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  • Guild Wars

    Kurzweilige Kämpfe mit den Waffen und Zaubersprüchen eines mittelalterlichen Fantasy-Rollenspiels: Ncsoft zeigt, wie man Teamgeist, Taktik und Spielspaß vereint.

    Flotte Online-Action im Team? Dabei denken die meisten PC-Spieler unweigerlich an Shooter. Jetzt ist Horizonterweiterung angesagt, denn in Guild Wars von Ncsoft tauschen Sie Schießprügel gegen Nahkampfwaffen, Granaten gegen Zaubersprüche, und bekämpfen andere Teams vor dem Hintergrund eines Rollenspiels. Im Gegensatz zu den meisten Actiontiteln sind in Guild Wars zwei Dinge wirklich wichtig: Teamfähigkeit und Taktik. Wer sich in den Spieler-gegen-Spieler-Gefechten (PvP) als Einzelkämpfer versucht, macht das Spiel für sich und seine Kameraden zum Frusterlebnis, während sich die Gegner über leichte Siege freuen.

    Helden von der Stange

    Im PvP-Modus wählen Sie einen von zwölf vorgefertigten Charakteren, die üblichen Rollenspielklassen wie Paladin (Krieger/Mönch) oder Feuermagier (Elementarmagier/Mesmer) entsprechen. Alternativ schustern Sie sich Ihren Wunschhelden nach dem Baukastenprinzip zusammen, wobei Sie jeweils eine Haupt- und Nebenklasse wählen. Allerdings müssen Sie die meisten und besten Fähigkeiten vorher im Rollenspielmodus (siehe Kasten) frei spielen, ehe Sie sie für PvP-Charaktere benutzen können. Da das sehr zeitaufwändig ist, entfallen Experimente der Marke »Ich probiere erstmal schnell ein paar Charakter-Kombinationen, bevor ich mich festlege«. Das ist insofern ärgerlich, da die Fähigkeiten der vorgefertigten Charaktere zunächst nicht optimal ausbalanciert waren. Mit dem ersten großen Update hat Ncsoft diese Ungereimtheiten aber inzwischen korrigiert.

    Umwerfende Vielfalt

    Jede der sechs Klassen (Elementarmagier, Mesmer, Mönch, Nekromant, Krieger, Waldläufer) verfügt über eine breite Palette von Angriffen, Zaubern und sonstigen Fähigkeiten. Das geht soweit, dass sich Krieger beispielsweise auf eine der drei Waffen Schwert, Axt oder Hammer spezialisieren können und für jede davon eigene Spezialschläge lernen. Elementarmagier verwenden beispielsweise Feuer-, Wasser-, Luft- und Erdsprüche. Obwohl Sie immer nur acht unterschiedliche Fertigkeiten in einem Kampf verwenden können, sollten Sie möglichst alle im Repertoire haben -- je nach Gruppenzusammensetzung ist eine andere Kombination sinnvoll.

    Die Charakterentwicklung umfasst aber auch die Vergabe von Attributpunkten, die Sie beim Stufenaufstieg erhalten und mit denen sich Helden auf bestimmte Teildisziplinen spezialisieren. Mesmer lernen beispielsweise »Schnelles Wirken«, wodurch sich die Zauberzeit reduziert. Dieses ausgeklügelte System erlaubt zusammen mit den zahlreichen Fähigkeiten eine individuelle Charakterentwicklung und -gestaltung -- einfach vorbildich!

    Ein Hoch den Leveldesignern

    Die Leveldesigner gestalteten die PvP-Arenen sehr gut. Die Basen der Teams sind jeweils auf mehreren Wegen erreichbar, verwinkelte und offene Areale wechseln sich ab und ermöglichen vielseitige Taktiken, etwa Flankenangriffe, Hinterhalte oder großflächige Zauberattacken. Dabei stimmen aber auch die Proportionen: Die Gebiete sind einerseits so kompakt, dass die Teams schnell aufeinander treffen. Andererseits bieten sie aber auch genug Platz für taktische Manöver.

    Je nach Klasse unterscheidet sich der Spielstil. Während sich beispielsweise Krieger in den Nahkampf stürzen, heilen Mönche aus dem Hintergrund, Elementar-Magier lassen ihre zerstörerischen Sprüche ebenfalls aus der zweiten Reihe los. Heilende und zaubernde Charaktere stehen in der Regel gleich zu Beginn einer Partie ganz oben auf der Abschussliste. Das gilt nicht für die Spieltypen, in denen auch NPCs (Geisterheld oder Priester) zur Gruppe gehören. Hier werden die computergesteuerten Figuren oft zuerst attackiert. Ein erlegter Geisterheld bringt einen Moralschub und damit einen Bonus auf Lebensenergie und Mana. Wenn der Priester fällt, kann er die erledigten Spieler seines Teams nicht wiederbeleben. Trotzdem verlaufen die Kämpfe stets unterschiedlich, auch wenn die Ziele in fast jedem Modus letztendlich darauf hinauslaufen, das gegnerische Team zu beseitigen.

    Der erste Fehler ist der letzte

    Die ersten PvP-Erfahrungen sammeln Sie in Guild Wars normalerweise in der Arena »Fort Koga«. Hier treten zwei Mannschaften mit je vier Spielern im Team-Deathmatch gegeneinander an. Dabei stellt das Programm die Gruppen zufällig zusammen. Auf anderen Maps rekrutieren Sie Mitstreiter gezielt und können dann natürlich eine ausgewogene Mischung in den Kampf schicken. In den High-Level-Arenen landen Verlierer wieder in der Lobby, während das siegreiche Team auf der nächsten Map in einem anderen Spieltyp gegen eine andere erfolgreiche Mannschaft antritt.

    Im Gegensatz zu PvP-Kämpfen in anderen Online-Rollenspielen entscheidet hier das Können der Einzelnen und Zusammenspiel der Gruppe über den Ausgang der Gefechte. Die Ausrüstung der Helden spielt kaum eine Rolle.

    Nur in wenigen Spielen wird das Team allerdings für Fehler einzelner Charaktere so hart bestraft wie in Guild Wars: Wenn auch nur ein Spieler Mist baut, gewinnt fast immer die andere Mannschaft. Wer es in Guild Wars zu etwas bringen will, braucht neben Skill auch Erfahrung und muss regelmäßig trainieren. Das merkt man vor allem, wenn man mit einer bunt gemischten Gruppe gegen eine disziplinierte Gilde antritt.

    Einfach und präzise

    Die Steuerung geht bereits nach wenigen Minuten flott von der Hand. Sie manövrieren Ihren Charakter mit einer Kombination aus Maus und Tastatur durchs Gelände. Alle Fähigkeiten lassen sich per Maus oder mit praktischen Hotkeys aktivieren. Die Entwickler bauten aber auch einige spezielle Funktionen ein. So kann beispielsweise ein Spieler einen Gegner markieren, woraufhin eine entsprechende Nachricht an alle Teammitglieder gesendet wird. Die brauchen daraufhin nur einen Hotkey zu drücken, und schon haben sie das gleiche Ziel ausgewählt. Dieses so genannte »Assist« hilft natürlich sehr bei koordinierten Aktionen.

    Nette Idee: Spieler können per Mausbewegung in der Minimap malen, also beispielsweise mit Pfeilen den geplanten Weg markieren. In der Praxis nutzen die wenigsten Leute diese Möglichkeit sinnvoll. In zusammen gewürfelten Gruppen schmieren Scherzkekse Strichmännchen, Smileys, »LOL«-Schriftzüge und ähnliche Dinge auf die Map. Gilden und feste Gruppen kommunizieren meist über Teamspeak oder andere Sprachsoftware und nutzen dieses Feature genauso wenig wie die umfangreichen Chat-Optionen.

    Stilsicher und klangvoll

    Technisch hält Guild Wars locker mit den Genrespitzenreitern Everquest 2 und World of WarCraft mit. Der Grafikstil wirkt mit seinen Leuchteffekten, weichen Formen und hoch aufgelösten Texturen sehr stimmig. Gleiches gilt für die schönen Animationen und Zaubersprucheffekte, wobei letztere aber weit weniger spektakulär aussehen als in Genrekollegen. Das ist in dem Fall aber durchaus so gewollt, denn in den schnellen Gefechten würden Bildschirm füllende Effekte einfach nur stören. Musik und Soundeffekte sind sehr gut, wobei vor allem das eingängige Hauptthema gut ins Ohr geht.

    Kleinere Probleme

    Mit den Servern scheint Ncsoft noch einige Schwierigkeiten zu haben. Besonders im PvP-Modus flogen wir mindestens einmal pro Sitzung aus dem Spiel, auch bei anderen Teilnehmern haben wir diverse Disconnects erlebt. Das ist besonders ärgerlich, wenn es beim Betreten der Kampfarena passiert und die Gruppe dann unvollständig und damit meist chancenlos ins Gefecht ziehen muss.

    Auch die eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten stören: Sie dürfen sich nämlich nicht frei im Level bewegen, sondern nur dort umherlaufen, wo es die Entwickler vorgesehen haben. Das Programm erlaubt es beispielsweise nicht, seitlich von Abhängen zu springen. Stattdessen müssen Sie auf den vorgesehenen Routen entlang laufen und damit oft Umwege in Kauf nehmen, statt auf direktem Weg von A nach B zu gelangen.

    Georg Valtin

  • Guild Wars
    Guild Wars
    Publisher
    Flashpoint AG (DE)
    Developer
    Arena Net
    Release
    29.05.2009

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http://www.gamesaktuell.de/Guild-Wars-Spiel-4893/Tests/Guild-Wars-717469/
01.06.2005
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