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  • Gears of War 4 im Test für PC & Xbox One: Jetzt mit Video-Review und Grafikvergleich!
    Quelle: PC Games

    Gears of War 4 im Test mit Video-Review: Highlight oder Rückschritt - wo reiht sich der vierte Teil ein?

    Gears of War spielte immer in einer Liga mit Microsoft-Topmarken wie Forza oder Halo. Kann das neue Studio The Coalition diesen Status mit Gears of War 4 untermauern? Wir testen die Singleplayer-Kampagne und zeigen euch Stärken und Schwächen im ausführlichen Video-Review. Ein Multiplayer-Test samt Wertungs-Update folgt!

    Gears of War 4 im Test: Herzhaft gewürzte Filetstücke nach Kettensägen-Art. Gulasch aus der Schnellkoch-Schrotflinte. Als gelernter Gears-Koch versteht man es, ein schmackhaftes Menü zuzubereiten und sich genüsslich satt zu essen. Inzwischen stammen die Zutaten jedoch nicht mehr vom epischen Bauernhof um die Ecke, sondern von den Kanadiern The Coalition. Ob man den Unterschied schmeckt? Wir haben das frische Gears- Rezept ausprobiert und das Mahl verschlungen. Lest in unserer Kritik, wie es gemundet hat.

    Auf eigene Faust

    Die Unterlauf-Kettensäge ist eines der Aushängeschilder der Reihe. In Gears of War: Judgment hat sie uns gefehlt, diesmal dürfen wir wieder sägen. (PC) Die Unterlauf-Kettensäge ist eines der Aushängeschilder der Reihe. In Gears of War: Judgment hat sie uns gefehlt, diesmal dürfen wir wieder sägen. (PC) Quelle: PC Games Hauptdarsteller JD Fenix und seine Kameraden Kait und Del haben sich von der Koalition ordentlicher Regierungen (KOR) abgewandt, verfolgen nun eigene Ziele. Während die KOR gerade den 25. Jahrestag des Sieges gegen die Locust feiert, sind JD und seine Kameraden kurz davor, in eine Fabrikanlage einzubrechen, um einen Fabrikator zu stehlen - eine Maschine, mit der sich Waffen und Verteidigungsanlagen errichten lassen. Gerade als sie das Gelände betreten wollen, zieht ein heftiger Sturm auf. Automatisch schließt sich der riesige, ringförmige Schutzwall um die gesamte Anlage.

    Das Wettersystem ist eine der wesentlichen Besonderheiten von Gears of War 4. Immer wenn sich der Horizont verdunkelt, vom rot gefärbten Himmel im Sekundentakt Blitze gen Boden schießen und der stürmische Wind tonnenschwere Objekte wie Papierkügelchen durch die Gegend bläst, präsentiert sich die Unreal Engine 4 von ihrer allerbesten Seite. Optisch absolut beeindruckend - und spielerisch? Die Blitze lösen sich nach dem Einschlag nicht auf, sondern wandern einige Meter umher.

    09:41
    Gears of War 4-Testvideo vor Release mit PC- und Xbox-One-Gameplay

    Ein wenig erinnert dieses Phänomen an die vernichtende Waffe "Hammer der Morgenröte" aus früheren Gears-Teilen. Erwischt uns ein Blitz, verwandeln wir uns selbst in einen Haufen Gulasch. Um das zu verhindern, müssen wir uns blitzschnell von Deckung zu Deckung bewegen, um die Lücken zwischen den Blitzen zu erwischen und zum Zielpunkt zu gelangen. Drei, vier Male im Spiel fordern Stürme auf diese Weise unser Geschick heraus. Auch in vorgegebenen Gefechten spielt das Wetter eine Rolle.

    Zum Beispiel können wir die Abgesandten der mysteriösen Schwarm-Rasse von riesigen Rohren erschlagen lassen, indem wir deren Halteseile abschießen. Auf ähnliche Art lassen sich auch Durchgänge öffnen. Im letzten Spieldrittel müssen wir ein MG-Nest per Katapultgeschoss zerstören und haben dabei den extremen Seitenwind in die Flugbahn mit einzubeziehen. Während sich unsere Augen an den brillanten Wettereffekten kaum sattsehen können, hätten wir uns gewünscht, dass die Stürme noch viel häufiger ins Gameplay einbezogen werden.

    Irreführendes Tutorial

    Gears of War-Erfinder Cliff Bleszinski ist als Perfektionist bekannt. Seit dem Entwicklerwechsel zum kanadischen Studio The Coalition hat er mit der Gears-Reihe jedoch nichts mehr zu tun. Wir wagen mal zu behaupten, dass "Cliffy B" folgender Fauxpas nicht passiert wäre: Während des Einbruchs in die Fabrikanlage, der als eine Art Tutorial dient, zeigt das Spiel, wie wir uns an einen Mehrspieler-Modus: Es gibt einiges zu sägen
    Der Multiplayer-Part im neuen Gears-Teil ist umfangreicher denn je. Wir geben euch einen Überblick über Modi und Spielvarianten.
     
    Mehrspieler-Freunde wählen zwischen Versus-Gefechten und dem kooperativen Horde- Modus. In Versus stehen euch sechs Kernmodi und zwei Wettbewerbsvarianten bereit. Die Kernmodi bieten Standards wie Team Deathmatch, Dodgeball (erledigt das gegnerische Team, jeder Kill belebt einen toten Kameraden wieder), König des Hügels (erobert und haltet Zielringe, um Punkte zu sammeln) und Kriegsgebiet (jeder Spieler hat nur ein Leben) sowie kreativere Modi wie Wettabrüsten (alle drei Kills ändert sich die Waffe eures Teams) und Beschützer (richtet den gegnerischen Anführer hin, um Respawns zu verhindern). Die beiden Wettbewerbsmodi Aufstieg (Zielringe erobern; wer alle drei Ringe hält, gewinnt sofort) und Hinrichtung (Gegner per Hinrichtung eliminieren, jeder hat nur ein Leben) lassen im Vergleich zu den Kernmodi ein verändertes Waffentuning zu.

    Das Matchmaking richtet sich nach eurem Spiellisten- Rang. Dieser wird nach fünf absolvierten Platzierungsspielen festgelegt. Überprüfen konnten wir dies zum Testzeitpunkt leider noch nicht, da Microsofts Server noch nicht bereitstanden. Ebenso wie beim Wellenangriffs-Modus Horde lassen sich auch beim Versus-Modus verschiedene Klassenfähigkeiten freischalten und vor dem Match aktivieren. Zum Beispiel lässt sich der Schadensboost für das aktive Nachladen erhöhen oder die Munitionskapazität verschiedener Waffengattungen erhöhen.
     
    Gegner heranschleichen, ihn über eine Mauer ziehen und ihn mit stichhaltigen Argumenten vom Ende seines Daseins überzeugen können. Im weiteren Spielverlauf kam uns jedoch keine einzige Szene unter, in der wir uns an einen Widersacher hätten heranschleichen können. Stattdessen stürmt das feindliche Schwarm-Gesocks aus Erdlöchern oder durch plötzlich aufspringende Tore auf uns zu. Nix mit Stealth-Gameplay. Der beschriebene Kill aus der Deckung funktioniert im Spiel auf eine andere Weise: Kniet einer der ekligen Widersacher hinter einem Mäuerchen, sprintet ihr an die gegenüberliegende Seite, greift per Knopfdruck hinüber und zieht den Gegner zu euch rüber, um ihn auszuschalten. Eigentlich gibt es aber nur einen Grund, diesen Move auszuführen: Er schaut cool aus. Ansonsten ist es ratsamer, Widersacher aus sicherem Abstand niederzumähen. Denn uns ist es häufiger passiert, dass ein Feind genau in dem Moment seine Deckung verließ, als wir in seine Richtung gesprintet sind und er uns mit Kettensäge oder Schrotflinte zu Tode erschreckt hat.

    Ganz viel Altbekanntes

    Wesentliche Neuerungen gegenüber den erfolgreichen ersten drei Gears-Teilen (Gears of War: Judgment vom Entwicklerstudio People Can Fly kam bei Spielern wie Kritkern nicht so gut an) muss man mit der Lupe suchen. Klar, es gibt ein paar frische Waffen, etwa das schwere Sägeblatt-Gewehr Buzzkill oder die vierläufige Schrotflinte Overkill. Doch ansonsten orientiert sich Gears of War 4 arg an der bewährten Erfolgsformel. Dass sich das Shooter-Genre in den fünf Jahren seit Gears of War 3 weiterentwickelt hat und viele Spiele etwa ein Erfahrungspunkte- oder Währungssystem bieten, wodurch sich Waffen und Ausrüstung aufmotzen lassen, blieb den Kanadiern offenbar verborgen.

    Warum belohnt man den Spieler zum Beispiel nicht für Finishing Moves, also für das explizit dargestellte Ausschalten von am Boden liegenden Gegnern oder für die beschriebenen Kills aus der Deckung? Dies wäre ein zusätzlicher Motivationsfaktor gewesen. Uns hätte es beispielsweise gefallen, der Lancer-Kettensäge mehr Drehmoment zu verpassen, um auch größeren Schwarm-Geschöpfen eine einschneidende Erfahrung zu ermöglichen. Mit der erwähnten Fabrikator-Box liefern die Gears-Macher das geeignete Tool für ein Upgrade-Feature sogar schon mit. Allerdings könnt ihr hier Standardwaffen bauen, was vollkommen überflüssig ist, denn auf den Schlachtfeldern liegen mehr als genug Tötungswerkzeuge herum. Einzig die drei anstehenden Tower-Defense-Aufgaben legitimieren den Einsatz des Fabrikators. In der dritten Wellenangriffs-Passage kommen ganz schwere Kaliber auf uns zu. Gut, dass wir hier ein Geschütz platziert haben. (PC) In der dritten Wellenangriffs-Passage kommen ganz schwere Kaliber auf uns zu. Gut, dass wir hier ein Geschütz platziert haben. (PC) Quelle: PC Games

    Du kommst hier nicht rein!

    Dreimal im Spiel müsst ihr ein bestimmtes Areal über mehrere Angriffswellen hinweg verteidigen - vergleichbar mit dem Horde-Modus. Zu Beginn und nach jeder Runde habt ihr eine bestimmte Geldsumme zur Verfügung, mit der ihr Absperrungen, automatische Geschütze oder Verlangsamungs-Stationen bauen und an geeigneten Stellen platzieren könnt. Praktisch: Nicht nur zwischen den Runden dürft ihr die Anlagen neu platzieren, sondern auch während einer Welle. Reparieren lassen sich die Einrichtungen aber nicht.

    Speziell die dritte Tower-Defense-Aufgabe hat uns mächtig viel Spaß bereitet, versuchen uns hier doch besonders große Schwarm-Kaliber die Laune zu vermiesen. Die Gegnerriege bewegt sich bestenfalls auf dem Niveau der Vorgänger, bietet neben viel Fußvolk, das teilweise clever aus der Deckung heraus agiert und teilweise selbstmörderisch stürmt, auch einige große bis übergroße Bosse. Zu Begeisterungsstürmen reißt das Gegner-Arsenal uns Gears of War-Veteranen allerdings nicht hin. Ausnahme: Das mehrzüngige Monster aus dem Ankündigungstrailer. Es ist in der Lage, uns mit Haut und Haaren zu verschlucken und in seinem Bauch herumzutragen, bis uns ein Kamerad freischießt - klasse Idee! Dennoch war die Locust-Mannschaft insgesamt bedrohlicher, Boomer und Co. auszuschalten empfanden wir seinerzeit als befriedigender.

    33:35
    Gears of War 4: Test-Version im Angespielt-Video - Einzelspieler und Splitscreen

    Gears of War 4: Großartige PC-Version

    Windows 10-Besitzer können Gears of War 4 auch am PC spielen - das Actionspiel ist Teil von Microsofts Play-Anywhere-Programm. Im Gegensatz zum Gears of War-Remaster überzeugt diesmal die Technik. Gears of War 4 besitzt eine prima PC-Performance und etliche Einstellungsoptionen, um die Grafikpracht der Unreal Engine 4 auf euren Rechner abzustimmen. Im Test war es uns ein Leichtes, flüssige 60 Bilder pro Sekunde in der Kampagne zu erzielen - bei einem deutlichen grafischen Vorsprung im Vergleich zur Xbox-One-Version. Besonders Partikeleffekte und die toll anzusehenden Stürme profitieren von der PC-Power, Gears of War 4 protzt am Rechner aber auch mit höchst detaillierten Texturen. Zusammengefasst ist The Coalition eines der derzeit wohl schönsten PC-Spiele gelungen. Allerdings gibt's immer noch vereinzelte Probleme mit der UWP-Architektur, mehr dazu im Artikel bei PC Games Hardware.

    Grafikvergleich Xbox One vs. PC

    before
    after

    Top: Die Steuerung lässt sich anpassen, alle Tasten dürft ihr frei belegen. Gears of War 4 spielt sich mit Maus und Tastatur sehr angenehm. Wer die Xbox-One-Version besitzt, kann auf dem gleichen, über WIndows 10 eingewählten Xbox-Account seine Speicherstände zwischen beiden Plattformen hin und her schieben - sehr komfortabel. Die ohnehin kurzen Ladezeiten fallen am PC noch knackiger aus, auch das ist prima. Einen bekannten Komfortmangel der Windows-10-Spiele erbt jedoch auch Gears of War 4: Auf deutschen Rechnern wird es automatisch mit deutscher Sprache installiert; wer etwa auf Englisch umstellen will, muss dafür die Systemsprache von Windows 10 ändern. Das ist unnötig umständlich! Immerhin ist die deutsche Synchronisation dieses Mal weitaus besser als in Gears of War: Ultimate Edition.

    Wichtig: Gears of War 4 gibt es am PC nur über den Microsoft-Store zu kaufen. Der Download_Preis schlägt mit knapp 70 Euro zu Buche.

    Der Kürze fehlt's an Würze

    Abgefahrene Ideen wie das Herumstampfen in einem riesigen Roboter sind in Gears of War 4 viel zu dünn gesät. (PC) Abgefahrene Ideen wie das Herumstampfen in einem riesigen Roboter sind in Gears of War 4 viel zu dünn gesät. (PC) Quelle: PC Games Vielleicht habt ihr bisher den Eindruck gewonnen, Gears of War 4 sei eine große Enttäuschung. Dem ist nicht so, die Gears 4-Kampagne bietet gute Shooter-Unterhaltung für sechs bis acht Stunden, ist aber eben keines dieser Over-the-top- Spiele, wie es die ersten drei Teile waren. Dazu hätten die Entwickler mehr Mut beweisen und eine neue, eigene Erfolgsformel entwerfen müssen. "Was, eine so kurze Spielzeit?" Wenn euch gerade diese Frage durch den Kopf ging, reichen wir euch die Hand. Das zugegebenermaßen spektakuläre Ende kam auch für unseren Geschmack viel zu früh. Bis dahin haben wir zwar eine durchaus interessante Geschichte erlebt, die sich im Gegensatz zu früher in einem viel kleineren Rahmen abspielt, da unser Trupp dem Geheimnis um den Schwarm alleine auf die Schliche kommt, also ohne globales KOR-Einsatzkommando, doch die Highlight-Dichte ist diesmal nicht auf dem Niveau der Vorgänger.

    Xbox Play Anywhere: Gears 4 ist mit dabei! 
    Gears of War 4 zählt zu den ersten Spielen des Xbox-Play-Anywhere-Programms. Kauft ihr die digitale Version, könnt ihr sie sowohl auf Windows-10-PCs als auch Xbox One spielen. Neben Xbox-Live-Funktionen wie Achievements und einem Cloud-Speicher unterstützt Gears of War 4 auch Crossplay. Windows-10- und Xbox-One-Spieler können in allen Koop-Varianten von Gears of War 4 zusammen spielen, etwa im Horde-Modus und in der Kampagne. Für privat betriebene Versus-Gefechte gilt das ebenso. Mehr zum Thema Xbox Play Anywhere lest ihr in unserem großen Special.

    Einmal fahren wir mit dem Motorrad Slalom und weichen den von einem Flugzeug abgeworfenen Geschossen aus - eine der spektakulärsten Passagen des Spiels. Ein anderes Mal müssen wir Reaktorkerne zerstören, um mit der entweichenden Ladung einen mächtigen Obermotz zu schocken. Später besteigen wir noch riesige Mechs und stapfen damit durch feindliches Gebiet. Der Rest ist weitestgehend Deckungs- Shooter-Standard, begleitet von einer brillanten Optik, die aber heutzutage nicht mehr derart überragt, wie es noch zu Zeiten der Xbox 360 der Fall war.

    Lobend möchten wir allerdings erwähnen, dass Gears of War 4 extrem sauber läuft. Nur ein einziges Mal ist uns auf der Xbox One ein ins Bild springender Schatten aufgefallen - so soll es sein! Das Leveldesign ist gewohnt schlauchförmig und verwinkelt, wodurch es der Konsole leichter fällt, stets die vollen Grafikdetails im Speicher zu haben. Viele Schlachtfelder bieten Flankiermöglichkeiten, auf die unsere Kameraden gerne mal mit dem Zaunpfahl hinweisen. Im Splitscreen-Modus werden Detailgrad und Auflösung nur leicht heruntergeschraubt, so dass jede Menge Koop-Spaß aufkommt. (Xbox One) Im Splitscreen-Modus werden Detailgrad und Auflösung nur leicht heruntergeschraubt, so dass jede Menge Koop-Spaß aufkommt. (Xbox One) Quelle: PC Games

    Duett statt Quartett

    Nicht nur bei Spielzeit oder Highlightfülle stellt Gears 4 einen Rückschritt dar. Aus dem Vier-Spieler-Koop von Teil 3 hat The Coalition kurzerhand einen Zwei-Spieler-Modus gemacht, was viele Koop-Fans verstimmt - uns ebenfalls. Immerhin darf man auch im Splitscreen miteinander kämpfen. Übrigens agieren stets ein bis zwei weitere Kameraden an eurer Seite. Das ist gut, denn die KI-Kollegen sind sehr aufmerksam, wenn es darum geht, uns wiederzubeleben. Es scheint, als hätten sich die Verantwortlichen Serien wie Call of Duty zum Vorbild genommen, die ihre Gewichtung im Laufe der Zeit immer mehr in Richtung Multiplayer-Modus verlagert haben. Die Mehrspieler-Varianten konnten wir mangels Serververfügbarkeit bislang noch nicht testen. Welche Modi und Möglichkeiten euch erwarten, lest ihr im Kasten.

    Als große Fans der Gears of War-Serie hatten wir riesige Hoffnungen und Erwartungen an die Gears 4-Kampagne. Diese wurden letztlich nur zum Teil erfüllt. Wer die Shooter-Serie schon immer gut fand, wird sicher auch Gefallen am neuen Teil finden. Doch das Gefühl, einen Meilenstein der Shooter-Geschichte erlebt zu haben, wie wir es bei den Xbox-360-Teilen verspürt hatten, stellt sich diesmal leider nicht ein. Ob es daran liegt, dass Gears of War-Erfinder "Cliffy B" inzwischen nicht mehr involviert ist? Möglich. Aber diese Erklärung wäre uns zu billig. Mit mehr Inspiration und Anspruch an sich selbst hätte das kanadische Entwickler-Team um Cliffy Bs rechte Hand Rod Fergusson unsere Geschmackssinne noch deutlich besser befriedigen können.

    Achtung! Damit es keine Missverständnisse gibt: Unser Test und unsere Wertung beziehen sich auf die Einzelspieler- bzw. Koop-Kampagne. Ein Test der Multiplayer-Modi folgt. Dann wird es auch ein Wertungsupdate geben. Diese angesprochenen 90er-Wertungen der Mitbewerber sind dagegen offenbar Gesamtwertungen aus Einzel- und Mehrspieler-Part. Da wir aber den Mehrspieler-Part zum Zeitpunkt des Embargofalls mangels Server-Verfügbarkeit noch gar nicht testen konnten, haben wir diese Vorgehensweise gewählt.


    Gears of War 4 (XBO)

    Spielspaß
    8,1 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Gears of War 4 (PC)

    Spielspaß
    8,1 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Fantastische Grafik mit bombastischen Wettereffekten
    Stabile Performance, großartige PC-Technik
    Stürme und Gewitter haben Einfluss auf das Gameplay.
    Einige spektakulär inszenierte Passagen
    Sehr gute deutsche Synchronisation
    Umfangreicher Multiplayer-Part
    Splitscreen-Modus (auch am PC)
    Sehr griffige, frei belegbare (PC) Steuerung
    Kurze Kampagne mit weniger Höhepunkten als in Vorgängern
    Enttäuschendes Ende
    Kaum wesentliche Neuerungen
    Tutorial weckt falsche Hoffnung bezüglich Schleichmöglichkeiten
    Sinnloses Waffen-Kauf-Feature per Fabrikator
    Keine Upgrade-Möglichkeit von Waffen oder Ausrüstung
    Sprache lässt sich nur über Windows-Systemeinstellung ändern (PC)
    Fazit
    Gewohnte Gears of War-Kost, die in den Kampagne den erwarteten Fortschritt in der Shooter-Serie vermissen lässt. Mal schauen, wie viel Spaß die Multiplayer-Modi machen, alle voran die Horde.

    09:41
    Gears of War 4-Testvideo vor Release mit PC- und Xbox-One-Gameplay
    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von amigajoker
        Mittlerweile sind wir im Coop mit dem 3. Akt durch + auch in der Horde unterwegs gewesen im Privat zu5. Da möchte ich mal sagen ich finde es sehr gut. Schade um den 4` er Coop. Ich hätte ihn gerne gehabt. Die Story gefällt mir. Was meiner Meinung nach garnicht geht, Deebees!!!!
        Ich will in Gears Locust und…
      • Von Ash2X
        Zitat von amigajoker

        Schade finde ich schon jetzt den 2`er Coop. Fand ich den 4`er doch deutlich spaßiger.
        Ich fand die Kampagnen in Gears 3 und Judgement deutlich schlechter,weil alle Settings auf 4 Spieler ausgelegt werden mussten - das schränkt das Leveldesign deutlich ein.Wenn man darauf…
      • Von amigajoker
        ich brauche nix was mich "flasht". ich brauche ein Spiel was mich lange begeistert! Das tut es wenn ich es gerne spiele. Da der Hordemodus wieder dabei ist, bin ich da voller Hoffnung. Wenn mich auch die neuen Bot-Gegner nicht wirklich begeistern.
        Schade finde ich schon jetzt den 2`er Coop. Fand ich den…
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1209669
Gears of War 4
Gears of War 4 im Test mit Video-Review: Highlight oder Rückschritt - wo reiht sich der vierte Teil ein?
Gears of War spielte immer in einer Liga mit Microsoft-Topmarken wie Forza oder Halo. Kann das neue Studio The Coalition diesen Status mit Gears of War 4 untermauern? Wir testen die Singleplayer-Kampagne und zeigen euch Stärken und Schwächen im ausführlichen Video-Review. Ein Multiplayer-Test samt Wertungs-Update folgt!
http://www.gamesaktuell.de/Gears-of-War-4-Spiel-55621/Tests/Video-Review-Wertung-Fazit-Meinung-Grafikvergleich-PC-Xbox-One-1209669/
07.10.2016
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