir gibts 5 Sterne
      • Von rotfuchs Moderator
        Ein schön geschriebener Beitrag, unbedingt vollständig lesen, ich will garnicht wissen wie viel Arbeit der gemacht hat. Von mir gibts dafür volle 5 Sterne, man merkt, da hat sich jemand Gedanken über Half-Life2 gemacht.

        Die schlechten Bewertungen am Anfang sind leider normal, es gibt auf Cynamite genug Neider, Trolle und lesefaule Gesellen.
      • Von Janic
        Zitat von Harlequin
        Man, muss man immer so meine Neugierde wecken? Ist ja schlimm...
        Was ich recht komisch fand und mich dann doch sehr stark an dem Zweifeln ließ was ich da geschrieben hatte: irgendwann waren 4 Bewertungen zusammen und es war weiterhin nur 1 Stern. Verrückte Welt. Aber…
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15.12.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2004/11/HL2PCGCombine.jpg
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