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  • Grand Theft Auto

    Bis die Daumen knacken: In einer mehrtägigen Marathon-Testsession fühlten wir als erstes deutsches Magazin dem am sehnlichsten erwarteten PSP-Spiel gründlich auf den Zahn. Obwohl wir im Vorfeld schon viel von dem Titel gesehen hatten, war die Spannung groß: Ein astreines "GTA" mit riesiger, interaktiver Spielwelt und all seinen genialen Features -- das kann doch nicht auf ein Handheld passen!? Und wenn, dann bestimmt nur mit abgespeckter Grafik, horrenden Ladezeiten und erheblich gestutztem Umfang. Doch die Rockstar-Genies denken nicht im Traum daran, Kompromisse zu machen. Aber lest selbst ...

    Kommt alles anders ...

    Auf der PSP kehrt ihr in Gestalt des Mafiosi Toni Cipriani zurück ins Liberty City des Jahres 1998. Vier Jahre lang wart ihr von der Bildfläche verschwunden. Der letzte Gefallen, den ihr dem Paten Salvatore Leone getan habt -- die Ermordung einer angesehenen Persönlichkeit -- hat besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich gemacht.

    Aber jetzt seid ihr wieder in der Stadt und seht an der Seite von Salvatore rosigen Zeiten entgegen. Denkt ihr! Der Don hingegen hat eure treuen Dienste scheinbar schon vergessen und unterstellt euch seiner neuen rechten Hand, dem großkotzigen Vincenzo Cilli. Dieser Möchtegern-Mobster behandelt euch wie Dreck und schikaniert euch mit unwürdigen Handlangerjobs.

    Keine Frage, diese Situation ist untragbar für einen Ehrenmann eures Kalibers. Also macht ihr euch daran, das organisierte Verbrechen in Liberty City langsam aber sicher von unten her aufzurollen.

    Kenner der Erfolgsserie wissen, was sie erwartet: Der Plot des neuesten "GTA" ist einmal mehr voll gestopft mit witzigen Persiflagen des Mafia-Movie-Genres, bitterbösen Anspielungen auf den American Way of Life und Insider-Jokes für Kenner.

    Der ganz normale Wahnsinn ...

    ... in Amerikas Sündenpfuhl Nummer eins gestaltet sich im Großen und Ganzen genau so, wie ihr das aus den Vorgängern gewohnt seid: Ihr streunt durch die belebten Straßen, klaut Autos, Motorräder oder sonstige Gefährte und klappert damit die verschiedenen Auftraggeber ab, die euch auf der Übersichtskarte angezeigt werden. Diese tragen euch die unterschiedlichsten Story-Missionen auf: Simple Kurierfahrten von A nach B (die meist unterwegs mit üblen Überraschungen aufwarten), riskante Befreiungsaktionen oder wilde Gang-Fights -- euch bleibt nichts erspart! Dabei sind die Aufgaben genauso vielfältig wie jene der PS2-Teile.

    Ihr seid mit mehr als 70 verschiedenen Fahrzeugen unterwegs -- zu Lande, zu Wasser und in der Luft! Als Argumentationsverstärker dienen über 30 unterschiedliche Waffen. Ihr nutzt Standard-Wummen wie diverse Shotguns, Uzis oder Sniper-Gewehre und schreckt auch vor ausgefallenerem Mordwerkzeug wie Kettensäge oder Samurai-Schwert nicht zurück.

    Aber Vorsicht: Auch hier bleiben eure Gräueltaten nicht ungestraft. Die Sternanzeige gibt auch im neuesten "GTA"-Spross an, wie hoch euer Fahndungslevel schon ist. Bereits bei drei Sternen rücken euch die Cops äußerst penetrant auf den Pelz und versuchen, euer Flucht-Vehikel mit Nagelmatten und rüden Rammattacken zu stoppen. Später bekommt ihr es gar mit FBI und Militär zu tun! Wollt ihr nicht festgenommen oder umgenietet werden -- dann würdet ihr eure gesamte Bewaffnung und all euer Bargeld verlieren -- helfen nur noch die Flucht oder ein schneller Abstecher zur nächsten Pay'n'Spray-Filiale. Dort lackiert ihr euer Gefährt neu und schon sind die Sternchen alle wieder weg.

    Such dir ?nen Job!

    Seid ihr gerade mal nicht in einer der mehr als 70 Hauptmissionen unterwegs, lädt die riesige Stadt zu Erkundungstouren ein. "GTA"-typisch gibt es wieder haufenweise Nebenbeschäftigungen: Überall herumstehende Sprungschanzen bieten sich für halsbrecherische Stunts geradezu an, außerdem sind abermals hundert Päckchen im Spiel versteckt. Wer sein Geld zur Abwechslung auch gern mal (halb-)legal verdient, auf den warten mehr Sidequests als je zuvor (siehe Kasten "Odd Jobs"). Was Rockstar hier auf die kleine UMD-Disk gepackt hat, ist schon fast kriminell!

    Obwohl das PSP-"GTA" in derselben Stadt spielt wie "GTA III", hat man das PS2-Game keinesfalls nur einfach portiert. Neben der völlig anderen Story und den komplett neuen Missionen gibt es noch weitere bedeutende Unterschiede zwischen den Titeln. Etwa das Erscheinungsbild der Metropole: Zwar ist der Stadtplan der gleiche wie im PS2-Hit, da "GTA: Liberty City Stories" aber drei Jahre vor Teil drei spielt, sehen einige Gegenden trotzdem ganz anders aus. So wird an den Brücken zwischen den drei Stadtteilen noch kräftig gebaut. Dafür setzen im Norden von Portland, dort, wo später einmal die Docks liegen werden, jetzt noch Fähren nach Staunton Island über. Auch Geschäfte, Bars und öffentliche Einrichtungen sind nicht unbedingt an gewohnter Stelle zu finden.

    Weniger ist unterwegs mehr!

    Um Handheld-Zocker "on the road" nicht zu überfordern und um außerdem den Spielablauf flott zu halten, haben die Entwickler die Fähigkeiten eures Alter Egos im Vergleich zu den Vorgängern etwas zurückgeschraubt. Toni kann auf der PSP weder schwimmen noch über Zäune klettern, auch ist er nicht in der Lage, Immobilien zu erwerben. Begehbare Fitnessstudios, Tattoo-Stuben oder Klamottenläden werdet ihr auf der PSP ebenfalls vergeblich suchen. Dafür dürft ihr jetzt mit Motorrädern und Hubschraubern die Stadt unsicher machen. Auch das Taxi, das euch nach einer gescheiterten Mission wieder zu deren Startpunkt bringt, ist wieder mit dabei.

    Liberty City sieht auf der PSP tatsächlich besser aus als auf der PS2! Das mag zum Teil daran liegen, dass die Grafik auf dem kleinen TFT-Display weniger grobschlächtig wirkt und Pop-ups nicht so schnell ins Auge stechen. Dank einer eigens programmierten Grafik-Engine braust ihr jetzt aber auch flüssiger und mit mehr Weitsicht durch die Metropole. Dabei spiegeln sich sogar Lampen und Rücklichter im Lack eurer Wagen, wie in "GTA:San Andreas".

    Die -- übrigens wieder extrem cool vertonten -- Zwischensequenzen bestechen durch lippensynchron animierte Figuren. Diese wirken insgesamt feiner modelliert als ihre PS2-Kollegen. Dass im Spiel nur Englisch gesprochen wird, bügeln die hervorragend ins Deutsche übersetzten Untertitel wieder aus.

    Nicht fehlen dürfen natürlich die coolen Radiosender -- zehn davon bringen wieder kultige Moderatoren, fiese Werbespots und massig Mucke zu Gehör. Doch es kommt noch besser: Mittels eines kleinen Tools könnt ihr jetzt selbst Songs ins Spiel einbinden und so zum eigenen Soundtrack durch die Straßen heizen. Genial!

    Zielen will gelernt sein!

    Bei all den Lobeshymnen muss sich "GTA: Liberty City Stories" auch ein wenig Kritik gefallen lassen. Da wäre zum einen das leidige Problem mit der Kamera: Die PSP besitzt ja bekanntlich keinen zweiten Analog-Stick, also lenkt ihr die Kamera, indem ihr den Stick bewegt, während ihr die L-Taste gedrückt haltet. Ein kurzer Druck auf L zentriert die Kamera hinter euch. Das funktioniert zwar in der Regel ganz gut, bei hektischen Schießereien oder in Drive-by-Shootings allerdings erweist sich die Methode gerne mal als hinderlich.

    Außerdem nervt ab und zu das Zielsystem, bei dem ihr mit dem R-Button eure Gegner anvisiert und mit dem Steuerkreuz die Ziele wechselt. So weit, so gut. Doch leider nimmt Toni statt seiner Widersacher manchmal unschuldige Passanten aufs Korn. Stürmen gerade mehrere schwer bewaffnete Gang-Schergen auf euch zu, kann so ein Fauxpas sogar tödlich enden. Der größte Teil eurer Aufträge lässt sich aber auch mit der etwas abgespeckten PSP-Steuerung bestens zocken.

    Die Befürchtungen, dass die Ladezeiten zu lange und die Akkulaufzeiten zu kurz ausfallen könnten, stellen sich übrigens als unbegründet heraus. Das Spiel lädt schneller als seine PS2-Kollegen und bei anfangs vollem Akku taucht ihr bis zu vier Stunden am Stück in Liberty City unter. Der Crime-Action-Hit eignet sich also bestens für unterwegs!

    Grand Theft Auto: Liberty City Stories (PSP)

    Spielspaß
    9,5 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    vollwertiges "GTA"
    extrem coole Präsentation
    umfangreicher Multiplayer-Part
    Kamerajustierung oft schwierig
    Zielsystem unausgereift
    deutsche Version leicht zensiert
  • Grand Theft Auto: Liberty City Stories
    Grand Theft Auto: Liberty City Stories
    Developer
    Rockstar Games
    Release
    24.10.2005

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Grand Theft Auto: Liberty City Stories
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13.01.2005
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