Grand Theft Auto: Liberty City Stories
Manchmal hat man keine Wahl. Manchmal muss man einfach zuschlagen, egal ob man will oder nicht. Ende Oktober werden viele "GTA"-Fans diese Erfahrung machen. Sie werden zuschlagen, zugreifen, mitnehmen. Sie werden sich eine PlayStation Portable holen. Sich holen müssen. Der neueste der Teil der Gangster-Saga erscheint nämlich exklusiv für das Sony-Handheld.
Berühmt und gefährlich
Die PSP ist nicht nur ein wirklich schmuckes Handheld, sondern auch eine kleine Zeitmaschine. In "Grand Theft Auto Liberty City Stories" erlebt ihr, was drei Jahre vor den Ereignissen von "GTA 3" in der Stadt passierte. Ihr schlüpft dabei in die Rolle von Toni Cipriani, einem Handlanger des Mafia-Don Salvatore Leone. Treue Fans kennen Toni bereits aus dem dritten "Grand Theft Auto"-Teil. Neben ihm und seinem Boss werden noch mehr berühmte "GTA"-Charaktere wie etwa Salvatores Freundin Maria und Vinnie, der Held aus "GTA Advance" (Game Boy Advance), mit von der Partie sein.
Mehr wollte Rockstar bis jetzt noch nicht verraten. Aber wir sind uns sicher, dass Toni weitere Bekannte über den Weg laufen. In Liberty City wohnen schließlich sehr viele interessante Personen, zum Beispiel Tonis überfürsorgliche Mutter, der Multimillionär Donald Love oder Ray Machowski. Kleine Gedächtnisstütze: Ray ist der ängstliche Typ aus "GTA 3", der in den öffentlichen Toiletten des Belleville Park auf Staunton Island lebt. Natürlich werden auch neue, bist dato unbekannte Personen und Gruppen auftauchen. Darunter etwa die Sindacco-Familie, die im Konkurrenzkampf mit den Leones steht.
Alt und bewährt
Besonders gespannt dürfen Fans darauf sein, in welchem Zusammenhang die Charaktere zueinander stehen und welche Verbindungen es zu Figuren und Geschehnissen aus anderen Teilen der Serie gibt. Spielerische Berührungspunkte mit den "GTA"-Prequels gibt es auf jeden Fall. So hat Toni -- ähnlich wie Carl Johnson in "San Andreas" -- die Möglichkeit, seine Charakterwerte zu verbessern und sich neue Klamotten zu kaufen. Schwimmen kann der Mafioso allerdings nicht.
Bewährtes und vor allem Beliebtes wird man auch auf den Straßen sehen. So kurven erstmals Motorräder durch Liberty City. Neben bekannten Fahrzeugen wie dem Patriot-Jeep oder der Esperanto-Familienkutsche wird es aber auch zahlreiche neue Vehikel geben. Der Charakter der Missionen ist ebenfalls serientypisch: Raubüberfälle, Schutzgelderpressung, Drogendeals, Verfolgungsjagden -- Toni ist sich für keinen Job zu schade. Selbstverständlich variieren die Rahmenbedingungen stets. Einmal beispielsweise müsst ihr gemeinsam mit Maria einen kleinkriminellen Einkaufsbummel unternehmen: Sie räumt die Läden aus und ihr fahrt das Fluchtauto.
Das Stadtbild von "Liberty City Stories" unterscheidet sich von jenem in "GTA 3". Die Straßenverläufe sind zwar identisch, jedoch fehlen hie und da einige Gebäude. Diese sind nämlich noch gar nicht gebaut! Wo in drei Jahren die Firma Turtle Head Fishing stehen wird, ist jetzt noch eine Lagerhalle der Leones. Auch der Porter-Tunnel, der Portland, Staunton Island und Shoreside miteinander verbindet, ist noch nicht fertig gestellt. Bestimmte Stadtteile erreicht ihr stattdessen via Autofähre.
Neu und verbessert
Das Handling wurde auf die PSP abgestimmt: Gesteuert wird Toni mit dem Analog-Stick. Das D-Pad ersetzt die fehlenden Shoulder-Buttons beziehungsweise in Verbindung mit dem L1-Taster den rechten Analog-Stick des PS2-Pads -- also die frei schwenkbare Kamera. Ebenfalls überarbeitet wurde das Kampfsystem.
Mit dem R1-Button visiert man wie gewohnt einen Gegner an, zwischen den Zielen wechselt man jetzt allerdings mit dem Steuerkreuz hin und her. Das geht schneller und ist vor allem um einiges unkomplizierter als in den "GTA"-Heimkonsolenversionen. Molto bene!
Man wird ja wohl noch trotzdem auf Beiträge einen comment mchen dürfen, oder?;)
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