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  • Sebstian Zeladas liebster Klassiker Crazy Taxi: Drive you mad

    [b]Sprung ins Glück:[/b] Die Stadt ist an San Francisco angelehnt. Die abschüssigen Straßen kann man prima für riesige Sprünge nutzen und dadurch Bonuspunkte sammeln. (PS3) Quelle: Games Aktuell

    Segas irre Automatenumsetzung sorgte zur Jahrtausendwende für frische Impulse in der Rennspielszene. Aber auch heute verfügt Crazy Taxi über einen unglaublichen Charme.

    Wenn ich von der teuersten und längsten Taxifahrt meines Lebens erzähle, denke ich an den 25. Februar 2000 zurück. Dabei geht es nicht um irgendeine Suffgeschichte, sondern um Crazy Taxi. Das Spiel landete damals direkt zum Veröffentlichungstag in meiner Dreamcast-Konsole und setzte sich die kommenden Wochen in deren Disc-Laufwerk fest.
    Product Placement und geile Mucke
    Crazy Taxi war nicht zimperlich mit Schleichwerbung und warb für viele Marken.

    Crazy Taxi erschien inzwischen auch für zahlreiche andere Konsolen wie die PS2, PS3, Xbox 360, Nintendo Gamecube und iOS sowie Android-Geräte. Für Puristen ist die Dreamcast-Version die kompletteste und beste. Technisch ist sie dem Automaten fast ebenbürtig und den PC-, PS2- und Gamecube-Fassungen überlegen. Die sind zwar inhaltlich identisch, leiden jedoch unter Glitches (Gamecube, PC) und Kantenflimmern (PS2). Auf der Xbox 360, der PC-HD-Fassung und der PS3 ist die Technik zwar leicht aufpoliert und das Spiel bietet das 16:9-Seitenformat, doch es fehlt der geniale Soundtrack von The Offspring und Bad Religion. Ähnliches gilt für das ursprüngliche Product Placement. FILA, KFC, Levi’s Tower Records und Pizza Hut waren im Spiel vertreten. In den HD-Fassungen gibt es nur Fantasiefirmen. Die Mobile-Versionen haben immerhin wieder den ursprünglichen Soundtrack, kranken jedoch an der schlechteren Steuerung und müssen weiterhin mit erfundenen Unternehmen auskommen.

    Wenn ich mal nicht spielte, schaute ich fasziniert auf das minimalistische Cover der PAL-Version. Ganz in gelb gehalten, prangte lediglich der Schriftzug des Spiels auf der Vorderseite der Verpackung. Überhaupt gefiel mir das Design des Spiels extrem gut. Die Taxen im amerikanischen Stil sahen einfach nur cool aus und die Fahrer waren es ebenso.

    Vom trendigen Beachboy bis hin zur frechen Punk-Lady war für jeden Geschmack etwas dabei. Zwar gibt es nur insgesamt vier Fahrer, doch die könnten optisch und hinsichtlich ihrer Fähigkeiten nicht unterschiedlicher sein. Bevor ich aber gleich auf die Feinheiten eingehe, die das Game für mich deutlich langlebiger gestaltet haben, als ich es von einem Arcade-Spiel je gedacht hätte, lasst mich einige Worte zum Spiel selbst verlieren.

    Big City life

    Crazy Taxi hatte Anno 2000 zwei extrem belebte Städte zu bieten, die vollgestopft mit Verkehr und Passanten waren. Erst im Oktober 2001 sollte mit GTA 3 ein Spiel heraus kommen, das mich in dieser Hinsicht noch mal mehr beeindrucken konnte. Im Gegensatz zu GTA konnte man hier aber keine Passanten überfahren. Aufgabe war, sie möglichst schnell an ihr gewünschtes Ziel zu bringen.
    Frauenpower: Gena ist die einzige Fahrerin im Feld. Ihr Taxi ist zwar leicht und bei Kollisionen unterlegen, doch enorme Beschleunigung und Wendigkeit gleichen das aus. (PS3) Frauenpower: Gena ist die einzige Fahrerin im Feld. Ihr Taxi ist zwar leicht und bei Kollisionen unterlegen, doch enorme Beschleunigung und Wendigkeit gleichen das aus. (PS3) Quelle: Games Aktuell
    Dafür musste man sich durch den Verkehr schlängeln und verrückte Techniken einsetzen, etwa den Crazy Dash, der einem einen ruckartigen Beschleunigungsboost gibt, den Crazy Stop, der das Taxi extrem schnell zum Stillstand bringt, und den Crazy Drift, der extrem enge Kurvenfahrten erlaubt.

    Es gibt noch weitere, schwierigere Techniken die mich viel Übung gekostet haben, um sie zu perfektionieren, und die ich heute leider nicht mehr so richtig beherrsche. Doch für die Highscores sind sie unerlässlich, denn durch sie kann man die Zeit, die man benötigt, um seine Passagiere abzuliefern, signifikant verkürzen.

    Halt: In den grün markierten Bereichen gilt es, das Taxi zu stoppen und dann den Passagier aussteigen zu lassen. Hier kann man wertvolle Sekunden herausholen. (PS3) Halt: In den grün markierten Bereichen gilt es, das Taxi zu stoppen und dann den Passagier aussteigen zu lassen. Hier kann man wertvolle Sekunden herausholen. (PS3) Quelle: Games Aktuell Das resultiert in höheren Zahlungen, die man weiter erhöhen kann, indem man sich Trinkgeld durch waghalsige Manöver wie Schanzensprünge oder das enge Schneiden von anderen Verkehrsteilnehmern verdient. Meine Jagd nach dem besten Taxifahrergehalt war jedoch auch noch von etwas anderem abhängig: den Fahrern!

    4 Fahrer für ein Halleluja!

    Ich hatte die Qual der Wahl zwischen vier irren Fahrern. Der grünhaarige Sunnyboy Axel mit seinem 70erJahre-­Cabrio mit den Haifischflossen am Heck war mein Favorit, doch auch die anderen Fahrer und Vehikel hatten es in sich. Während Axel und sein Cab ausgeglichene Fahreigenschaften boten, war der hippe B.D. Joe der Schnellste im Feld, fuhr jedoch ein Taxi mit eher mäßigem Handling, das nur schwer unter Kontrolle zu bringen war.
    Crazy Box
    Die Crazy Box bietet spaßige Abwechslung für Taxifahrer.

    Die verrückten Manöver, die es braucht, um die Highscores zu knacken, kann man sich im Crazy-Box-Modus aneignen. Dabei übt man jedoch nicht in den regulären Städten, sondern man prägt sich die Moves anders ein – über völlig irre Minispiele wie Skispringen mit dem Taxi, Fahrten auf der Bowlingbahn, bei denen ihr die Pins mit eurem Cab umnietet, oder verrückte Stopps, bei denen ihr euer Taxi mit vollem Karacho gegen Pfosten fahrt, um zum Stehen zu kommen. Das macht fast so viel Spaß wie das Hauptspiel und für die, die alle Aufgaben bestehen, springt sogar ein ganz besonderes Goodie heraus: eine spielbare Rikscha, die ihr in allen Modi fahren dürft!

    Gena war mir da lieber. Ihr Taxi war das kleinste im Feld, bot die besten Brems- und Beschleunigungseigenschaften und war schmal genug, um es durch Verkehrslücken zu manövrieren, die für die anderen schnell zu klein gewesen wären. Für Crazy Taxi-Profis ist ihr Taxi - gemeinsam mit dem von Gus - das beste.

    Den älteren Gus lernte ich erst spät zu schätzen, doch mit seinem gewaltigen, schweren und langsamen Fahrzeug räumt er Hindernisse problemlos aus dem Weg. Aus dem Weg räumte ich dann irgendwann auch Crazy Taxi - zugunsten anderer Spiele. Erst vor Kurzem habe ich mir den zweiten Teil für die Dreamcast und den dritten Teil für die Xbox gekauft. Es werden wohl wieder lange Taxifahrten...

    Entwickler: Hitmaker | Hersteller: Sega | Genre: Rennspiel | Erschienen: 2000 | Systeme: Dreamcast, PS2, PS3, PS4 (Playstation Now), Gamecube, PC, Xbox 360, iOS, Android

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Sebstian Zeladas liebster Klassiker Crazy Taxi: Drive you mad
Segas irre Automatenumsetzung sorgte zur Jahrtausendwende für frische Impulse in der Rennspielszene. Aber auch heute verfügt Crazy Taxi über einen unglaublichen Charme.
http://www.gamesaktuell.de/Games-Aktuell-Brands-230077/Specials/Liebste-Klassiker-1197617/
18.06.2016
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