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  • Gears of War im PC-Test: Uncut-Remaster endlich nicht mehr indiziert (+Grafikvergleich)
    Quelle: PC Games

    Gears of War im PC-Test: Uncut-Remaster endlich nicht mehr indiziert (+Grafikvergleich)

    Nach zehn langen Jahren runter vom Index: das Call of Duty der Third-Person-Shooter. Alle Mann in Deckung, hier kommt der PC Games-Test zu Gears of War! Inklusive langem Gameplay-Video, Technik-Vergleichen und Performance-Tipps.

    Gears of War muss sich für einiges verantworten, sein Release schlägt hohe Wellen, sein Erfolg ruft Nachahmer auf den Plan. Zehn Jahre später erscheint mit Gears of War: Ultimate Edition ein Remaster für PC und Xbox One. Unser Test der deutschen Version anlässlich der De-Indizierung erklärt, warum das Original so großen Einfluss auf die Branche hatte - und wie gelungen die Neuveröffentlichung des Klassikers ist.

    Gears of War im Test: Ein Klassiker kehrt zurück

    Gears of War: Uncut?

    Die deutsche Version von Gears of War: Ultimate Edition ist inhaltsgleich mit der internationalen Fassung von vor sechs Monaten. Es gibt keine Kürzungen, der Gewaltgrad ist unverändert hoch. Unter anderem können Gegner (keine Menschen) mit der Kettensäge im Nahkampf zerteilt werden, dabei spritzt Blut und Gliedmaßen fliegen. Der Gewaltgrad lässt sich im Menü auf Wunsch reduzieren.
    In der zweiten Hälfte der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts kommt plötzlich kaum ein Actionspiel mehr ohne hüfthohe Deckungsmöglichkeiten für seinen Protagonisten aus. Unglaubwürdig in der Landschaft verteilte Mini-Mauern, Kisten und Sandsackbarrieren verschandeln Dutzende Spiele. Lineare Schlauch-Levels nehmen überhand. Der Spieler wird auf einem engen Pfad durch eine Schießbude nach der anderen geführt, während zu beiden Seiten Benzinkanister explodieren. Koop-Modi und/oder dümmliche KI-Partner sind ein ständiger Begleiter. Und natürlich: Die Unreal Engine 3 etabliert sich als Technik der Wahl und läutet eine Periode niedriger Systemanforderungen, breitschultriger Muskelberge und glänzender Oberflächen ein.

    08:15
    Gears of War - Ultimate Edition: Test-Video der Neuveröffentlichung

    Gears of War erobert die Spielwelt 2006 im Sturm, verzückt Xbox-360-Besitzer mit einer bis dato ungekannten Grafikpracht und protzt mit gewaltiger und gewalthaltiger Inszenierung. Der ganze Globus scheint im Gears-Fieber. Nur an Deutschland geht der Trubel vorbei: Nachdem die USK dem Spiel bei Release eine Altersfreigabe verweigerte, indizierte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) Gears of War im November 2006. Damit einher ging ein Werbeverbot; über die zwischenzeitlich veröffentlichte PC-Version breiteten Magazine wie PC Games zwangsweise den Mantel des Schweigens.

    Gears of War: Ultimate Edition im PC-Test Der Spielverlauf glänzt mit Abwechslung wie einer kurzen Fahrsequenz oder ruhigen Abschnitten. Quelle: PC Games Doch zum zehnten Geburtstag des Seriendebüts und angesichts des bevorstehenden Gears of War 4-Release hat die BPjM auf Antrag von Microsoft die Indizierung aufgehoben. Die von Epic-Erbe The Coalition anderswo bereits im Frühjahr 2016 veröffentlichte Ultimate Edition des Klassikers kann damit endlich auch in Deutschland frei verkauft werden. Allerdings gibt es weiterhin ein paar Einschränkungen: Das grafisch aufbereitete Gears of War-Remaster ist nur im Microsoft-Store erhältlich; zum Spielen benötigt ihr Windows 10. Ob von Gears of War später eine Steam-Version wie bei Quantum Break folgen wird, steht in den Sternen.

    01:32
    Gears of War - Ultimate Edition: System-Grafikvergleich - PC vs. Xbox One

    PC-Test mit frischer Technik

    Mit akribisch aufgehübschten und um neue Details bereicherten Levels und obligatorischer Direct-X-12-Unterstützung sieht Gears of War selbst für heutige Verhältnisse noch gut aus. Die farblosen Umgebungen wirken zwar ausnehmend blass und die Explosionen sind längst nicht mehr so beeindruckend wie 2006 - aber dennoch ist die Action fetzig, sind die Charaktere detailliert. Mit Ultra-Texturen gibt es zwar ab und zu noch ein paar schwammige Oberflächen, die optionale 4K-Option (empfohlen erst ab 6 GB Video-RAM) sorgt allerdings für ein sehr scharfes Bild. Auf unserem Testrechner mit einer Geforce GTX 980 gab es dafür beizeiten Performance-Einbrüche, die aber nie den Spielspaß negativ beeinflussten.

    Gears of War: Ultimate Edition im PC-Test Ganz selten vergisst das Spiel, die höher aufgelösten Texturen zu laden (Streaming). Neuladen behebt das Problem. Quelle: PC Games Ärgerlicher waren da schon seltene Fehler beim Texturen-Streaming (siehe Bild links) und der Verzicht auf eine Antialiasing-Option jenseits des rudimentären FXAA. Dafür punktet das Spiel mit kurzen Ladezeiten, selbst ohne SSD. Im Gegenzug belegt das Gears of War auch sehr viel Festplattenspeicher, am PC müsst ihr vor der Installation satte 58 Gigabyte Platz frei schaufeln. Das ist eine Menge für eine Neuveröffentlichung und dürfte der leidenschaftlich geführten Diskussion um Download-Größen und Retail-Veröffentlichungen neue Nahrung geben.

    01:50
    Gears of War - Ultimate Edition: PC-Grafikvergleich: Minimum vs. Maximum

    Gut: Das Menü bietet zahlreiche Optionen, um Grafikleistung und die präzise Maus-Tastatur-Steuerung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Schlecht: Die Sprache lässt sich nur ändern, indem ihr die Systemsprache von Windows 10 umstellt. Wer sein Betriebssystem nicht in Englisch bedienen will, muss mit der mauen deutschen Übersetzung vorlieb nehmen. Freilich ist die simple, vor Klischees triefende Geschichte um den Krieg der Menschen gegen die unterirdischen Locust auch im englischen Original kein Qualitätsmerkmal. Held Marcus Fenix und seine muskelbepackten Mitkämpfer sind aber immerhin für so manch witzigen Spruch gut. Schlecht übersetzte Zurufe der deutschen KI-Kameraden wie "Kopf zu!" oder "Ich kann nicht zielen!" wirken allenfalls unfreiwillig komisch. Gears of War: Ultimate Edition im PC-Test Die gewissenlosen Locust-Bestien streckt ihr in Gears of War: Ultimate Edition zu Hunderten nieder. Quelle: PC Games

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    Rund zehn Stunden nimmt die Kampagne in Anspruch. Der abwechslungsreiche Mix aus Action, Zwischensequenzen und Ruhephasen setzte Maßstäbe in Sachen Abwechslung und Inszenierung. Doch weder damals noch heute punktet der Feldzug gegen die Locust mit eigenständigen Ideen. Zudem gibt es bereits auf dem zweiten von vier Schwierigkeitsgraden einige unfaire Stellen, die nur mit viel Geduld zu lösen sind. Die Faszination rührt vorrangig von der nahezu perfekten Shooter-Mechanik her, zu der auch das clevere Nachladesystem seinen Teil beiträgt. Denn nur wer im richtigen Moment die R-Taste drückt und Schrotflinte, Scharfschützengewehr oder (berüchtigte) Kettensägen-Lancer perfekt nachlädt, spart Zeit und wird mit Boni wie höherer Schussrate oder größerem Schaden belohnt.

    Die Story von Gears of War ist Beiwerk: Marcus Fenix (rechts) und sein Team halten die Locust auf. Die Story von Gears of War ist Beiwerk: Marcus Fenix (rechts) und sein Team halten die Locust auf. Quelle: PC Games

    Zusätzlichen Nervenkitzel verbreitet der Feldzug im Koop-Modus zu zweit. Dort fällt dann auch die reichlich beschränkte KI der Computerpartner nicht mehr so störend auf. Im Solo-Modus bleibt Fenix' Kumpan Dominic nämlich gerne mal stehen, dreht sich sekundenlang im Kreis oder will mitten in einem Pulk von Widersachern wiederbelebt werden. Derartige Mängel kaschiert das Spiel teils mit sich teleportierenden Kameraden, auf die Nerven gehen sie uns trotzdem. Ärgerlich für Koop-Spieler: Der Splitscreen aus der Konsolenfassung fehlt und die Spielersuche kann sechs Monate nach dem Release außerhalb Deutschlands sehr lange dauern. Auch im Versus-Modus für bis zu vier Teilnehmer sind die Server mittlerweile wie ausgestorben. Freunde könnt ihr nur mittels des Xbox-Live-Netzwerks einladen, nicht etwa über Steam. Immerhin: Am PC bietet Gears of War: Ultimate Edition auch einen LAN-Modus.

    Gears of War: Ultimate Edition gibt's am PC im Windows-10-exklusiven Microsoft Store und für Xbox One auf dem Xbox-Live-Marktplatz für knapp 30 Euro.


    Gears of War: Ultimate Edition (PC)

    Spielspaß
    7,8 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Gears of War: Ultimate Edition (XBO)

    Spielspaß
    7,9 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Großer Grafiksprung im Vergleich zum zehn Jahre alten Original
    Starke Inszenierung
    Abwechslungsreicher Spielverlauf
    Knackiges Treffer-Feedback
    Ausgereifte Deckungsmechanik
    Superber Sound
    Präzise, frei belegbare Maus-Tastatur-Steuerung (PC)
    Motivierende Nachlade-Mechanik
    Bereits auf "Normal" sehr anspruchsvoll
    Kampagne lässt sich zu zweit im Koop-Modus spielen
    Sehr kurze Ladezeiten am PC
    4K-Texturen (PC)
    LAN-Modus (PC)
    Einige unfaire Stellen
    Verwaiste Multiplayer-Server
    Partner-KI mit Mängeln
    Dürftige Geschichte
    Gelegentliche Streaming-Probleme mit fehlenden Texturen
    Zuweilen schwankende Performance
    Farblose, dröge Levels
    Verunglückte deutsche Synchronisation
    Kein Splitscreen-Modus (PC)
    Sprache lässt sich nur über Windows-Systemeinstellung ändern (PC)

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Gears of War: Ultimate Edition
Gears of War im PC-Test: Uncut-Remaster endlich nicht mehr indiziert (+Grafikvergleich)
Nach zehn langen Jahren runter vom Index: das Call of Duty der Third-Person-Shooter. Alle Mann in Deckung, hier kommt der PC Games-Test zu Gears of War! Inklusive langem Gameplay-Video, Technik-Vergleichen und Performance-Tipps.
http://www.gamesaktuell.de/Gears-of-War-Ultimate-Edition-Spiel-55573/Tests/PC-Review-Wertung-Grafikvergleich-deindiziert-uncut-GoW-im-Microsoft-Store-kaufen-1206810/
26.09.2016
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2016/09/Gears-of-War-Ultimate-Edition-PC-Test-deutsch-05-pc-games_b2teaser_169.jpg
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