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  • Sebastians Blick in die Glaskugel: Die Zukunft des Gamings

    [b]Perfekte Illusion:[/b] Einen fliegenden Wal über dem Strand zu sehen, ist dank neuester Technik überraschend real erlebbar. Dabei wird das virtuelle Bild direkt auf die Netzhaut projiziert. (Magic Leap) Quelle: Games Aktuell

    In diesem Special zeigt euch Sebastian Trends, die das Zeug haben, die Videospielbranche von morgen zu bestimmen.

    Das Schöne an Videospielen ist nicht nur das Zocken, sondern auch das Drumherum. Die Branche ist immer noch jung und nach wie vor unheimlich spannend. Fast jedes Jahr tauchen neue Trends auf, die sich teilweise als richtungsweisend, manchmal aber auch als echte Rohrkrepierer entpuppen. Manchmal ist für bestimmte Ideen die Zeit auch einfach noch nicht reif. So beispielsweise für Virtual Reality. Was mir heute als der neue heiße Scheiß verkauft wird, sollte bereits in den 90ern den Markt überrollen. 1993 präsentierte Sega mit Sega VR bereits ein Virtual-Reality-Headset und Nintendo wollte mit dem Virtual Boy Kunden begeistern. Während Segas Gerät gar nicht erst zur Marktreife gelangte, stellte sich der Virtual Boy als Nintendos größter Flop überhaupt heraus: 770.000 verkaufte Einheiten weltweit sprechen eine eindeutige Sprache. Der neue Anlauf für VR wird sicher erfolgreicher, doch ob es das nächste große Ding wird, ist beileibe nicht sicher. Ich stelle euch aktuelle Trends vor und erläutere, warum diese in den kommenden Monaten und Jahren die Branche verändern könnten.

    Mobile-CPUs werden sesshaft

    Neue Wege: Die Schultertasten des Nintendo-Controller-Handheld-Hybriden sollen Scrollräder beinhalten. (Nintendo NX) Neue Wege: Die Schultertasten des Nintendo-Controller-Handheld-Hybriden sollen Scrollräder beinhalten. (Nintendo NX) Quelle: Games Aktuell Nintendo hat es am eigenen Leib erfahren: Mobile Prozessoren haben entwickelt seit Neuestem sogar schon Spiele für Smartphones. Insgesamt plant das Unternehmen, bis 2017 fünf Mobile Games auf den Markt zu bringen. Dabei sollten auch bekannte Charaktere aus dem eigenen Portfolio verwendet werden. Doch der Siegeszug der stromsparenden und immer mächtigeren Mobile-Prozessoren hört hier unter Umständen noch lange nicht auf. Apple bringt mit seinem neuen Apple TV erstmals Apps und Spiele auf den Fernsehbildschirm und stattet das Gerät mit einem starken Prozessor aus, der bereits im iPhone 6 werkelte. In das neue iPad Pro hat man gar einen derart potenten Chip integriert, dass das Gerät laut Apple schneller ist als 90 Prozent der Laptops aus dem Jahr 2015 und in einigen Belangen sogar den Basis-i5-Prozessor des Surface Pro 4 toppt. Packt man derart mächtige Chips bald auch in Apple TV, könnte die Vorherrschaft der Konsolen im Wohnzimmer womöglich bald wackeln und aufwendige Spiele à la Uncharted wären für die kleinen, preiswerten Kisten umsetzbar!

    Konzept: Die Zeichnung soll die Technik des neuen Nintendo-Pads lediglich visualisieren. Es könnte auch anders aussehen. (Nintendo NX) Konzept: Die Zeichnung soll die Technik des neuen Nintendo-Pads lediglich visualisieren. Es könnte auch anders aussehen. (Nintendo NX) Quelle: Games Aktuell Die Frage ist dabei übrigens nicht, ob diese kompakten Geräte ihren Weg ins Wohnzimmer finden werden (das haben sie längst), sondern ob sie zu gangbaren Alternativen fürs Spielen werden. Zahlreiche Menschen kaufen sich Apple TV, Amazon Fire TV und ähnliche Geräte für den Medienkonsum. Falls es die Hersteller schaffen, diese Kunden auf den gleichen Maschinen auch zum Spielen zu bewegen, könnten die etablierten Konsolen Marktanteile verlieren - ganz so, wie Nintendo es gerade auf dem Handheldmarkt erfährt. Das ist auch der Grund, warum die Firma mit seiner, wohl 2016 erscheinenden, Nintendo-NX-Konsole einen neuen Ansatz verfolgen will. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um ein Hybrid-System handeln, welches auf ein optisches Laufwerk verzichtet. Das Gerät soll eine Mischung aus Konsole und Handheld sein und eine Art unabhängig einsetzbaren Handheld-Teil besitzen. Eine Art Wii U de luxe also. Zusätzlich soll zumindest der stationäre Teil stärker sein als die PS4-Hardware. Es bleibt abzuwarten, ob dieses Konzept aufgeht und wie es letztlich im Detail umgesetzt ist.

    In jedem Fall haben die letzten Jahre gezeigt, dass Nintendo auch mit dem Rücken zur Wand in der Lage ist, unglaublich erfolgreiche Konzepte aus dem Hut zu zaubern (Wii), genauso gut aber selbst aus einer Position der Stärke viel falsch zu machen (Wii U). Der Trend weg von den physischen Datenträgern, hin zu mehr Downloads dürfte sich aber in der nächsten Konsolengeneration tatsächlich manifestieren. So könnte die Playstation 5 ebenfalls komplett auf Discs verzichten. Die digitalen Versionen von Spielen verkaufen sich immer besser und tragen einen immer höheren Teil zu den Einnahmen der Hersteller bei, während Discs langsam, aber beständig an Boden verlieren, auch wenn sie momentan meist noch den Löwenanteil der Umsätze ausmachen. Konkurrenz bekommen Disc-Spiele auch von Streamingservice. Sony übernahm 2012 für 380 Millionen Dollar den Streamingservice Gaikai mit dem Ziel, zukünftig Playstation-Spiele wie Youtube-Videos zu den Usern streamen zu können. Dadurch würden Downloads wegfallen, gleichzeitig aber ultraschnelle Datenverbindungen zur Pflicht. Davon sind wir aber noch Jahre entfernt.

    Welche Brille darf's sein?

    Budget-VR für den kleinen Geldbeutel: Mit Gear VR kann das Smartphone zur VR-Brille umfunktioniert werden. Das ist günstig, aber kein Vergleich zu Oculus Rift. (Gear VR) Budget-VR für den kleinen Geldbeutel: Mit Gear VR kann das Smartphone zur VR-Brille umfunktioniert werden. Das ist günstig, aber kein Vergleich zu Oculus Rift. (Gear VR) Quelle: Games Aktuell Deutlich konkretere Infos liegen derweil zu den Megatrends der nächsten Jahre vor. Virtual Reality und Augmented Reality sind in der Branche momentan in aller Munde. Während zahlreiche Entwickler in etlichen Interviews nicht müde werden zu betonen, wie unglaublich die Möglichkeiten von Virtual Reality sind, werden im Hintergrund bereits Milliarden in die Entwicklung von neuen Augmented-Reality-Systemen investiert. Google half unlängst bei einer Investorenrunde, insgesamt 542 Millionen US-Dollar in ein Startup namens Magic Leap zu investieren. Diese unvorstellbare Summe soll Magic Leap helfen, seine Augmented-Reality-Technologie zur Marktreife zu bringen - sie soll angeblich allen anderen Herangehensweisen weit voraus sein.

    Zur Erklärung: Anders als bei Virtual Reality, wo der Spieler komplett in eine virtuelle Realität abtauchen kann und die echte Welt ausblendet, werden bei Augmented Reality virtuelle Elemente in die reale Welt integriert. Beispielsweise hat The Pokémon Company mit Pokémon Go ein AR-Spiel entwickelt, das Anfang 2016 für Android- und iOS-Geräte verfügbar sein wird und bei dem man in der echten Welt nach Pokémon suchen kann, um sie dann zu fangen. Mithilfe der Kamera des Smartphones sieht man wie durch ein Fenster, in das Pokémon in die Realität eingebunden werden. Auf dem Screen kann man dann beispielsweise Pikachus sehen, die sich hinter einer Parkbank verstecken. Verglichen mit der Technik von Magic Leap ist diese Umsetzung aber geradezu primitiv. Die AR-Brille des Startups projiziert Bilder direkt auf die Netzhaut des Spielers und soll dadurch eine unglaublich realistische Illusion ermöglichen. Demos zeigten fantastische Szenerien wie virtuelle Wale, die über belebten Stränden schweben und kaum von den echten Menschen unter ihnen zu unterscheiden sind.

    Kein Wunder, dass in diese Technologie so viel Geld gepumpt wird. Industriegrößen wie Tim Sweeney, Gründer und Vorsitzender von Epic Games, sind sich sicher, dass AR-Games die Zukunft dominieren werden. Und nicht nur das: Sweeney ist überzeugt, dass "Augmented Reality die größte technologische Revolution unserer Zeit wird. Wenn wir AR-Displays haben, brauchen wir keine andere Form von Displays mehr. Smartphones benötigen keinen Screen mehr, Tablets werden überflüssig, genauso wie Fernseher. Man nimmt den Bildschirm einfach überall hin mit, wohin man geht." Das klingt unglaublich vielversprechend. Während AR-Technik jedoch noch ein gutes Stück von der Marktreife entfernt ist, schlagen VR-Headsets bereits jetzt auf. Das VR-MobileHeadset Gear VR von Oculus ist seit dem 20. November erhältlich.

    15:38
    EVE: Valkyrie - Let's Play zur Alpha - Weltraum-Action für Oculus Rift

    Zahlen und Daten

    Steuerungsprobleme: Mit diesen besonderen Steuerungseinheiten funktioniert Rift am besten. Nutzt man normale Controller, reißt einen dies aus der Immersion. (Oculus Rift) Steuerungsprobleme: Mit diesen besonderen Steuerungseinheiten funktioniert Rift am besten. Nutzt man normale Controller, reißt einen dies aus der Immersion. (Oculus Rift) Quelle: Games Aktuell Die 99 Dollar teure Light-Variante von Oculus Rift arbeitet in Kombination mit dem Smartphone. Das Prestigeprojekt Oculus Rift hingegen wird 2016 auf den Markt kommen, ebenso wie Playstation VR und HTC Vive, die allesamt eine völlig neue Spielerfahrung bieten sollen, bei der man komplett in den virtuellen Raum abtauchen kann. Große und kleine Entwickler stehen Schlange. So experimentiert Capcom mit den VR-Möglichkeiten für Resident Evil und Insomniac Games wird einen exklusiven Titel für Rift liefern. Virtual Reality ist in aller Munde und wird nicht nur in der Szene mit großem Interesse beäugt. Laut einer Analyse des Finanzunternehmens Credit Suisse wird Oculus im nächsten Jahr etwa fünf Millionen Geräte verkaufen können.

    Die Firma erwartet zudem, dass Oculus und das Mutterunternehmen Facebook mit diesen Hardwareverkäufen zunächst keine Gewinne einfahren werden. "Wir glauben, dass Facebook seine Umsätze aus Hardware jährlich um vier Prozent steigern kann - von 2,1 Milliarden US-Dollar auf 2,6 Milliarden US-Dollar im Fiskaljahr 2016." Skeptisch zeigt sich hingegen EA. Blake Jorgensen, seines Zeichens Chief Financial Officer bei Electronic Arts, sieht in den nächsten Jahren keinen großen Markt für Virtual Reality. Man untersuche die Möglichkeiten, habe aber keine Absichten, jetzt schon groß ins Geschäft einzusteigen. Danach könnte es aber auch für EA interessant werden: "Langfristig, in fünf Jahren, denke ich, dass es sicherlich einen Markt geben und es eine aufregende Art sein wird zu spielen."

    Neue Freunde aus Plastik

    Totale Immersion: Wer Rift in Verbindung mit einem VR-Laufband nutzt und dabei mit Plastikwaffen hantiert, fühlt sich in GTA 5 wie zu Hause. Jede Bewegung, die man macht, wird im Spiel 1:1 umgesetzt. (Oculus Rift) Totale Immersion: Wer Rift in Verbindung mit einem VR-Laufband nutzt und dabei mit Plastikwaffen hantiert, fühlt sich in GTA 5 wie zu Hause. Jede Bewegung, die man macht, wird im Spiel 1:1 umgesetzt. (Oculus Rift) Quelle: Games Aktuell Skylanders, Disney Infinity, amiibo und Lego Dimensions sind erst die Vorreiter. Der Toys-to-Life-Markt wird noch deutlich wachsen und dabei werden nicht nur große, milliardenschwere Firmen mitmischen. Dank der stetigen Fortentwicklung von 3D-Druckern werden auch bald Indie-Entwickler die Möglichkeit haben, Plastikspielfiguren mit NFCChips zu produzieren, die über ein Hub mit Videospielen kommunizieren und dadurch Items, Figuren und Levels in den Spielen freischalten oder Ereignisse auslösen können. Auch das Potenzial von Spielkarten wird meiner Meinung nach noch lange nicht ausgeschöpft. Nintendo bietet zwar bereits NFC-Sammelkarten an, die zum Beispiel mit dem NFC-Gerät des Nintendo 3DS kommunizieren können.

    Aber man stelle sich vor, EA würde FIFA-NFC-Karten auf den Markt bringen, die mit dem Ultimate-Team-Modus kompatibel sind und dort Stars freischalten. Die virtuelle Version gibt es ja bereits, doch physische Karten würden sich womöglich deutlich besser verkaufen, da man dadurch den Panini-Sammelalbum-Effekt mit DLC-Boni kombinieren könnte. Das wäre für viele Hardcore-FIFA-Fans und Fußball-Enthusiasten sicherlich eine attraktive Option und könnte mehr Leute dazu motivieren, DLCs zu kaufen, da sie im Gegenzug ja etwas in der Hand halten, statt lediglich ein virtuelles Booster-Pack herunterzuladen, das als Datenpaket auf der Festplatte schlummert und kein haptisches Erlebnis beschert - potenziell eine Gelddruckmaschine! Das Gedankenspiel lässt sich beliebig fortführen, denn Spielzeugfirmen wie Mattel (Barbie, Matchbox) oder andere haben das Potenzial dieses Megatrends noch nicht für sich genutzt, werden aber wohl hinter verschlossenen Türen bereits Möglichkeiten ausloten, Kapital daraus zu schlagen.

    Und diese Optionen sind durchaus vielversprechend

    Viel Lärm um nichts: Sega warb 1993 lautstark für seine eigene VR-Brille, die Spielhallen und Wohnzimmer erobern sollte. Die Heimversion erschien nie, die Spielhallenfassung wurde ein Flop. (Sega VR) Viel Lärm um nichts: Sega warb 1993 lautstark für seine eigene VR-Brille, die Spielhallen und Wohnzimmer erobern sollte. Die Heimversion erschien nie, die Spielhallenfassung wurde ein Flop. (Sega VR) Quelle: Games Aktuell Nintendo beispielsweise platziert in den Vorbestellercharts in Deutschland manchmal mehr amiibo-Figuren als Spiele in den Top 100, Disney Infinity hat bislang weltweit über eine Milliarde Euro Umsatz generiert und die Skylanders-Figuren haben sogar schon die Drei-Milliarden-Euro-Grenze gesprengt. All diesen Entwicklungen und Innovationen ist eines gemein: Egal ob VR, AR, Sammelfiguren oder die Abkehr von physischen Datenträgern, der Trend läuft oftmals dorthin, wo die Hersteller das Geld sprudeln sehen. Nicht immer geht das gut. Die Filmindustrie hatte vor einigen Jahren den 3D-Trend ausgerufen, der in den Wohnzimmern bis heute noch nicht wirklich flächendeckend angekommen ist. Neue Kunden soll nun die Ultra-HD-Auflösung anlocken. Ähnlich wird es in der Videospielbranche laufen. Sofern einer der Trends sich als Blindgänger entpuppen sollte, werden die Hersteller schnell mit neuen Dingen Gewehr bei Fuß stehen. Manche bereichern unseren Gamer-Alltag, manche werden uns egal sein. Aber so ist das eben mit der Zukunft: Gewiss ist nur, dass sie ungewiss ist.

    01:16
    Dragon Front: Trailer zum VR-Sammelkartenspiel für Oculus Rift
  • Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von Phant
    Sehr gut geschrieben. Hat mir sehr gefallen. Beim Thema AR stimme ich zu. Richtig umgesetzt wird es definitiv unser…
    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von Phant
        Sehr gut geschrieben. Hat mir sehr gefallen. Beim Thema AR stimme ich zu. Richtig umgesetzt wird es definitiv unser heutiges wahrnehmen verändern.
        Frei Informationseinblendung wie z.B. Fahrpläne am Bahnhof, Preise und Produktinformationen im Supermarkt oder einfache Newsfeeds klingt heute noch stark nach Siencefiction schien aber nie erreichbarer als heute.
        Toller Artikel.
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Sebastians Blick in die Glaskugel: Die Zukunft des Gamings
In diesem Special zeigt euch Sebastian Trends, die das Zeug haben, die Videospielbranche von morgen zu bestimmen.
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17.03.2016
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