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  • Hitman: Erste Episode gespielt - So gut ist die Rückkehr von Agent 47

    Das dänische Studio IO Interactive gehört zu Square Enix und erschuf die Hitman-Reihe 1998. Nun erschien der Neueste Teil der Reihe. Sinnvolle Neuerungen, viel spielerische Freiheit und tiefschwarzer Humor: Hitman hat Potenzial zum Spiel des Jahres.

    Was für Wangenknochen! Ein unglaublich schöner Mann, dieser Helmut Kruger." So schwärmen jedenfalls die beiden Besucher im Eingangsbereich einer Pariser Fashiongala, die wir als Agent 47 besuchen. Natürlich sind wir nicht wegen des Modezirkus anwesend, vielmehr interessiert uns, wo sich Dalia Margolis und Viktor Novikov aufhalten, ein millionenschweres Pärchen, das als Attentatsziel auf unserer To-do-Liste steht. Während wir der Unterhaltung lauschen, informiert uns das Spiel über eine Gelegenheit für eine besondere Infiltration.

    Diese sogenannten Opportunities sollen Spielern den Einstieg erleichtern und helfen, den Überblick über die Levels zu erlangen. Hardcore-Zocker können das Feature deaktivieren, auch wenn angesichts der riesigen Schauplätze ein bisschen Hilfestellung nicht schaden kann. Die Pariser Modenschau jedenfalls ist der bislang größte Level, der je in einem Hitman-Game zu finden war, mit 300 vollsimulierten KI-Gästen und über Tausend weiteren NPCs. Wir entschließen uns, der vorgeschlagenen Route zu folgen, und halten Ausschau nach diesem Helmut Kruger, der Agent 47 praktischerweise wie aus dem Gesicht geschnitten ist: Glatze, eindrucksvolle Statur, stahlblaue Augen, schmale Lippen und natürlich markante Wangenknochen. Nur eine Kopie: Der echte Helmut Kruger treibt irgendwo im Fluss. Agent 47 macht sich als Herrenmodel aber auch ausgesprochen gut! (PC) Nur eine Kopie: Der echte Helmut Kruger treibt irgendwo im Fluss. Agent 47 macht sich als Herrenmodel aber auch ausgesprochen gut! (PC) Quelle: Games Aktuell

    Das neue Topmodel

    Beim Hubschrauberlandeplatz, im Garten hinter der Raucherterasse, finden wir unser Ziel bei einem Fotoshooting. Im extravaganten Mantel und mit dramatischem Make-up in Schwarz und Weiß, das KISS-Mitglieder neidisch machen würde, posiert Kruger vor der Kamera. Gerade, als wir hinzukommen, bricht das Model die Session ab, denn das Handy klingelt. Unauffällig spazieren wir hinter Kruger her und bekommen mit, dass er mit Dalia telefoniert. Die beiden haben wohl eine Affäre? Wie praktisch! Hinter einer Hecke schlagen wir zu und Kruger k. o., ziehen uns sein Outfit an, schmeißen den bewusstlosen Superstar über das Geländer in die Seine und rufen Dalia zurück. Ein Treffen? Kein Problem, aber erst nach dem Catwalk!

    Kleider machen Leute: Verkleidungen sind ein wichtiges Feature im Spiel. Als Besucher auf der Modenschau ist der Smoking Standard-Outfit. (PC) Kleider machen Leute: Verkleidungen sind ein wichtiges Feature im Spiel. Als Besucher auf der Modenschau ist der Smoking Standard-Outfit. (PC) Quelle: Games Aktuell Auf geht es also zum Backstage-Bereich, in dem uns der Make-up-Artist mit der ikonischen Kruger-Schminke versieht und dann stolzieren wir unter den Jubelrufen des Publikums den Laufsteg hinab. Ein echter Hitman kann eben mehr als morden! Was zum Repertoire eines Agenten gehört, haben wir eine Stunde vorher auf der Spielsession gelernt. Als Tutorial für Hitman dient die Vorgeschichte von 47, genauer gesagt, seine Ausbildung bei der ominö- sen Agency unter den Fittichen der Handlerin Diana Burnwood. Irgendwie im hohen Norden hat die Organisation zu Ausbildungszwecken eine ganze Anlage in einen Berg getrieben, in der angehende Meuchelmörder ihr Handwerk perfektionieren.

    Unsere Aufnahmeprüfung macht uns vertraut mit den Neuerungen in Hitman: Wir sollen eine Jacht, auf der gerade eine Party steigt, infiltrieren und Veranstalter Kalvin Ritter ausschalten. Die Location ist auf einer Art Bühne aufgebaut, manche Objekte sind aus Pappe, ist ja auch nur eine Übung. Die Rollen von Ziel und Partygästen übernehmen Schauspieler der Agency. Sobald wir die Uniform des Reinigungspersonals übergezogen haben, wird die erste Verbesserung deutlich. NPCs, die unsere Verkleidung zu durchschauen vermögen - etwa besonders aufmerksame Charaktere oder Chefs, die wissen, wer in ihrem Team arbeitet - werden markiert. Alle anderen schöpfen erst mal keinen Verdacht, wenn sie einen neuen Kollegen sehen. Die gefährlichen Figuren sollte man also ablenken oder mit gehörigem Abstand passieren.

    Dann die nächste Änderung: ein verschlossenes Tor versperrt uns den Weg. Öffnen lässt es sich auf die feine Art mit einem Dietrich, oder per Gewalteinwirkung durch Brecheisen oder Schraubenschlüssel. Wir haben dummerweise keinen dieser Gegenstände in der Hosentasche, müssen uns also zunächst auf die Suche nach Werkzeug machen. Überhaupt lohnt es sich, die Augen offen zu halten, denn viele Objekte können zu improvisierten Waffen werden oder auf andere Art und Weise nützlich sein. Rattengift im Keller? Das kann man jemandem ins Essen oder in den Drink mischen. Oft tun sich neue Wege auf, wenn man bestimmten Charakteren gewisse Objekte verschafft. Der Instinkt-Modus, bei dem man durch Wände sieht und Personen sowie Gegenstände erkennt, ist auch im neuen Hitman wieder dabei, lässt sich aber, genau wie die Opportunities-Einblendungen, ausschalten, wenn man den Schwierigkeitsgrad erhöhen will.

    Offensichtlich: Je nach Outfit reagieren NPCs unterschiedlich auf einen bewaffneten Agenten. Wer eine zivile Verkleidung trägt, sollte Waffen versteckt bei sich tragen. (PC) Offensichtlich: Je nach Outfit reagieren NPCs unterschiedlich auf einen bewaffneten Agenten. Wer eine zivile Verkleidung trägt, sollte Waffen versteckt bei sich tragen. (PC) Quelle: Games Aktuell Der schwarze Humor ist ein Markenzeichen der Reihe und macht auch das neue Hitman zu einem finsteren, aber äußerst amüsanten Vergnügen. In unserer AssassinenAbschlussprüfung sollen wir einen russischen Spion ausschalten. Er hält sich in einem Militärhangar auf, schwer bewacht von bewaffneten Soldaten. Wir schleichen uns hinein, streifen die Uniform eines Technikers über und sehen uns eine herumliegende Checkliste für die Wartung des Jets an, mit dem unser Ziel ins Ausland fliehen möchte.

    Dann wollen wir mal die Sicherheitshinweise mit ihm durchgehen - wir holen den Spion her (er schöpft keinen Verdacht, da wir bislang nicht negativ aufgefallen sind und anderen Mechanikern aus dem Weg gegangen sind), weisen ihn an, sich ins Cockpit zu setzen und sich anzuschnallen. Selbst als er den Schleudersitzknopf drücken soll, ahnt er noch nichts. Dann wird er auch schon an die Decke des Hangars katapultiert. Die KI ist verwirrt - was für ein schräger Unfall. Wir schlendern gen Ausgang und freuen uns über die bestandene Prüfung und einen erfolgreichen Hit, bei dem wir einige optionale Errungenschaften freigeschaltet haben. Diese Trophäen-ähnlichen Herausforderungen bietet jede Mission. Am Werk: Mit diesem Jet möchte der russische Spion fliehen. Wäre ja zu schade, wenn beim Sicherheitscheck ein Unfall passieren würde ... (PC) Am Werk: Mit diesem Jet möchte der russische Spion fliehen. Wäre ja zu schade, wenn beim Sicherheitscheck ein Unfall passieren würde ... (PC) Quelle: Games Aktuell Verträge und Eskalation
    Eine Rückkehr feiert der ContractsModus. Dabei kann man eigene Missionen erstellen. Als Ziel zur Wahl stehen in der Paris-Mission zum Beispiel die 300 vollsimulierten KI-Personen. Neu ist der Modus Escalation. Dort gilt es ganz klassisch, erfolgreich Hits zu landen - doch mit jedem Erfolg wird die Aufgabe schwieriger. Diese Zusatzinhalte neben der Story sind eine gute Sache, denn durch die gestückelte Veröffentlichung des Titels ist der Umfang zunächst geringer als bei den Vorgängern.

    Ob das Episodensystem von den Käufern angenommen wird, bleibt abzuwarten. Am Ende des Jahres soll die Disc-Version erscheinen, auf der alle Missionen enthalten sind (ein Download ist nicht nötig), dort werden aber Event-abhängige Hits fehlen, die sogenannten Elusive Targets. Die tauchen zu gewissen Zeiten für etwa 48 Stunden ein einziges Mal auf - und man hat nur einen Versuch, sie auszuschalten. Das wird wohl vor allem die Hardcore-Fans reizen. In Sachen Steuerung gibt es wenig Neues gegenüber Absolution.

    Alles funktioniert gut, das Deckungssystem vielleicht etwas intuitiver. Technisch bewegt sich Hitman in einem guten, aber noch nicht überragenden Bereich. Das mag aber an der von uns gespielten Version liegen, denn diese war zu dem Zeitpunkt bereits ein paar Monate alt, es fehlten Animationen in Zwischensequenzen und Ähnliches. Dafür lief das Spiel flüssig und stürzte auch nicht ab. Die Beta, die ab 12. Februar auf PS4 und ab 19. Februar auf PC über Steam verfügbar ist, wird die gleichen Bereiche enthalten (Prolog und Paris), aber auf einem neueren Entwicklungsstand sein. Wer Interesse hat, kann sich also selbst von den Fortschritten - und den beeindruckenden Wangenknochen von Helmut Kruger - überzeugen.

    Pro und Contras:

    + Weitläufige Areale voller kreativer Hit-Möglichkeiten
    + Finsterer Humor
    + Unzählige NPCs, viele davon mit eigener KI
    + Verbesserte KI
    + Contracts- und Escalation-Modus
    - Dialoge in Cutscenes mäßig

    Fazit:

    Größer, komplexer und viel mehr Freiheit für den Spieler: Hitman zeigt sich ambitioniert wie noch nie.

    09:40
    Hitman: Intro-Pack im Testvideo - lohnt sich der Kauf?
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10.04.2016
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