An alle Xbox360-Rocker: Euer Spiel ist da. Mit neuen Songs. Und neuer Gitarre. Ihr braucht den Test nicht zu lesen. Ihr braucht dieses Spiel.
Bei richtig schnellen Songs fliegen Ihnen die Noten nur so entgegen. (Xbox360)
Nach ein paar Monaten mit der PS2-Version von "Guitar Hero 2" ist klar: Ein Musikspiel kann nie genug Tracks haben, denn irgendwann sind alle Songs geschafft und neuer Stoff muss her. Die Erlösung kommt in Form der Xbox360-Fassung mit ihren zehn neuen Liedern, darunter Megahits wie "The Trooper" von Iron Maiden und "Dead!" von My Chemical Romance.
Für alle Gitarren-Greenhorns erklären wir an dieser Stelle noch mal den Spielablauf: Zuerst schnallen Sie sich die im Kaufpreis von knapp 90 Euro enthaltene Plastikgitarre um. Die sieht anders aus als die PS2-Klampfe, nämlich wie eine Gibson X-Plorer, funktioniert aber ebenso ausgezeichnet. Nur die winzigen Back- und Start-Knöpfchen sind doof.
Während eines Songs kommen Ihnen vom oberen Bildschirmrand Symbole in fünf Farben entgegen. Mit der linken Hand drücken Sie im richtigen Moment die farblich entsprechenden Knöpfe am Hals der Zupfgeige. Am Korpus des Instruments schlagen Sie parallel mit der rechten Hand einen Kippschalter an -- wie Sie es mit den Saiten einer echten Gitarre tun würden. Eine Linkshänder-Option gibt's auch.
In den Zweispieler-Modi performen Sie gemeinsam oder gegeneinander. Der "Tacho" in der Mitte zeigt, wer gerade vorne liegt. (Xbox360)
Die Spielmodi sind dieselben wie im PS2-Pendant: Solisten lockt der Karriere-Modus, in dem es 48 Stücke auf acht verschiedenen Bühnen zu performen gilt. Die Entwickler haben eine vielfältige Sammlung exzellent nachgespielter Hits von Bands wie Kiss, Nirvana, Lamb of God und Van Halen zusammengestellt. Von den Original-Interpreten stammen die 24 freischaltbaren Bonussongs. Auch wenn große Namen fehlen, sind einige Geheimtipps dabei. Aber hüten Sie sich vor "Jordan" -- das Ding ist auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad so schwer, dass es Ihnen die Schuhe auszieht. Hier hilft bestenfalls der Übungs-Modus, in dem Sie gezielt einzelne Passagen trainieren und in mehreren Stufen Tempo rausnehmen können.
Gemeinsam abgehen
Zweispieler-Konzerte steigen entweder im Koop-Mode (miteinander) oder im Face-Off-Modus (gegeneinander). Jeder Musiker legt seinen individuellen Schwierigkeitsgrad fest, wodurch auch Anfänger und Ass gemeinsam rocken können. Einen Online-Modus gibt es leider nicht, dafür aber eine Online-Bestenliste, auf der Sie über die Leistungen Ihrer Freunde lachen oder staunen können. Für viel Zukunftsmusik wird außerdem die Unterstützung des Xbox-Live-Marktplatzes sorgen. Dort können Sie bald gegen Gebühr weitere Songs downloaden.
