Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Hellblade Vorschau: Heißes Action-Adventure von den Devil-May-Cry-Machern

    Die selbsternannten Meister der Ninja-Adventures haben ein neues, höllisch heißes Eisen im Feuer! Die Keltische Kriegerin mit furchtbaren Visionen befindet sich auf dem Weg in die Hölle. Was ist Realität und was ist Einbildung? Kann die äußerlich taffe Frau mit ihren Problemen fertig werden?

    Das gilt es im Action-Adventure Hellblade herauszufinden. Entwickler Ninja Theory hat sich inzwischen einen Namen gemacht. Das in der englischen Universitätsstadt Cambridge beheimatete Studio definiert sich selbst über ein Gameplay, das die Kunst der Ninja stets als Eckpfeiler seiner Kampfsysteme definiert, und legt Wert auf interessante Hintergrundgeschichten und Motive der Hauptcharaktere. Die Eigenproduktionen Heavenly Sword (2007) und Enslaved (2010) waren zwar keine Meisterwerke, doch verdammt gute Spiele, die darauf hoffen lassen, dass dem Studio demnächst der ganz große Wurf gelingt.

    Licht und Schatten: Hellblade ist ein äußerst düsteres Spiel, was nicht bedeutet, dass es nicht auch zahlreiche bunte und hoffnungsfrohe Passagen beinhaltet. (PS4) Licht und Schatten: Hellblade ist ein äußerst düsteres Spiel, was nicht bedeutet, dass es nicht auch zahlreiche bunte und hoffnungsfrohe Passagen beinhaltet. (PS4) Quelle: Games Aktuell Auch die Capcom-Auftragsarbeit Devil May Cry (2013) ließ aufhorchen. Nun hat das Studio genug von Zwängen und Pflichten und macht sich frei. Keine Auftragsarbeit, sondern eine echte Eigenproduktion ist Hellblade. Um den eigenen Anspruch zu unterstreichen, tituliert man sich selbst als "Triple-A-IndependentDeveloper" was natürlich vermitteln soll, dass man das Beste aus den Welten "Triple A" und "Indie" vereinen möchte. Zugleich öffnet Ninja Theory seit Tag eins der Produktion das Entwicklertagebuch, sodass wir tiefe Einblicke in den Entstehungsprozess erhalten. Doch was kann man nun von diesem neuen Titel erwarten? Deutet alles auf einen Hit hin oder gibt es bereits erste Zweifel am Höllenschwert Ninja Theorys? Wusstet ihr schon, dass: ... Ninja Theorys erster Konsolentitel Kung Fu Chaos sich der chinesischen Kampfkunst widmete, während Ninjas japanischer Herkunft sind? Wusstet ihr schon, dass: ... Ninja Theorys erster Konsolentitel Kung Fu Chaos sich der chinesischen Kampfkunst widmete, während Ninjas japanischer Herkunft sind? Quelle: Games Aktuell

    Keltische Kriegsleiden

    Zumindest beim Umfang des Spiels fährt man die klassische NinjaTaktik: Aus dem Nichts in den Kampf und genauso schnell wieder weg - will heißen, der Umfang wird nicht allzu groß. Da Hellblade kein Big-Budget-Titel ist, setzt man auch nicht auf eine ausufernde Kampagne. Das Team ist mit 15 Mann äußerst überschaubar. Dennoch ist man zuversichtlich, höchste Qualität bieten zu können. Das beginnt bei der künstlerischen Gestaltung des Spiels, welches lose auf der keltischen Kultur aufbaut und atemberaubende Schauwerte bietet. Eine wunderbare Kulisse für die tragische Geschichte der Heldin.

    Höllisch gut: Die Grafik kann sich sehen lassen, doch auch das Gegnerdesign stimmt. Diesem Gesellen raucht der Kopf bereits bevor wir ihn mit dem Schwert züchtigen. (PS4) Höllisch gut: Die Grafik kann sich sehen lassen, doch auch das Gegnerdesign stimmt. Diesem Gesellen raucht der Kopf bereits bevor wir ihn mit dem Schwert züchtigen. (PS4) Quelle: Ninja Theory Hauptcharakter Senua plagen schwere Selbstzweifel und stellenweise wirkt sie mental stark angeschlagen. Sie redet mit einem Leinensack, führt Selbstgespräche und hört Stimmen. Sie scheint besessen von bösen Geistern. Eine männliche Stimme, die Senua des Öfteren hört, scheint besonders gefährlich. Spricht dieser Dämon zu ihr, erscheinen furchteinflößende Gestalten, die es zu bekämpfen gilt. Hier greift das klassische Ninja-Theory-Gameplay: Blocks, Ausweichmanöver und Konterattacken gilt es effektiv einzusetzen, um sich der Höllenbrut zu erwehren.

    Das Problem bisher: Die spielbaren Demos überzeugten in diesem wichtigen Punkt leider nicht. Statt wuchtigen, spannenden Klingenstürmen oder interessanten taktischen Kämpfen kommt alles träge und ein, zwei Tacken zu unspannend und umständlich daher. Anders als bei bisherigen Spielen des Teams zoomt die Kamera im Kampfgeschehen stark an Senua heran und lässt uns ihr so direkt über die Schulter blicken. Diese Entscheidung mag künstlerische Hintergründe haben, oder ist für ein Gameplay konzipiert, das man bisher noch nicht realisiert hat, doch momentan wirkt der Kniff deplatziert und trägt nicht zu einer befriedigenden Spielerfahrung bei.

    Der Feind im Anmarsch: Plagen Senua Visionen, muss sie sich ihren Dämonen stellen. (PS4) Der Feind im Anmarsch: Plagen Senua Visionen, muss sie sich ihren Dämonen stellen. (PS4) Quelle: Games Aktuell Dabei ist der Ansatz erfrischend: Blocks und Ausweichmanöver sind essenziell, um Kämpfe für sich zu entscheiden. Man muss auch die Richtung einkalkulieren, aus der die Angriffe kommen. Attacken von rechts muss man mit einem anderen Move vereiteln als solche von links. Mit dem richtigen Timing stößt die keltische Kämpferin ihre Widersacher zurück und kann in einem kurzen Zeitfenster selbst erfolgreich zum Angriff übergehen.

    Angesichts der geplanten kurzen Spielzeit verzichtet man auf ein RPG-ähnliches Auflevelsystem. Selbst Magie wird nicht zum Einsatz kommen. Senua wird sich ganz auf ihre Klinge verlassen und der Fokus für den Spieler soll auf dem Erlernen und dem Meistern des Schwertkampfes liegen. Umso wichtiger also, dass man diesen Teil des Spiels auf Hochglanz poliert. Der Rest befindet sich nämlich bereits auf einem sehr guten Weg! Schaurig schön: Die Farbpalette des Spiels scheint äußerst stimmig und gelungen, ohne dabei zu eintönig zu wirken. Schaurig schön: Die Farbpalette des Spiels scheint äußerst stimmig und gelungen, ohne dabei zu eintönig zu wirken. Quelle: Games Aktuell

    Drama Baby

    Grafisch macht das Spiel bereits einen wunderbaren Eindruck. Die Optik kann mit dem tollen Artdesign mithalten und bietet einige Highlights, wie zum Beispiel Farbfilter, die zum Einsatz kommen, wenn Senua ihre Visionen zur Abwechslung mal produktiv einsetzen kann und dadurch kleine Rätsel löst. So werden relevante Objekte golden markiert oder Lichtsäulen weisen der Amazone den Weg.

    Schick: Ninja Theory verzichtet abgesehen davon vollständig auf Icons und ein HUD. Keine Lebensanzeige oder sonstige Zahlenspielchen am Bildschirm, die den Spieler aus dem Erlebnis reißen könnten - eine sehr gute Entscheidung! Immerhin ist die Optik bisher die größte Stärke des Spiels und kann sich locker mit anderen Top-Produktionen messen. Die Atmosphäre stimmt also.

    Bleibt zu hoffen, dass man dem eigenen Anspruch auch bei der Geschichte zu Senua gerecht wird. Äußerlich wirkt die Heldin stark und wie jemand, dem man lieber nicht widersprechen sollte. Innerlich scheint sie jedoch stark zerrissen. Allem Anschein nach haben ihre seelischen Narben mit ihrer Mutter zu tun. Wenn Ninja Theory hier Substanz anzubieten hat und die Hintergründe von Senuas Pein spannend vermitteln kann - und sich nicht im üblichen seichten Videospielgeseier verliert -, könnte anspruchsvolle Unterhaltung auf uns zukommen.

    Das Art-Design hinter Hellblade So schaurig-schön sind die Konzepte der Gegner. Eine der absoluten Stärken des Spiels ist sein Charakterdesign. Dabei macht man sich das Uncanny Valley zunutze und spielt mit den visuellen Erwartungen der Spieler. Zombifizierte Hunde, haushohe Wölfe mit menschlichem Kopf und Widderhörnern, zweiköpfige Pferde ... so gruselig diese Feinde wirken, so schaurig-schön sind sie umgesetzt.

    Auch die Farbpalette des Spiels scheint äußerst stimmig und gelungen, ohne dabei zu eintönig zu wirken. Ob die Optik von Hellblade letztlich mit den grandiosen Konzeptzeichnungen mithalten kann und inwieweit die der Detailgrad der Gegner für das Spiel heruntergeschraubt wird, ist nicht klar. Hoffentlich übernimmt man möglichst viel der Pracht, denn die künstlerische Abteilung bei Ninja Theory hat es ganz offensichtlich drauf!

    Entwickler: Ninja Theory | Hersteller: Ninja Theory

    Pro und Contra

    + Grandioses Charakterdesign
    + Vielversprechende Hintergrundgeschichte
    + Ambitioniertes Gameplay ...
    - ... welches aktuell noch nicht überzeugt
    - Spiel wird wohl nicht sonderlich umfangreich

    Fazit

    Optisch außergewöhnlicher ActionReißer, der spielerisch aber noch mit Problemen zu kämpfen hat. Deswegen kriegt Hellblade von uns eine Wertung von 7,5.
    Wenn das bisher recht langweilige Gameplay nicht wäre, würde ich sicherlich noch mal eine ganze Ecke optimistischer auf den Release von Hellblade blicken. Doch ich habe Hoffnung und das Potenzial ist allemal vorhanden. Ich feiere es, wenn Helden in einem Videospiel nicht perfekt sind. Das macht sie oftmals nur glaubwürdiger und liebenswerter. Optisch geht man in jedem Fall in die richtige Richtung und das Kelten-Setting ist erfrischend unverbraucht. Ich wünsche Ninja Theory bei der Umsetzung ihrer Ziele auf jeden Fall gutes Gelingen, denn wenn eines feststeht, ist es, dass ich richtig Bock auf Hellblade habe. Enttäuscht mich nicht, ihr Ninjas!

    02:40
    Hellblade: Heldin Senua im neuen Cinematic-Trailer
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 03/2017 PC Games Hardware 04/2017 PC Games MMore 03/2017 play³ 04/2017 Games Aktuell 03/2017 buffed 12/2016 XBG Games 01/2017 N-Zone 03/2017 WideScreen 03/2017 SpieleFilmeTechnik 03/2017
    PC Games 03/2017 PCGH Magazin 04/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1191667
Games Aktuell
Hellblade Vorschau: Heißes Action-Adventure von den Devil-May-Cry-Machern
Die selbsternannten Meister der Ninja-Adventures haben ein neues, höllisch heißes Eisen im Feuer! Die Keltische Kriegerin mit furchtbaren Visionen befindet sich auf dem Weg in die Hölle. Was ist Realität und was ist Einbildung? Kann die äußerlich taffe Frau mit ihren Problemen fertig werden?
http://www.gamesaktuell.de/Games-Aktuell-Brands-230077/Specials/Hellblade-Hoellisch-heisses-Action-Adventure-1191667/
12.04.2016
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2016/04/Hellblade_Web_Header_Logo_websize-pc-games_b2teaser_169.jpg
hellblade,ninja theory,action-adventure
specials