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  • Forced: Knallhartes Action-Rollenspiel im Test - Leser-Test von Rene Gorny

    Forced im Test: Wir verraten euch, was das Indie-Rollenspiel von Betadwarf Entertainment drauf hat. Wer die römische Gladiatorenkämpfe schon immer für zu anspruchslos gehalten hat oder Löwen nicht als echte Gegner ansieht, sollte einen Blick auf Forced werfen. Die Anforderungen an tapfere Helden sind enorm.

    Die Geschichte des Koop-Spiels Forced, das sich unserem Test stellt, klingt nicht gerade originell: Ihr werdet gefangen genommen um für die Belustigung der Obrigkeit in tödlichen Arenen anzutreten. Ohne Vorkenntnisse gestaltet sich das natürlich als ein durchaus schwieriges Vorhaben. Schon bald werdet ihr erkennen, wie grausam der Alltag eines Gladiatoren in Forced ist. Sobald ihr das Tutorial beendet habt, gilt es 25 verschiedene Prüfungen zu überstehen. Vorm Eintritt in das Kampfgeschehen besucht ihr jedoch den Vorbereitungsraum.

    Darin entscheidet ihr euch für jeweils eine von vier Waffen: Frost-Schild, Geister-Klauen, vulkanische Hammer und Sturm-Bogen stehen zur Verfügung. Den magischen Eigenschaften entsprechend erlaubt euch jeder Gegenstand, besondere Fähigkeiten einzusetzen. Es gilt, sich für jeweils drei aktive und passive Talente zu entscheiden. Wollt ihr euch etwa mit Hilfe der Frost-Magie des Schilds schützen oder eure Gegner lieber in einen Eisblock verbannen?

    Um die anfangs noch kleine Auswahl an Talenten zu steigern, braucht ihr Kristalle. Vor allem das Sammeln der Klunker steigert den Wiederspielwert der Prüfungen. Schließlich belohnt euch das Spiel pro Prüfung mit bis zu drei Edelsteinen. Den ersten erhaltet ihr am Ende jeder Arena; für die beiden anderen sind extra Herausforderungen erforderlich. Etwa eine besondere Aufgabe wie keinen Schaden innerhalb einer Prüfung zu erhalten oder das Einhalten eines Zeitlimits warten auf euch. Einmal geschafft, gilt der Fortschritt dann allerdings für jede Waffe. Dadurch könnt ihr jederzeit frei zwischen ihnen wählen, um bekannte Level noch einmal zu besuchen.

    Balfus, der Begleiter

    All das macht Forced allerdings noch nicht besonders ­– das übernimmt Balfus. Auch wenn der erfahrene Gladiator in eine kleine, leuchtende Kugel, einen Orb, gesperrt wurde, steht er euch nicht nur mit hilfreichen Ratschlägen zur Seite. Balfus ist ein aktives Spielelement und erst seine Kräfte ermöglichen es euch, die Aufgaben in Forced zu überstehen. Per Leertaste ruft ihr den Orb. Auf dem Weg zu euch wendet er dann seine Kräfte auf jeden berührten Gegenstand an. So aktiviert ihr beispielsweise magische Schreine, entschärft Fallen und zerstört die Spawnpunkte eurer Gegner. Die Einsatzmöglichkeiten von Balfus steigern sich im Verlauf des Spiels stetig. Eine ordentliche Portion Geschick ist jedoch immer nötig, um die Flugbahn des Orbs geschickt auszunutzen. Die Idee ist originell und funktioniert einwandfrei, erfordert jedoch ein hohes Maß an Multitasking. Schließlich müsst ihr nicht nur euren Charakter geschickt kontrollieren, sondern stets auch ein Auge auf Balfus haben.

    Die Schauplätze des Spektakels

    Forced: Knallhartes Action-Rollenspiel im Test - Leser-Test von Rene Gorny. (3) Forced: Knallhartes Action-Rollenspiel im Test - Leser-Test von Rene Gorny. (3) Quelle: BetaDwarf Damit für genügend Abwechslung gesorgt ist, seid ihr nicht nur in den anfänglichen Arenen, sondern auch in weitläufigen Wäldern, Wüsten und alten Gemäuern unterwegs. Obgleich die Herausforderungen anfangs noch dem Ausmaß einer der altertümlichen, römischen Arenen ähneln, werden die Bereiche im späteren Spielverlauf immer größer. In den vier Szenerien gilt es sowohl immer anspruchsvollere Gegner zu besiegen und Rätsel, Fallen sowie Geschicklichkeitsprüfungen zu überwinden. Zudem erwartet euch am Ende jedes Sektors ein Wächter, den es in einem extrem fordernden Boss-Kampf zu besiegen gilt. Bei ihm ist nicht nur Präzision und Reaktionsvermögen, sondern auch eine jeweils angepasste Taktik gefragt. Denn Bosse haben eine Vielzahl an übermächtigen Fertigkeiten und hetzen euch dabei noch ihre Gefolgschaft auf den Hals. Der Bildschirmtot ist in den ersten Versuchen vorprogrammiert. Bei diesen Kämpfen merkt man den hohen Anspruch von Forced. Gelegenheitsspieler sind jedenfalls fehl am Platz.

    Doch wer sich den Anforderungen von Forced stellen will, bei dem entsteht sofort das Verlangen die eignen Fähigkeiten zu verbessern. Nach dem Prinzip: "Einfach zu erlernen, schwer zu meistern". Der Weg zum Ziel ist sofort ersichtlich, die Talente der Gladiatoren auf Anhieb verständlich. Somit könnte jede Herausforderung innerhalb weniger Minuten abgeschlossen werden. Doch bist die passende Strategie dafür gefunden ist, sind mehrere Anläufe nötig. Einige Level müssen nahezu auswendig gelernt werden, vor Allem, wenn ihr euch den optionalen Aufgaben stellen wollt. Forced weiß dafür von der ersten Minute an zu motivieren und lockt euch mit einmaligen Erfolgsmomenten. Die Spielzeit ist somit davon abhängig wie schnell ihr die jeweiligen Level draufhabt, und wie viele zusätzlichen Aufgaben ihr abschließen wollt. Wir haben für den Test über 30 Stunden mit Forced verbracht. Für den letzten Boss und einige Extra-Kristalle hat diese Zeitinvestition jedoch nicht ausgereicht.

    Das Können des Gladiators

    Forced: Knallhartes Action-Rollenspiel im Test - Leser-Test von Rene Gorny. (6) Forced: Knallhartes Action-Rollenspiel im Test - Leser-Test von Rene Gorny. (6) Quelle: BetaDwarf Das Kampfsystem von Forced kommt mit einem Twist daher: Der Einsatz eurer Standard-Attacke sowie bestimmter Fertigkeiten ermöglicht es, jeden eurer Gegner bis zu fünf Mal zu markieren. Jeder dieser "Marks" sorgt dann dafür, dass die Widersacher verletzlicher gegenüber anderen Angriffen sind. Während einige Talente den schnellen Aufbau von Markierungen ermöglichen, könnt ihr mit anderen massiven Schaden gegen markierte Gegner anrichten. Dabei werden die "Marks" allerdings aufgebraucht. Ein geschicktes Taktieren ist also schon bei der Vorbereitung nötig. Die möglichen Kombinationen sind enorm vielfältig. Hinzu kommen Fertigkeiten, um aussichtslosen Situationen zu entkommen, Betäubungseffekte, Heilungen und vieles mehr. Allerdings wählt ihr nur maximal drei aktive und drei passive Talente für die jeweilige Prüfung aus. Die Qual der Wahl ist groß, schließlich stehen euch 16 Fähigkeiten pro Waffenart zur Verfügung, die eine Vielzahl an möglichen Synergien mit sich bringen.

    Ihr habt also die Chance, euch einen persönlichen Spielstil anzueignen, jedoch müsst ihr immer auf einige der erfolgsversprechenden Talente verzichten. Genau das macht den Wiederspielwert von Forced aus. Während ihr euch beim ersten Durchgang vielleicht noch hinter dem Frost-Schild versteckt habt, genießt ihr später den Adrenalin-Rausch beim Schwingen des Hammers. Sogar innerhalb einer Waffenart sind mehrere Spielarten verfügbar.

    Koop wird großgeschrieben

    Damit ihr nicht alleine vor dem Rechner verzweifelt, hat der Entwickler ein besonderes Augenmerk auf das kooperative Spiel gelegt. Hier liegt die wahre Stärke von Forced: das Zusammenwirken der bis zu vier Charaktere ist ausgesprochen gut konzipiert, denn in der Gruppe stehen euch weitaus mehr Fähigkeiten zur Verfügung als im Solo-Modus. Die Kombinationen ermöglichen eine Vielzahl neuer taktischer Möglichkeiten. Eine gezielte Rollenverteilung ist hier vorteilhaft: Während sich ein Gladiator darum kümmert, die Gegner unter Kontrolle zu halten und "Marks" zu erstellen, nutzen seine Mitstreiter das aus, um möglichst viel Schaden zu verursachen.

    Die Suche nach der bestmöglichen Zusammenstellung ist nur einer der vielen Punkte, die den Koop-Modus von Forced so unterhaltsam gestalten. Denn jetzt wird Balfus von allen Spielern kontrolliert – gleichzeitig. Hierbei entstehen ungewollt amüsante Situationen; ein kühler Kopf und eine gute Absprache sind für die Koordination nötig. Ist eure Gruppe einmal eingespielt, macht es richtig Laune. Balfus Fähigkeiten lassen sich weitaus geschickter ausnutzen und ihr werdet immer neue Möglichkeiten entdecken. Portal 2 war der letzte Titel, der solch ein akkurates und enorm kooperatives Zusammenspiel erforderte ­– Forced stellt Teamwork noch mehr in den Vordergrund. Lokal an einem Computer, oder mit dem komfortablen Lobby-System.

    Hinter den Fassaden der Arena

    Forced: Knallhartes Action-Rollenspiel im Test - Leser-Test von Rene Gorny. (5) Forced: Knallhartes Action-Rollenspiel im Test - Leser-Test von Rene Gorny. (5) Quelle: BetaDwarf Für die bunte Spielwelt von Forced ist die flexible, bei Indie-Entwicklern populäre Unity-Engine zuständig. Forced besitzt zwar keine bombastische Grafik, der Gesamteindruck ist jedoch stimmig und überall sind liebevolle Details versteckt. Neben der hohen Bildrate tragen vor allem die schön designten, aber dennoch zu keiner Zeit überladenen Effekte den schnellen Spielfluss bei. Der Charakter wird per WASD-Tasten (am Gamepad: linker Stick) gesteuert, gezielt wird mit der Maus (am Gamepad: rechter Stick). Dies ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, doch sowohl mit Maus und Tastatur als auch mit dem Gamepad ist die Steuerung stets präzise.

    Die Tastenbelegung des Controllers kann zudem frei angepasst werden. Außerdem haben die Entwickler ein twitch.tv Unterstützung eingebaut, womit ihr (ohne zusätzliche Software) direkt auf die beliebte Plattform streamen könnt. Weitere, kostenlose Features sind ebenfalls in Planung, unter anderem ein "Help-Boost" der den Spielablauf bei Bedarf erleichtern soll. Wer Lust auf Forced bekommen hat, der kann entweder bei Steam oder direkt auf www.forcedthegame.com (DRM-free) für 13,99 Euro zugreifen. In der ersten Woche ist es auf beiden Plattformen um 20% reduziert, eine Veröffentlichung auf desura.com und gog.com ist ebenfalls in Planung.

    Pro:

    +Exzellenter Koop-Modus
    +Ausgefeilte Mechaniken, allein und in der Gruppe
    +Gute Klassen-Balance
    +Eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten
    +Originelle Ideen
    +Liebevoll gestaltet
    +Übersichtliche, dem schnellen Spielablauf angepasste Grafik
    +Twitch.tv Feature
    +Enormer, aber stets fairer Schwierigkeitsgrad
    +Hoher Wiederspiel-Faktor

    Contra:

    -Sehr hohen Anforderungen an den Spieler, bisher nicht anpassbar.
    -Auf den ersten Blick brutal schwer und nahezu unfair.
    -Der 100%tige Abschluss des Spiels ist fast nicht möglich.
    -Steuerung anfangs gewöhnungsbedürftig.
    -Viele Aspekte erfordern lange Einspielzeit
    -Schwierigkeitsgrad der Extra-Aufgaben schwankt teilweise.
    -An vereinzelten Stellen merklich auf mehrere Spieler ausgelegt.
    -Nicht gerade originelle Story, dennoch gut umgesetzt

    Meinung

    Forced bietet einen intensiv und exellent umgesetzten Koop-Modus! Ich wollte jede der grausamen Prüfungen von Forced meistern – und auch nach über 50 Stunden Spielzeit hat die Faszination für die schnellen, taktischen Kämpfe nicht nachgelassen. Bedauerlicher Weise hat jedoch der extrem hohe Schwierigkeitsgrad verhindert, jeden Aspekt zu erleben. Denn auch als Fan von extrem schweren Spielen, hat mich Forced an meine Belastungsgrenze gebracht. Der Anspruch an den Spieler wächst stetig, und fordert ein Maximum an Disziplin. Doch die Motivation siegt! Denn die vielen Variationsmöglichkeiten und ausgeklügelten Mechaniken machen auch im Einzelspielermodus irre Spaß, obwohl sie hauptsächlich für den Koop-Modus ausgelegt wurde. Vor Allem die originelle Idee rund um den Orb Balfus hat mich überzeugt, und über die banale Story hinweg sehen lassen. Forced ist ein großartiges, unterhaltsames Erlebnis für alle Spieler die sich einer echten Herausforderung stellen wollen. Betadwarf bringt euch hier ein Spiel, das von Spielern für Spieler konzipiert wurde - Indie-Entwicklung par excellence.

    Wertung: 85%

    09:53
    Forced: Anspiel-Video zum Arena-Abenteuer
  • Forced
    Forced
    Publisher
    BetaDwarf Entertainment
    Developer
    BetaDwarf Entertainment
    Release
    24.10.2013
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24.10.2013
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