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  • Forza Motorsport 4: Der große Vergleichstest mit Gran Turismo 5 - Leser-Test von GenX3601966

    Ein Fazit gleich vorweg: Hardcore-Fans der Playstation 3 im allgemeinen und gnadenlose Verfechter der Gran Turismo-Reihe brauchen schon ab hier gar nicht mehr weiter lesen, denn Forza Motorsport 4, unlängst exklusiv für die Xbox 360 erschienen, gewinnt diesen Wettlauf der zwei Rennspielgiganten mit erstaunlichem Abstand in meinem Vergleichstest.

    Ich habe als langjähriger Freund von Rennspielen, insbesondere Rennsimulationen, so ziemlich jedes Gran Turismo als auch alle vier Ableger der Forza-Reihe gespielt. Das knapp ein Jahr alte Gran Turismo 5 kann bei mir eine Spielzeit von rund 100 Stunden aufweisen und Forza Motorsport 4 habe ich seit dem Releasedatum geschlagene 50 Stunden gespielt. Optimale Voraussetzungen also für einen halbwegs objektiven Vergleich.

    Einstieg: Schnelles Spiel, Karriere, Autovista und Community

    Nach der optionalen Installation der zwei DVDs befinden wir uns bei Forza Motorsport 4 (ff. FM4) sofort im übersichtlichen Hauptmenü, das sich in vier große Hauptbereiche aufteilt.

    Mit einem "schnellen Spiel" können wir jederzeit sofort ein beliebiges Rennen starten, mit jedem der über 500 Autos, auf jeder Strecke ohne Einschränkungen. Anders als bei Gran Turismo 5 (ff. GT5) brauchen wir keine besonderen Matsch- und Schneereifen für Rallyestrecken, denn die gibt es bei FM4 nicht. FM4 beschränkt sich auf Fahrten zu unterschiedlichen Tageszeiten, aber immer auf Asphalt bei schönem Wetter.

    Ein kleiner Fauxpas für eine echte Simulation, aber Entwickler Turn 10 wollte ganz sicher gehen, dass die konstante Rate von 60 Bildern pro Sekunde garantiert werden kann. Anders als bei GT5, wo man bei Regenrennen häufig Ruckler und Tearing im Bild sehen kann.

    Unter der Option Schnelles Spiel gibt es auch den hervorragenden 2-Spieler Splitscreen Modus und den Punkt "Beste Runde", bei der man in einer Endlosschleife versuchen kann, die Bestzeiten weltweit von Freunden oder Clubmitgliedern zu schlagen.

    Forza Motorsport 4: Der große Vergleichstest mit Gran Turismo 5 - Leser-Test von GenX3601966 Quelle: Videogameszone Mit der Karriere eröffnet sich eine Welttournee, die man entfernt mit dem A-Spec Modus aus GT5 vergleichen kann. Doch FM4 macht hier einiges anders. Das Ziel sind die Rennen der höchsten Klasse mit den Le Mans Prototypen. Bis dort hin ist es ein weiter Weg, denn man muss sich zu Beginn mit der F-Klasse (Ford Ka, Golf GTI Mk. I, Nissan Micra etc.) weiter hoch arbeiten. Steckt man aber an einer Stelle mit der A-Klasse beispielsweise fest, weil man kein geeignetes Auto besitzt und das Geld alle ist, um neue zu kaufen, kann man sich jederzeit in ein Auto einer beliebigen bereits vorhandenen Klasse setzen und damit die Rennen weiterfahren. Geld zu "grinden", um voranzukommen gibt es bei FM4 nicht, was bei GT5 leider des öfteren vonnöten war.

    Die Gegner-KI ist in der Welttournee nicht einstellbar. Das geht aber unter dem Karriere-Menü im Veranstaltungskalender, der mit Rennevents unterschiedlichster Spielmodi extrem voll ist. Insgesamt gibt es dort 341 Veranstaltungen, bei denen jeweils bis zu zehn Einzelrennen gefahren werden müssen. Für Langzeitmotivation ist also gesorgt. Obwohl es keine Langstreckenrennen mehr gibt, dürfte man mit der gesamten Karriere also mindestens doppelt so lange versorgt sein, wie bei GT5.

    Neben der Tournee und den Veranstaltungen gibt es im Karrieremenü den Punkt Rivalen. Wie der Name schon sagt, gilt es hier Bestzeiten von Freunden zu schlagen, die die eigene Zeit überboten haben. Dieses Feature kennt man bereits aus Need for Speed Hot Pursuit, dort Autolog genannt.

    Bei Autovista handelt es sich um einen Showroom, vergleichbar dem Fotomodus mit verschiedenen Locations aus GT5, in ähnlicher Hochglanzoptik. Allerdings kann man hier nicht nur 24 (+ zwei freispielbare) ausgesuchte Supercars fotografieren, sondern man erfährt alles über Motorleistung, Bereifung, Besonderheiten etc., kann alle erdenklichen Türen, Motor- und Kofferräume öffnen oder sich sogar ins Auto hineinsetzen, egal auf welchen Platz, man kann den Motor anlassen und die Geräuschkulisse bestaunen. Das alles funktioniert auch mit der Bewegungssteuerung Kinect. Zudem gibt es die Option, sich witzige Kommentare von Top Gear-Darsteller Jeremy Clarkson im Original mit Untertiteln anzuhören.

    Der für mich persönlich wichtigste Punkt im Hauptmenü ist die Community. Hier kann man nicht nur Online-Rennen fahren, die in jeder Hinsicht GT5 online in den Schatten stellen, sondern man kann sich in einem Club organisieren, das Auto-Versteigerungshaus besuchen oder seinen Shop einrichten und verwalten.

    All diese Funktionen sind so komplex, dass ich an dieser Stelle nur kurz auf den Shop als Beispiel näher eingehen möchte.

    Forza Motorsport 4: Der große Vergleichstest mit Gran Turismo 5 - Leser-Test von GenX3601966 Quelle: Videogameszone Im Shop kann man u.a. Designs kaufen, die von der Community selbst erstellt wurden. Da die Fülle unübersichtlich groß wäre, gibt es eine Suchfunktion. Sucht man also z.B. das Originaldesign eines DTM BMW M3 von 1993, kann man durch konkrete Angaben mit Sicherheit eine Auswahl selbst erstellter Designs seines Lieblingsautos erwerben. Manche User stellen ihr Design sogar kostenlos zu Verfügung. Für jeden ist also etwas dabei. Die Funktion des Lackiereditors macht FM4 einzigartig. Denn so entsteht quasi eine unendliche Auswahl von Designs, angefangen bei einem Star Wars Opel, bis zu unzähligen Originalen aus dem Motorsport, hier gibt es keine Grenzen. Wer künstlerisches Talent besitzt, kann sich natürlich seine eigenen Designs und Mustergruppen erstellen. Sogar Fotos von Supermodels, kann man sich so auf seine Motorhaube klatschen. Fast wie im richtigen Leben.

    Im Shop kann man sich auch die Fotos und Rennaufzeichnungen von anderen Spielern ansehen, bewerten und herunterladen. Ebenso kann man Tuningeinstellungen kaufen und dann jederzeit im Rennen verwenden. Prima für Leute, die sich damit nicht auskennen, aber unbedingt ein Tuning Auto haben wollen.

    Der Clou an der Sache ist aber, dass jeder Spieler seinen eigenen Shop besitzt. Dort kann er alles anbieten, was er selbst erstellt hat und kann sich eine goldene Nase verdienen, die entsprechende Qualität seiner Kreationen vorausgesetzt. Persönlich verdiene ich bereits die Hälfte meines Geldes im Spiel durch meine selbst erstellten Designs und Muster (wie z.B. einem gezeichneten Cover vom Videospiel LIMBO), sowie mit Autoverkäufen im Auktionshaus. Allein mit diesem Handels- und Wirtschafts-Feature kann man Stunden über Stunden im Spiel verbringen. So etwas hat GT5 einfach nicht und das ist einfach ein großer Verlust und kann auch nicht durch halbherzige Kart- oder Rallye-Features mit Nacht- und Regenrennen aufgewogen werden.

    Ein paar Worte zum Umfang

    Wenn Umfang bedeutet, dass man über 1.000 Autos in einem Spiel sein eigen nennt und mit unterschiedlichen Wettereffekten, Nachtrennen, Kart- und Rallyestrecken aufwarten kann, hat GT5 sicher die Nase vorn. Autofußball und Bowling auf der Top Gear Teststrecke sind bei FM4 zwar nette Gags, aber mehr auch nicht.

    Forza Motorsport 4: Der große Vergleichstest mit Gran Turismo 5 - Leser-Test von GenX3601966 Quelle: Videogameszone Wer aber mehr Wert auf Design, Online-Rennen und Langzeitmotivation legt, der ist mit FM4 einfach besser beraten. Dazu kommt für mich persönlich die Auswahl der Fahrzeuge. Als Japaner lässt mir GT5 keine Wünsche offen. Während bei FM4 japanische Autos nur rund ein Fünftel des Fuhrparks ausmachen, sind bei GT5 fast die Hälfte Japaner. Europäische und amerikanische Autos werden bei GT5 eher stiefmütterlich behandelt. Ebenso ärgerlich ist bei GT5 die Unterscheidung zwischen Premium- und Standardautos. Hätte man die Standards bei GT5 weg gelassen, wäre Polyphony Digital wohl besser beraten gewesen. Bei FM4 sieht rein optisch jedes Fahrzeug so gut aus, wie die Premiumautos bei GT5. Auch im Rennen und bei FM4 hat jedes Auto eine detaillierte individuelle Cockpitperspektive und keine Behelfsansicht, wie zuletzt bei GT5 für die Standardautos via Patch nachgereicht.

    Exoten wie den Kübelwagen bei GT5 sucht man in FM4 vergebens. Selbst wenn man einen VW Golf bei FM4 fahren kann, ist es mindestens ein GTI und kein Familienauto. Aber mal ehrlich, viel mehr als einmal sind wohl auch die wenigsten mit dem Kübelwagen gefahren.

    Mittlerweile bietet auch FM4 die größere und interessantere Streckenauswahl. Zwar sind einige beliebte Strecken aus dem Vorgänger, wie z.B. New York oder der Bugatti-Kurs in Le Mans der Schere zum Opfer gefallen, auch Städterennen gibt es nicht mehr. Dafür wurde aber auch das Beleuchtungssystem überarbeitet, was die Strecken noch realistischer aussehen lässt. New York wäre mit dem neuen Beleuchtungssystem auch sicher so nicht machbar gewesen.

    Wie gesagt, Rallyestrecken gibt es nicht, alles wird auf Asphalt gefahren, aber es gibt mehr unterschiedliche Pistenverhältnisse als bei GT5, wie z.B. die Betonplatten des ehemaligen Flughafens Sebring in Florida, oder die Amalfi-Strecke in Positano mit Kopfsteinpflaster.

    Steuerung und Fahrphysik

    Wie die meisten Tester bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass sich vom Fahrverhalten her FM4 mittlerweile auf dem gleichen Niveau befindet wie GT5. Physikalisch ist FM4 sogar noch einen Tick besser, denn Vibrationen und Bodenwellen sind noch besser hervor gearbeitet, als in FM2, das die besseren Simulationseigenschaften gegenüber FM3 aufweisen konnte.

    Natürlich kann sich FM4 mit allen eingeschalteten Fahrhilfen auch wie ein reiner Arcaderacer anfühlen. Viel mehr als GT5 mit allen verfügbaren Hilfen. Wenn man aber alle Hilfen abschaltet, denn auch in echten Rennen gibt es weder Traktionskontrolle, noch ABS oder eine Ideallinie, sind beide Spiele auf gleicher Augenhöhe. Wer da große Unterschiede bemerkt ist wohl ein wahrer Erbsenzähler, um nicht zu sagen pedantisch.

    Die Lenkradunterstützung ist auch bei beiden Spielen vergleichbar exzellent. Nur schade, dass sich Turn 10 so schwer mit der Unterstützung von Logitech-Lenkrädern tut.

    Gegner-KI und Schadensmodell

    GT5 wird oft vorgeworfen, dass sich seit Teil 1 in der Serie an der künstlichen Intelligenz nie etwas groß getan hat. Wenn man Forza seit Teil 1 gespielt hat, kann ich das bestätigen, wenn man beide Spielreihen direkt miteinander vergleicht. Denn bis heute, nach unzähligen Verbesserungen und Updates, fährt die GT5-KI wie an einer Perlenkette brav hintereinander und reiht sich nach einem Rempler sofort wieder in den Skript ein.

    Da die meisten Spieler von GT5 rein statistisch gesehen Einzelspieler sind, ist das wohl einer der größten Kritikpunkte von GT5. Außerdem ist es sogar bei GT5 noch möglich, einen Gegner als Prellbock in Kurven zu missbrauchen, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

    Was würde die FM4-KI in so einer Situation tun? Sie würde ausweichen. Zur Not ins Kiesbett. Aber nicht immer, denn ein anderer KI-Fahrer würde womöglich gegen lenken und versuchen, mich abzudrängen.

    Fährt man hinter einer FM4-KI dicht im Windschatten, spürt man, wie der Fahrer vor einem die Angst bekommt und fährt auch mal zur Seite, wenn er bemerkt, dass ich schneller bin. FM4-KI-Fahrer machen auch Fehler, je nach Schwierigkeitsgrad. Sie verschalten sich, bis das Getriebe qualmt, sie jagen zu schnell durch die Kurve und landen im Kiesbett oder an der Leitplanke. Sie starten eine Aufholjagd und scheinen sogar Revanche üben zu wollen, wenn man ihnen zu nahe auf den Pelz gerückt ist.

    Auf dem Profischwierigkeitsgrad fährt die KI beeindruckend stark, aber niemals unfair. FM4 hat mit Abstand die derzeit beste künstliche Intelligenz bei einem Konsolenrennspiel.

    Das Schadensmodell ist bei FM4 im Vergleich zu GT5 von Beginn an verfügbar und lässt sich auch nicht abschalten, sondern nur kosmetisch begrenzen. Wer eine Beule in der Stoßstange hat, bekommt sie in FM4 auch nicht in der Boxengasse repariert. Dort wird das Auto lediglich an unsichtbaren Schäden ohne Animation repariert, wie ein geschundenes Getriebe, eine ausgemergelte Kupplung oder eine kaputte Aufhängung.

    Nach dem Rennen wird ein entstandener Schaden mit ein paar Credits bezahlt und das Auto ist im nächsten Rennen wie neu. Bei abgestellter Simulationsoption, muss nichts bezahlt werden, aber man verdient auch weniger Credits in den Gesamteinnahmen. Wer Geld verdienen will, muss also ein gewisses Risiko eingehen.

    Das Schadensmodell sieht viel besser aus, als bei GT5. Es fliegen nicht nur Spoiler und Stoßstangen durch die Luft, sondern bei einem Motorschaden zieht das Auto eine Rauchfahne hinter sich her und wird entsprechend langsamer. Allerdings wollten ein paar Hersteller (z.B. Lamborghini) nicht, dass ihre Autos komplett geschrottet werden. Deshalb beschränkt sich das Schadensmodell bei wenigen Fahrzeugen nur auf Kratzer und kaputte Scheiben. Mehr zu sehen als bei GT5 gibt es aber trotzdem. Alles wirkt ein Stück lebendiger und realer. Auch die Crashs klingen mächtiger und echter. Ein Kratzer klingt wie ein Kratzer und ein Aufprall gegen eine Mauer mit 300 Sachen klingt auch so, wie man sich es vorstellt, vor allem in Dolby Surround 5:1 bei voller Lautstärke!

    Grafik und Sound

    Forza Motorsport 4: Der große Vergleichstest mit Gran Turismo 5 - Leser-Test von GenX3601966 Quelle: Videogameszone Nicht nur der Sound bei Unfällen klingt besser als bei GT5. Jedes Motorengeräusch eines jeden Boliden in FM4 übertrifft das seines Konkurrenten. Dahinter verbergen sich die Sounddesigner von den ehemaligen Bizarre Creations (PGR-Reihe), die den Autos diesmal den optimalen Klang verpasst haben. Hier klingen nur einige LMS-Prototypen (gewollt) wie Staubsauger, aber selbst diese sprotzen mit Fehlzündungen, Overruns und Blow-Outs, so dass es eine Freude ist.

    Ein Ferrari klingt wie ein Ferrari klingen soll, da gibt es keine Kompromisse. Wenn man eine bessere Auspuffanlage z.B. an einen Audi A4 montiert, so macht sich das auch akustisch deutlich. Die Motorensounds sind über jeden Zweifel erhaben und haben nicht nur Simulationseigenschaften, sie sind eigentlich das Highlight im Spiel. Sie klingen mal gewaltig, mal rotzig frech, manchmal verhalten, aber nie übertrieben laut oder zu leise.

    Die Menümusik bei GT5 muss man lieben. Sie ist, nun ja, etwas elitär und verschafft GT5 einen besonderen intellektuellen Anstrich. Die Musik im Rennen ist bei GT5 sehr poppig, aber durchaus passend, während die Rennmusik bei FM4 durch stressige Electro- und Technobeats nicht wirklich überzeugen kann. Dafür gibt sich FM4 im Menü mit bescheidenen Sounds zufrieden, man scheint sich in einem Autohaus eines Luxuswagenherstellers zu befinden, oder in einem Aufzug eines modernen Luxusapartments, je nach Auffassungsgabe. Musik ist in einem Rennspiel aber sowieso nebensächlich, wenn die Motorsounds überzeugen können und das hat bei FM4 hervorragend hingehauen. Außerdem kann man, wie bei GT5, nach belieben wahlweise eigene Musik abspielen. Das ist ein bekanntes Standard-Feature bei der Xbox 360.

    Rein grafisch hat Turn 10 so ziemlich das letzte aus der Xbox 360 heraus geholt, was technisch möglich war. In manchen Rennen, besonders online, vermisste ich so überflüssige Dinge wie eine Hupe oder einen Blinker. Technisch wäre das vielleicht sogar auch noch drin gewesen, aber wer braucht das wirklich? Es zeigt vielmehr, das sonst überhaupt nichts fehlt.

    Das neue Lightning lässt nicht nur die Autos viel besser aussehen, als noch im recht matten Vorgänger, sondern auch die Umgebungen zeigen jetzt deutlichere Schatten und realistischere Lichteffekte. Ganz an die 1080p-Qualität von GT5 kommen manche Umgebungen von FM4 nicht heran, aber dafür laufen sie absolut flüssig und konstant mit 60 Bildern pro Sekunde. So unterscheiden sich optisch beide Alpenstrecken aus GT5 und FM4 kaum voneinander.

    Die Nordschleife liegt jetzt ein wenig im Nebel, was sicher den Realismus verstärkt. Schließlich sind die Bedingungen in der Eifel meistens wirklich so. Aber bei FM3 oder bei GT5 hatte sie mir bei weniger Bewölkung besser befallen. Auch die Amalfi- und die Montserratstrecke haben einiges an Detailreichtum einbüßen müssen. Aber das war wohl der Preis für die 60FPS mit bis zu 16 Spielern online gleichzeitig. Dafür wird man auch von Lags verschont und der spielinterne Sprachchat klappt auch mit 16 Spielern einwandfrei. Von diesem hohen Qualitätsanspruch ist GT5 online meilenweit entfernt. Man kann also sagen, unter gewissen Voraussetzungen ist die Grafik sogar besser als bei GT5. Vor allem, wenn man die lieblos importierten Strecken und Autos aus GT4 nochmal hervorhebt.

    Bei Autovista sehen die Autos ähnlich detailliert und glänzend aus wie im Fotomodus von GT5 und vergleichsweise ähnlich gute Bilder kann man auch mit FM4 machen, obwohl die Fotoausrüstung bei GT5 etwas komfortabler ist. Dafür ist FM4 aber auch keine Eier legende Wollmilchsau, sondern konzentriert sich auf das wesentliche: eine richtig gute Schönwetter-Rennsimulation zu sein.

    Fazit

    Wer PS3 und Xbox 360 sein eigen nennt, darf sich entspannt zurück lehnen. Besitzer einzig der PS3 dürfen die Papiertaschentücher heraus holen, denn FM4 ist mit (relativ geringem) Abstand das bessere Konsolenrennspiel. Das wollte ich schon immer mal schreiben dürfen. Denn auch wenn Polyphony Digital über weniger Personal und Kostenaufwand verfügt, muss man die Leistung von Turn 10 einfach zurecht würdigen.

    Im Gesamtpaket wirkt FM4 mehr wie aus einem Guss. Es ist übersichtlicher, direkter, schneller und spannender, wie es sich für ein Rennspiel gehört. Es geht nicht nur ums fahren und um Autos des reinen Willens wegen, sondern es geht um die Freude am Rennsport, die FM4 besser vermitteln kann als GT5. Dafür brauche ich keine farbigen Anzüge oder Helme, so etwas gehört in einen Funracer. Ich will eine bodenständige Simulation mit großem Umfang und Langzeitmotivation, vielen internationalen Autos (und natürlich möglichst vielen deutschen Marken) und Strecken, eine tolle Steuerung, satten Sound und gute Grafik. All das bietet FM4, nun endlich auch einen Deut besser, als es die langjährige Gran Turismo Reihe es bisher konnte. FM4 hat GT5 überholt. Ob GT5 jemals wieder der Forza-Reihe davon fahren kann, wird die Zukunft zeigen.

    04:02
    Vergleichsvideo Forza 4 gegen Gran Turismo 5
    Spielecover zu Forza Motorsport 4
    Forza Motorsport 4
  • Forza Motorsport 4
    Forza Motorsport 4
    Publisher
    Microsoft
    Developer
    Turn 10 Studios
    Release
    14.10.2011
    Es gibt 30 Kommentare zum Artikel
    Von glattbahner
    Also ich weiß ja nicht was Ihr alle an GT5 so toll findetich habe beide Spiele und bei GT5 100% habe alle A und B-Spec…
    Von BAZINGA2011
    In dem Punkt, würde ich es eher ein wenig umgekehrt sehen. Was das Spieleangebot angeht, ist die Ps3 der 360 voraus…
    Von GenX66
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    • Es gibt 30 Kommentare zum Artikel

      • Von glattbahner
        Also ich weiß ja nicht was Ihr alle an GT5 so toll findet
        ich habe beide Spiele und bei GT5 100% habe alle A und B-Spec veranstaltungen abgeschlossen und ich muß sagen Abwechslung ist für mich was anderes. immer Fliegender Start, immer 12ter von 12 , die KI ist unter aller Sau
        die Saison Veranstaltungen....…
      • Von BAZINGA2011
        In dem Punkt, würde ich es eher ein wenig umgekehrt sehen.
        Was das Spieleangebot angeht, ist die Ps3 der 360 voraus (leider).
        Es gibt so viele schöne Titel für die Ps3 die es für die 360 nicht gibt und es ist schon alleine ein Titel, wo ich die Ps3ler beneide und das ist Unchartet und Heavy Rain hätte ich…
      • Von GenX66
        Fahrer kann man auch bei Forza 4 einstellen. Aber das nutze ich überhaupt nicht mehr bei Forza 4. Dazu machen die Rennen einfach zu viel Spaß und mehr Credits sind auch drin, wenn man selber fährt.

        Nur wegen Foza 4 muss man keine Xbox 360 kaufen, wenn man GT5 bereits hat. Wenn man aber Rennspiele mag und…
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Forza Motorsport 4
Forza Motorsport 4: Der große Vergleichstest mit Gran Turismo 5 - Leser-Test von GenX3601966
Ein Fazit gleich vorweg: Hardcore-Fans der Playstation 3 im allgemeinen und gnadenlose Verfechter der Gran Turismo-Reihe brauchen schon ab hier gar nicht mehr weiter lesen, denn Forza Motorsport 4, unlängst exklusiv für die Xbox 360 erschienen, gewinnt diesen Wettlauf der zwei Rennspielgiganten mit erstaunlichem Abstand in meinem Vergleichstest.
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24.10.2011
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2011/10/2002-1.jpg
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