Gothic 3
Er hat die Gefangenschaft im Freiluftknast überlebt und den Schläfer-Dämon besiegt. Er erlegte Drachen wie andere Leute Fliegen. Und trotzdem bleibt dem namenlosen Helden der Gothic-Reihe der verdiente Ruhestand versagt: Die Orcs haben das Reich der Menschen erobert, die klassische Magie ist aus dem Reich verschwunden, Xardas praktiziert irgendwo seine diabolischen Rituale. Kurz: In der Welt von Gothic 3 liegt Einiges im Argen, und wir müssen uns darin zurechtfinden. Da können wir uns aber weitaus Schlimmeres vorstellen, denn in unserer Vorschau-Version machte Gothic 3 so viel Spaß, dass wir den Tag der Veröffentlichung stärker denn je herbeisehnen.
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Traditionell dürfen wir uns in der Gothic-Reihe einer von drei Fraktionen anschließen. Im dritten Teil sind das die Orcs, die Rebellen sowie die Assassinen. Rebellen und Grünhäute liegen im Clinch miteinander, die Rolle der Assassinen ist uns noch nicht ganz klar. Auf jeden Fall sind diese in der Wüste beheimateten Zeitgenossen profitgeile Händler, die besonders gerne mit Sklaven handeln.
Es ist übrigens nicht eindeutig definiert, wer gut oder böse ist. Auf den ersten Blick gelten die Sympathien den Rebellen, die gegen die Herrschaft der Orcs kämpfen. Allerdings wird mit der Zeit klar, dass die ehemaligen Paladine nichts aus der Eroberung gelernt haben und nach einem Sieg über die Invasoren die alten Machtverhältnisse wiederherstellen wollen -- ob das für das Reich die beste Wahl ist? Die Orcs mögen zwar Eindringlinge sein, doch schätzen sie Werte wie Kraft, Mut und Ehre, und wer ihren Regeln folgt, fährt damit ganz gut. Diese Ausgangssituation ist spannend, und der unterschiedliche Geschichtsverlauf schreit geradezu nach mehrfachem Durchspielen.