Gears of War 3: Hands-on Test des Multiplayer-Shooters mit brandneuen Screenshots
In Gears of War 3 steht ein Flammenwerfer zur Auswahl, mit dem ihr die Gegner von innen brutzelt.
Gears of War 3 im Hands-on-Test! Auf dem Xbox February Showcase konnten wir Epics Shooter im Multiplayer-Modus daddeln und haben Cliff Bleszinksi und den muskelbepackten 1,97m-Riesen Lester Speight getroffen. Letzterer vertont in Gears of War 3 den Spielcharakter Augustus Cole. Wir haben den Modus Team Deathmatch anspielen können, in dem wir in 5er-Teams um die Wette ballern konnten. In der Beta-Version konnten wir zahlreiche neue Waffen ausprobieren. Mit am Start: eine fette Shotgun mit dicker Durchschlagskraft – trotz lediglich vier Patronen. Außerdem bietet das Waffenarsenal ein Snipergewehr, das auf den Namen One Shot hört. Das Gewehr hat außerdem ein Laser-Visir, womit ihr Gegner auch ohne Zoom-Objektiv anvisieren könnt. Allerdings ist das Gewehr so dermaßen schwer, dass Ihr damit deutlich langsamer durch die Level trottet. Blöd: Vom Snipergewehr müsst ihr euch trennen, sobald ihr eine neue Waffe auswählt.
Beeindruckt hat uns auch das Retro Lancer. Es verfügt, anders als bei der Unterlauf-Kettensäge über ein Bajonett. Drückt man den "B"-Knopf, mit dem sich die Säge aktivieren lässt, taucht eine scharfe Klinge auf. Der Charakter führt dann eine fette Ramm-Attacke aus. Wer auf größere Wummen steht, schnappt sich den Digger Launcher. Dieser Granatwerfer verfügt über eine mächtige Sprengkraft, wodurch Gegner sich im Handumdrehen pulverisieren lassen. Die Incendiary Grenade hingegen versprüht eine schwarze Giftwolke. Damit lassen sich die Widersacher zum Beispiel als Kugelfang verwenden. Auch kann die Granate an die gegnerischen Biester gepappt werden - mit einem kräftigen Sidekick lassen sich diese dann in andere Gegner treten. Die Folge: eine riesige Explosion.
Die Spiel-Modi, Maps und das Erfahrungssystem
Die Map "Old Town" aus Gears of War 3.
Insgesamt haben die Entwickler von Epic Games sechs Spiel-Modi in Gears of War 3 integriert. Einer davon ist der bereits erwähnte Team-Deathmatch-Modus. Cool: Anders als in den Vorgängern sind jetzt Respawn-Punkte vorhanden. Erleidet ihr also einen Bildschirmtod, wird euer Charakter nach nur wenigen Sekunden zurück aufs Schlachtfeld geschickt. Allerdings stoppt die Respawn-Option nach einer zuvor festgelegten Zeit, so dass es dann wieder wie gewohnt darum geht, als Letzter am Leben zu bleiben. Auch die Spielmodi King of the Hill oder Capture the Leader - eine Art Capture the Flag - sind in Gears of War 3 neu hinzugekommen. Gezockt werden konnte die Multiplayer-Beta auf insgesamt sechs unterschiedlichen Maps. Am beeindruckendsten fanden wir die Mehrspieler-Karte Trashball. Hier ballerten wir uns durch ein abgewracktes Football-Stadion. Alles in allem sehen sämtliche Karten optisch fantastisch aus und sogar besser als im Vorgänger. Entsprechende Skripte sorgen außerdem für reichlich Gänsehaut, wenn auf einmal die Erde bebt oder Mauern einstürzen.
Ebenfalls neu in Gears of War 3: ein Erfahrungssystem. Zwar konnten wir das noch nicht ausprobieren, dafür aber verrieten uns die Entwickler, in welche Richtung dieses geht. Nach jeder Partie erhaltet ihr eine gewisse Anzahl an Punkten, mit denen sich coole Extras freischalten lassen. Zur Auswahl stehen zum Beispiel ein goldenes Retro Lancer oder eine Cole-Figur mit Football-Helm sowie -Trikot. Zwar lässt sich das Retro-Lancer an bestimmten Stellen im Spiel finden, behalten darf man es aber erst dann, wenn man eine bestimmte Anzahl an Kills erreicht hat.
Die Steuerung und neue Finishing-Moves
Mit dem Retro Lancer spießt ihr Gegner mit einem Bayonett auf.
Zur Steuerung in Gears of War 3: Vor dem Spielbeginn werden die Orte auf der jeweiligen Map angezeigt, wo sich Waffen oder Granaten befinden. Dadurch haben alle die gleichen Voraussetzungen - Spieler mit Map-Kenntnis werden nicht zusätzlich bevorteilt. Wird die LB-Taste auf dem Xbox-360-Controller gedrückt, zeigt das Spiel Punkte an, wo sich die Kameraden gerade befinden. Das lässt sich in Gears of War 3 viel besser erkennen als bei den Vorgängern. An neuen Exekutionsmöglichkeiten haben die Entwickler um Epic Games ebenfalls nicht gespart. Wird die Y-Taste kurz gedrückt, führt der Charakter "normale" Finisher wie "Aufklatschen" aus. Drückt man die Y-Taste hingegen länger, werden besondere Finisher ausgeführt. Die schauen zwar beeindruckend aus, bergen aber auch Gefahren. Weil die Ausführung länger dauert, erhöht sich das Risiko, selbst von einem Widersacher getroffen zu werden. Beispiel: Man rammt einem am Boden kauernden Gegner seine Säge in den Körper und sägt ihn dann auf. Ähnlich funktioniert es mit dem Flammenwerfer, der die Gegner von innen brutzelt. Neu: Kauert der eigene Charakter am Boden, verblutet dieser nicht, sondern lässt sich durch wiederholtes Drücken der A-Taste wieder aufrappeln. Allerdings dauert das einige Sekunden, geklappt hat das auch eher selten.
Kurzum hatten wir mit der Mehrspieler-Beta von Gears of War 3 jede Menge Spaß. Etwaige Balancing-Probleme sind uns während der Test-Session nicht aufgefallen. Sollte das im Live-Spielbetrieb ebenfalls so sein, steht erwachsenen Spielern (außer deutschen) ein genialer Shooter bevor. Gears of War 3 erscheint am 20. September in Europa und in den USA. Die Veröffentlichung in Japan ist für den 22. September angesetzt.
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*hust* Ähem du meintest wohl unser aller Most Wanted oder?