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God of War 3 (PS3)

Release:
19.03.2010
Genre:
Action
Publisher:
Sony Computer Entertainment

God of War III

22.03.2010 14:07 Uhr
|
90°
|
Wütend, Wütender - Kratos. Ich denke, das ist die passende Steigerung des Begriffes, denn in GOW3 fliegen buchstäblich die Fetzen. Kleiner Snack oder Riesenspektakel? Das ließt Ihr hier.

Story:

Die Story wird Nahtlos vom ersten und zweiten Teil weitererzählt. Kratos will Rache an seinen Vater Zeus nehmen und will diesen am liebsten an einen Galgen hängen sehen und macht sich auf um den Gott der Götter zu finden und zu Erledigen. Serienkenner wissen, dass Zeus seinen Sohn auch ans Leder Will. Somit schickt er seine Götteruntertanen und Titanen los um Kratos ein für alle Mal ins Grab zu befördern. Dabei entstehen mächtige Kämpfe, die teilweise an ein Shadow of the Colossus erinnern. Hier lässt das Spiel so richtig seine Muskeln spielen. Ein wenig Vorkenntnis wäre angebracht um manche Storyinhalte zu verstehen. Es werden zwar einige Rückblenden in Form einescomikartigenFilms eingestreut, aber ein Riesen "Aha"-Effekt lässt es bei Neulingen der Serie nicht unbedingt zurück.

Grafik:

Als ich die Konsole anwarf, waren meine Erwartungen recht hoch. Nach den ersten Spielminuten wurden sie allerdings weit übertroffen und die Auflösung reicht bis zu 1080i brachialer Bilderfluten. Der Anfangslevel auf der Titanin Gaia so bombastisch inszeniert, das man denken könnte, die Entwickler haben ihr ganzes Pulver bereits verschossen. Aber weit gefehlt.Es kommen noch etliche stellen mehr, die das ersten Level bei weitem übersteigen. In so fern, blieb mir die Kinn lade kilometerweit offen - bis zum Ende. Die Texturen sehen sauber aus, das Monsterdesign ist hervorragend und vielfältig. Es werden fast bis zum Schluss immer wieder neue Gegnertypen auf den Bildschirm erscheinen. Apropos erscheinen: Anders als bei dem beiden ebenfalls hervorragenden Vorgängern, tummeln sich deutlich mehr Gegner auf einmal auf dem Bildschirm. Dabei habe ich kein Ruckeln oder sonstiges bemerkt - Klasse. Die Lichteffekte sind sehr gut gelungen, vor allem wenn Kratos seine Klingen schwingt, oder Spezialangriffe anwendet. Die Kamera lässt sich wieder nicht manuell einstellen. Sie ist also wieder fest eingestellt. Meistens macht das aber nichts, denn es sieht hervorragend aus, sie Zeigt uns den Weg und streut ein filmisches Erlebnis mit ein. Allerdings ist die Kamera an einigen wenigen Stellen so schlecht platziert, dass man unweigerlich in den Tot stürzt. Dank der gut gewählten Rücksetzpunkte ist dies aber noch zu verschmerzen.

Wie schon erwähnt, dienen Titanen manchmal sogar als Level. Wir laufen also auf Ihnen herum, schnetzeln Gegner und bringen den Titanen zur Strecke auf denen wir uns befinden. Das Wort Schnetzeln kann man allerdings wörtlich nehmen. Das Spiel ist nichts für Zarte Gemüter, geschweige denn für Kinder geeignet. Ich habe selten so eine Brutalität in einen Videospiel erlebt. Mega brutale Szenen Überschwämmen den Bildschirm quasi mit Hektoliter weise Blut. Kratos saut sich mit dem roten Lebenssaft regelmäßig ein. Man kann die Wut regelrecht spüren.

Sound:

Was kann man über den Sound sagen? Anlage aufdrehen und genießen. Wiedereinmal gibt es einen überwältigenden Soundtrack der die Ohren frei bläst. Ein absolut geniales Hörerlebnis. Und was ist mit dem Soundefekten? Ebenfalls super gemacht. Gebrüll von Monstern, schreie von Opfern, Dialoge, das schmettern der Klingen und des Zermatschen der Gegenerhorden klingen allesamt hervorragend. Die Dialoge sind wie gewohnt sauber Gesprochen und klingen nicht übertrieben, oder gekünstelt, sondern absolut glaubwürdig. Gut ist weiterhin, dass die Originalsprecher der ersten Teile wieder verpflichtet wurden konnten. Was wäre Kratos mit einer "falschen" Stimme? Richtig, nicht der Gleiche.
Der Sound gehört zu dem besten der Besten. Besser geht es fast nicht. Nur einmal ist mir aufgefallen, dass das Bild weiter lief und der Sound kurz hinterher hing. Das geschah aber nur einmal und war von kurzer Dauer - 1 bis 2 Sekunden.

Gameplay:

Kratos steuert sich sehr gut und geschmeidig durch die Level. Die Angriffe sind auch relativ leicht zu erlernen und gehen gut von der Hand. Leider fühlt sich die Steuerung im fortgeschrittenen Spielverlauf etwas überladen an. Da ist man schon am überlegen wie, wo, was war. Da kann es leicht vorkommen, dass man statt Helios Kopf, den Feuerbogen zückt, oder andere ungewollte Waffen auswählt oder Aktionen tätigt, die von ungewollter Natur abstammen.
Die Rücksetzpunkte sind wie erwähnt gut gewählt und geben kaum Anlass zum Meckern.
Die Rätzelabschnitte reichen von Babyeinfach, bis "was zum Teufel wollen die jetzt von mir?". Gehirnschmalz sollte man schon etwas mit einplanen. Aber schon durch bloßes herumprobieren lassen sich viele Rätzeleinlagen lösen. Dabei solltet Ihr an einigen solcher Stellen Gas geben, denn manchmal sitzt euch die Zeit im Nacken.

Für Abwechslung wird ausreichend gesorgt. Sei es beim Leveldesignt, der anfallenden Aufgaben, beim Erlegen der Monster und deren Vielfältigkeit. Langweilig wird es bei der rund 8 bis 9 Stündigen Actionachterbahnfahrt also nie. Geübte Spieler können das Spiel auch schneller bewältigen. Darüber hinaus gibt es weitere Schwierigkeitsgrade, die wirklich nur für absolute Profis geeignet sind. Anfänger beißen sich hierbei die Zähne aus. Wenn das immer noch nicht genug ist, gibt es ja noch den Herrausforderungsmodus - der allerdings noch frei gespielt werden will. Hier werden Euch verschiedene Aufgaben gestellt, die Ihr innerhalb eines bestimmten Zeitfensters zu bewältigen habt.

An vielen Stellen werden Quicktime Events eingestreut. Des einen Leid, des anderen Freud. Aber auch die Jenigen die Quicktime Events einfach nicht mehr sehen können müssen sich eingestehen, das die Aktionen einfach nur Brillant aussehen und dabei Mega Brutal sind. Vor allem Zuschauer werden bei diesen Stellen ihre Freude haben, denn sie müssen ja nicht auf die eingeblendeten Tasten achten und können sich auf das noch so kleinste (blutige) Detail ergötzen. Splatterfreunde kommen aus den Jubeln nicht mehr raus. Zarte Gemüter - und Kinder sowieso sollten sich also Verziehen.
Alles im allem eine runde Sache.

Pro & Contra:
+ Sensatzionelle Grafik
+ geniale Gegner
+ viel Abwechselung
- Kamera nicht immer Optimal
- enttäuschendes Ende
- überladene Steuerung


Fazit:
Einzig die manchmal schlecht platzierte Kamera, die so manchen Tot bedeuten und das Ende der Geschichte lassen etwas Spiel zum Meckern. Aber so seltsam es klingt passt der Schluss dennoch. Wenn Ihr euch fragt warum, dann Besorgt euch das Spiel und findet es heraus.

Spielspaß Singleplayer

Wertung von:
~Flash~

95%
GamesAktuell.de
Spielspaß-Wertung
9/10
Spielspaß Multiplayer
0%
Grafik
0/10
Steuerung
0/10
Sound
0/10
Atmosphäre
0/10
   
- -
God of War 3 enttäuscht nicht. Es wird einiges an Abwechslung geboten und Grafikprachtjunkies werden geblendet von der Schönheit dieses Titels.Brachiale Kampfszenen und die Unmengen an Blut machen Splatterfreunde Freude, ist aber nicht für die Jüngeren Zocker geeignet.
   
Mitglied

22.03.2010 14:07 Uhr
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Dein Kommentar
Mitglied
Bewertung: 0
21.06.2010 01:28 Uhr
Wirklich sehr schön geschrieben haste das. Ich las Fan der Serie hole es mir sowieso. und solche Texte lassen einen das Wasser im Mund zusammen laufen und die Finger zucken. Also packt die Schnetzelmesser ein und schnetzelt alles kurz und klein. Muhahaha

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