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  • GRID 2 kritisch getestet - Leser-Test von GenX3601966

    Bereits im Jahr 2008 erschien das Rennspiel Race Driver: GRID von Codemasters. Nun erscheint endlich die mit Spannung erwartete Fortsetzung ohne den Zusatz der traditionellen Race Driver-Serie, schlicht GRID 2 genannt. Kann das Sequel in die Fußstapfen der erfolgreichen Mischung aus Arcade-Rennspiel und Simulation treten? Mein Test beantwortet alle Fragen.

    GRID 2 wird von unserem Leser GenX3601966 kritisch getestet. (1) GRID 2 wird von unserem Leser GenX3601966 kritisch getestet. (1) Quelle: gamesaktuell.de Von der DTM zur WSR

    Bereits 2003 stampfte der britische Rennspielspezialist Codemasters die DTM Race Driver-Serie aus dem Boden. Auf Xbox, PS2 und PC konnte man die namensgebende Deutsche Tourenwagen Meisterschaft fahren und darüber hinaus auch diverse andere Rennserien und Einzelevents auf mehr oder weniger bekannten Rennstrecken.
    Der Spieler schlüpfte in die Rolle eines aufstrebenden Rennfahrertalents, der sich nach und nach durch verschiedene Rennserien zum großen Erfolg kämpft. Nach dem dritten Teil, auf dem man sogar mit Quads und Rasenmähern auch online um die Wette fahren konnte, fand die Reihe ein Ende und man verabschiedete sich von der DTM.
    Dafür trat das moderne Race Driver: GRID auf den neuen Konsolen gegen die starken Konkurrenten Forza Motorsport und Need for Speed an. Einzigartig war die neue Rückspulfunktion, die es ermöglichte Fahrfehler auf einfache Weise auszubügeln. Die Rennen verliefen nun wesentlich dynamischer. Außerdem war GRID nicht mehr so simulationslastig wie die Vorgänger.
    Auch GRID 2 hat nicht mehr viel mit DTM und Simulation zu tun. Man kämpft sich als Spieler in der fiktiven Rennserie WSR (World Series Racing) auch diesmal an die Karrierespitze. Dabei ließ der Simulationscharakter nochmals ordentlich Federn und die Reihe beschränkt sich nun auf das wesentliche: die Rennen und die Autos.

    Ohne Fleiß kein Preis

    Waren es beim ersten GRID noch 45 freischaltbare Fahrzeuge, so darf man in GRID 2 hinter 70 modernen Rennboliden hinters Steuer. Allerdings stehen hier keine Traumautos einfach so am Straßenrand herum, wie zuletzt bei Need for Speed: Most Wanted. Man muss sich in der WSR erst einen Namen machen und beginnt mit vergleichsweise harmlosen Tuning-Karren wie Golf R, Nissan Silvia oder Dodge Charger und arbeitet sich nach und nach an die Spitze. Dann winken einem die schnellsten Autos der Welt, inklusive Bugatti Veyron, Mercedes SLS GT3 und Königsegg Agera. Porsche und Ferrari fanden wegen fehlender Lizenzen nicht den Weg ins Spiel, was diesem aber keinen Abbruch tut. Denn es fanden dafür einige Exoten den Weg ins Spiel, wie z.B. der Ariel Atom, Zenvo ST1, KTM X-Bow R oder der Caterham Lola SP300R, denen man nicht jeden Tag in einem Rennspiel begegnet.
    Aber bis dahin ist es ein weiter Weg. Grob gesehen kämpft man sich durch vier Saisons mit dementsprechenden Rennklassen, die sich aber noch in viele Spezialbereiche aufspalten.
    Dabei muss man anfangs Rennserien in den USA, Europa und Japan bestreiten, ähnlich wie im Vorgänger.

    Langeweile Fehlanzeige

    GRID 2 wird von unserem Leser GenX3601966 kritisch getestet. (5) GRID 2 wird von unserem Leser GenX3601966 kritisch getestet. (5) Quelle: gamesaktuell.de Ein gutes Rennspiel ist nur so gut wie seine Disziplinen. Immer nur von A nach B fahren war gestern! Bei GRID 2 gibt es Abwechslung satt. Die klassischen Rundenrennen fährt man nicht nur auf Grand-Prix-Strecken, sondern auch auf halsbrecherischen Stadtkursen mit engen Gassen, Brücken, Tunneln und anderen Hindernissen. Rennen von Punkt A nach B werden auf ebenso abenteuerlichen Landstraßen gefahren, manchmal mit bis zu 10km Länge! Dabei kommt fast Offroad-Charakter auf, wie man es von Codemasters' vergleichbarer Rallye-Serie DIRT kennt. Man kämpft ständig damit, das Fahrzeug auf den schnellen Straßen im Gleichgewicht zu halten, um nicht einen Abhang herabzustürzen.
    Neben den Rennen gibt es die Disziplinen Checkpoint, Zeitfahren, Duell, Drift und Togue. Bei letzterem handelt es sich um die japanischen Straßenrennduelle auf abschüssigen Bergetappen mit Haarnadelkurven.
    Ausdauerevents fährt man auf zufällig generierten Stadtkursen innerhalb eines Zeitlimits. Dabei ist die Minimap im HUD für die Umgebung ausgeblendet. Beim Überholen-Event muss man eine vorgegebene Punktzahl erreichen, indem man langsamere KI-Autos überholen und dabei Zusammenstöße vermeiden sollte, die zu Punktverlust führen können.
    Dazu kommen in der Karriere noch die Promo-Events, die neue Disziplinen freischalten, oder Angebote für Einzelrennen, in denen ein neues Fahrzeug für den Fuhrpark gewonnen werden kann.

    Eintönigkeit Fehlanzeige

    Auf sage und schreibe 82 Strecken wird bei GRID 2 gefahren. Natürlich bestehen mehrere Variationen der einzelnen Kurse zur Verfügung, die in vierzehn Gebieten gefahren werden. Als Stadtkurse stehen Barcelona, Chicago, Miami, Paris und Dubai zur Verfügung. Streckenrennen werden auf Okutama, Kalifornien, Cote d'Azur und Hongkong ausgetragen. Als GP-Strecken stehen der Red Bull-Ring, Yas Marina, Brands Hatch, Algarve und Indianapolis für heiße Rennen bereit.
    Die Grafik sticht besonders auf der von mir getesteten Xbox 360-Version ins Auge. Unglaublich, was GRID 2 auf der betagten Konsole dort hervorzaubert! Besonders die Nachtrennen strotzen nur so vor modernsten Lichteffekten, dass man glaubt, bereits auf einer Next-Generation-Konsole zu spielen. Leider entstehen durch die Bilderpracht insbesondere bei den Stadtrennen leichte Ruckler, wenn man viel Verkehr vor sich hat. Meistens läuft das Geschehen aber absolut flüssig, so dass man nicht aus dem Rhythmus kommt.

    Simulation ade?

    GRID 2 wird von unserem Leser GenX3601966 kritisch getestet. (6) GRID 2 wird von unserem Leser GenX3601966 kritisch getestet. (6) Quelle: gamesaktuell.de GRID 2 ist nun ein kompletter Arcade-Racer. Was aber nicht heißt, dass man sich beim fahren komplett auf sein Glück verlassen kann. Das richtige Timing beim Spiel mit Gas und Bremse ist nach wie vor entscheidend. Dabei haben Spieler einen Vorteil, wenn sie die manuelle Schaltung bevorzugen. Mehr Einstellungen gibt es in der Singleplayer-Karriere nicht. Man kann lediglich die KI der Mitfahrer in fünf Stufen regeln. Wobei man auf der leichtesten Stufe jedes Rennen spielend gewinnen, und auf der schwersten Stufe ernsthafte Probleme mit dem sehr realistischen Schadensmodell bekommen kann. Dieses lässt sich aber auch auf ein kosmetisches Modell beschränken, so dass sich Schäden am Fahrzeug nur optisch bemerkbar machen.
    Die KI fährt recht aggressiv, aber meist entlang einer halbwegs vorgegebenen Ideallinie. Sie ist auch oft unberechenbar und bestimmte personifizierte Gegner in der Karriere haben eigenwillige Verhaltensweisen und wollen einem das Leben schwer machen. Mit geschickten Remplern, etwas Kampfeswillen und einer durchdachten Fahrweise kann man sie alle bezwingen.

    Offline-Online

    Für einen Arcade-Racer ist der Umfang der Karriere mit den WSR-Saisons außergewöhnlich groß. Fünfzehn bis zwanzig Spielstunden sollte man, je nach Können, Fahrweise und KI-Einstllung, für die Karriere einplanen. Die mitteilungsbedürftigen Sprecher geben Tipps und Ratschläge und halten einen während des Rennens auf dem laufenden. Nach jeder erfolgreichen Saison gibt es TV-Einspielungen des US-TV-Sportsenders ESPN, wo über die erreichten Erfolge berichtet wird. Viel mehr Lorbeeren gibt es nicht, aber nach erfolgreichem Abschluss winkt schließlich nochmal eine Karriere im Online-Modus.

    Die beiden Modi Offline-Online sind strikt von einander getrennt, wie man es bereits von Forza Horizon kennt. Wählt man nach dem Spielstart GRID Online, geht es mit Codemasters' hauseigenem Online-Netzwerk Racenet los, vergleichbar mit dem Autolog von Need for Speed.
    Via Racenet kann man dann normale Online-Events starten, z.B. ein Spiel in der Online-Playlist oder benutzerdefinierte Spiele. Nun gilt es Geld zu verdienen. Denn man beginnt auch hier mit einem schwachen Auto aus der untersten Rennklasse. Nur wenn man auflevelt und genug Geld verdient, kann man sich auch bessere Autos leisten. Deshalb ist es gerade am Anfang etwas schwer, gegen meist besser ausgerüstete menschliche Gegner zu gewinnen. Aber etwas Geld fließt auch beim letzten Platz in die Kassen und irgendwann läuft es wie von selbst.

    Nun doch Tuning?

    GRID 2 wird von unserem Leser GenX3601966 kritisch getestet. (7) GRID 2 wird von unserem Leser GenX3601966 kritisch getestet. (7) Quelle: gamesaktuell.de Einzigartig ist in der Online-Karriere, dass man seine Autos ein hier ein wenig tunen kann, während das in der Solo-Kampagne nicht möglich ist. Das hat den Vorteil, dass es billiger ist, ein bereits vorhandenes Auto nachzurüsten, als einen teuren Neuwagen zu kaufen.
    Hat man alle benötigten Upgrades (Motor, Antriebsstrang, Handling) bis auf das Maximum aufgerüstet, verwandelt sich der Wagen auch optisch in eine noch heißere Rennmaschine mit Renn-Spoilern und -Schürzen. Ein tolles Feature, nur komisch, dass es ausschließlich online Verwendung findet.
    Online wie offline geht aber das optische Verschönern der Wagen mit diversen Felgen, Sponsorenaufklebern, Renn-Ziffern, Farben und Mustern. Zwar hat man nicht die schier unbegrenzten Möglichkeiten eines Editors wie z.B. aus der Forza Motorsport-Reihe, aber man kann immerhin seinen Wagen so einzigartig gestalten, dass er sich in den Online-Rennen von anderen deutlich unterscheidet. Man sollte aber nicht vergessen, dass auch Farben oder Felgen Geld kosten, was man sich in den unterschiedlichen Renndisziplinen erst mühsam verdienen muss. Doch gerade das macht fast süchtig, man möchte alles freischalten und dazu muss man leveln, leveln und nochmals leveln. Etwas mühsam ist das schon, aber im Vergleich zu vielen anderen Rennspielen, wird die Motivation über einen längeren Zeitraum recht hoch gehalten. Um alles freizuschalten wird man über mehrere Wochen beschäftigt sein.

    Globale Challenges und Rivalen

    Das Online-Racenet von Codemasters bietet unterschiedliche wöchentliche Herausforderungen an, bei denen man sich nicht nur global oder mit seinen Freunden messen kann, sondern auch zusätzlich virtuelles Geld verdienen kann, welches man dann in seinen Fuhrpark oder Tuning investieren kann. Dort gibt es Bronze-, Silber- und Goldmedaillen und dementsprechend viel Geld zu gewinnen.
    Eine zusätzliche Geldeinnahmequelle sind auch Rivalen-Duelle. Die Rivalen muss man aber erst über die Website von Codemasters im Internet festlegen und auswählen. Das wäre auch weniger umständlich direkt im Spiel gegangen. Einmal die Woche darf man dann gegen sie antreten und auch dort winken Geld und Ruhm.

    Ein Fazit

    Codemasters hat nach einiger Zeit mal wieder ein richtig gutes Rennspiel herausgebracht, was sich gar nicht mit den üblichen modernen Spielen messen möchte. Es ist einfach ein solider Arcade-Racer, mit ganz leichten Anleihen an eine Simulation, was sich aber mehr auf das Schadensmodell als auf das Fahrverhalten der Autos bezieht. Diese steuern sich nämlich erstaunlich präzise, manchmal auch zickig, auf jeden Fall immer unterschiedlich, je nach Klasse, Gewicht und Antriebsart. Das bringt eine Menge Spannung und viel Abwechslung mit sich.
    Das Geschwindigkeitsgefühl auf den absolut grandios designeten Strecken ist hervorragend eingefangen worden, da stört auch nicht das Fehlen der Cockpitperspektive oder des Rückspiegels im Sichtfeld. Meistens hat man sowieso keine Zeit, sich von der Strecke abzuwenden, denn die Rennen erfordern höchste Konzentration und Aufmerksamkeit. Hat man aber doch mal kurz geschlafen, reicht ein Druck auf die Rückspultaste und der Fehler kann ausgebügelt werden. Online wird man mit sofort wieder auf die Strecke gesetzt, allerdings ein paar Meter hinter die Stelle des Ungeschicks.
    Besonders mit Freunden macht der Online-Modus Spaß. Zufällige Sofort-Rennen sorgen dagegen manchmal für Frust, weil sich wie üblich zu Anfang viele Crash-Kids auf den Servern tummeln. Aber zum virtuellen Geld grinden reicht es allemal und das sammeln, bemalen und tunen der Fahrzeuge macht süchtig, im positiven Sinne.
    Alles in allem ist GRID 2 kein perfektes Rennspiel, aber ein sehr guter Arcade-Racer mit großem Umfang und viel Spielspaß fürs (echte) Geld.

    06:08
    Grid 2: Rennspiel mit Live-Route-Feature - im Test die Konsolenversion

    Grid 2

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: GenX66
    88 %
    Multiplayer
    85%
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    8/10
    Atmosphäre
    8/10
    Gamesaktuell
    Spielspaß-Wertung
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Grid 2
    Grid 2
    Publisher
    Codemasters
    Developer
    Codemasters
    Release
    31.05.2013
    Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von Tito
    Infomativer Test !Wie auch schon die Vorgänger wird dieser Teil ebenfalls in meine Sammlung kommen.Renngames haben…
    Von PML
    Grafik und Sound von Grid 2 sind top. Auch die Steuerung empfinde ich als durchaus gelungen. Zudem gibt es einen…
    Von Killing Spree
    Für einen Fun Racer mal zwischendurch echt mal ganz geil, auch wenn man sich an die Steuerung ganz schwer gewöhnen…

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    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von Tito
        Infomativer Test !
        Wie auch schon die Vorgänger wird dieser Teil ebenfalls in meine Sammlung kommen.Renngames haben quasi ja kein ende bzw nach dem Rennen ist vor dem Rennen.
      • Von PML
        Grafik und Sound von Grid 2 sind top. Auch die Steuerung empfinde ich als durchaus gelungen. Zudem gibt es einen umfangreichen Fuhrpark sowie eine große Auswahl an Strecken und unterschiedlichen Events. Sicherlich gibt es auch die eine oder andere Schwäche, über die ich aber hinwegsehen kann, weil Grid 2 insgesamt ein umfangreicher und spaßiger Racer ist.

      • Von Killing Spree
        Für einen Fun Racer mal zwischendurch echt mal ganz geil, auch wenn man sich an die Steuerung ganz schwer gewöhnen kann. Sonst tut das Game ganz gut die Zeit verkürzen auf GT6 und Driveclub
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1072604
Grid 2
GRID 2 kritisch getestet - Leser-Test von GenX3601966
Bereits im Jahr 2008 erschien das Rennspiel Race Driver: GRID von Codemasters. Nun erscheint endlich die mit Spannung erwartete Fortsetzung ohne den Zusatz der traditionellen Race Driver-Serie, schlicht GRID 2 genannt. Kann das Sequel in die Fußstapfen der erfolgreichen Mischung aus Arcade-Rennspiel und Simulation treten? Mein Test beantwortet alle Fragen.
http://www.gamesaktuell.de/Grid-2-Spiel-4699/Lesertests/GRID-2-kritisch-getestet-Leser-Test-von-GenX3601966-1072604/
05.06.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/05/Grid_2_Test_PS3__13_.jpg
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