Knarren einstecken und Gehirn einschalten: In diesem Militär- Game sind clevere Strategen gefragt, keine Rambo-Naturen!
E uch ist "SOCOM 3" noch immer viel zu anspruchslos? Dann solltet ihr unbedingt die Truppen-Simulation "Full Spectrum Warrior: Ten Hammers" ausprobieren. Wie schon im Vorgänger steuert ihr zwei vier Mann starke Army-Trupps durch Häuserschluchten, Militäranlagen und Fabrikkomplexe. Schauplatz des bissigen Kriegs-Epos ist der Mittlere Osten. Dabei erinnert das zwölf Solo-Missionen umfassende Spiel an eine Partie Schach im Tarnanzug: Ihr manövriert eure Soldaten langsam von Deckung zu Deckung, legt so genannte Feuerzonen fest oder splittet eure Trupps auf, um dem Feind in den Rücken zu fallen. Dank übersichtlicher Menüs und Bildschirmanzeigen behaltet ihr glücklicherweise selbst unter Beschuss stets den Überblick. Neu: Per Tastendruck übernehmt ihr die Steuerung über eure Donnerbüchse. Für kurze Zeit schielt ihr dann persönlich durch das Fadenkreuz und neutralisiert unliebsame Soldaten.
Aber Vorsicht, vorschnelle Entscheidungen befördern eure Jungs meist im Handumdrehen ins Feldlazarett. Ihr müsst jeden Schritt gut abwägen, denn die Feinde agieren clever und zielen verdammt gut. Gerade ungeduldige Naturen werden anfangs trotz gelungener Wiederholungs-Funktion besonders kniffelige Abschnitte häufiger spielen müssen.
Zurück in die Ausbildung
Überraschend: Die Steuerung ist perfekt. Nach einigen Minuten Eingewöhnungszeit kommandiert ihr eure Trüppchen zielsicher. Umso enttäuschender fällt allerdings die grafische Präsentation aus: Zwar sind die Polygon-Soldaten recht nett anzusehen, die Animationen allerdings wirken teilweise etwas hölzern und detailarm. Weiterhin stören nervig aufpoppende Gebäude am Horizont, plötzlich verschwindende Objekt und Grafikfehler jeglicher Art. OB
