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  • Final Fantasy XI

    Die Stunde der Wahrheit ist gekommen: Kurz vor Redaktionsschluss erreicht uns in letzter Sekunde direkt aus Japan das fertige Final Fantasy 12.

    D ie Zweifel waren groß: Ein neues Entwicklerteam, ein neues Kampfsystem, ein neuer Komponist, ein neuer Charakter-Designer. Dazu endlose Verschiebungen und Gerüchte über interne Querelen. Kein Wunder, dass es in der gewaltigen "Final Fantasy"-Fangemeinde ordentlich rumorte. Selbst die Rollenspiel-Experten in der OPM-Redaktion waren skeptisch -- kann der zwölfte Teil dem guten Ruf der Serie gerecht werden? Und ob er das kann!

    Filmreif

    Von Rendervideos sind wir heutzutage einiges gewohnt -- "Onimusha 3", "Tekken 5" oder "Soul Calibur" protzen mit famosen Filmen aus dem Computer. Trotzdem, der Vorspann von "Final Fantasy 12" sorgte für begeistertes Raunen. Noch bevor sie den Titelbildschirm sehen, sind die Fans der ersten Stunde versöhnt. Es erklingen nämlich zu den gewaltigen Bildern die klassischen "Final Fantasy"-Themen, die Square in den letzten Episoden gerne mal unter den Tisch fallen ließ.

    Schnell wird deutlich, dass Square Enix in Sachen Inszenierung so einiges dazugelernt hat. Die Rendervideos sind spürbar von George Lucas inspiriert -- einzelne Einstellungen haben wir schon in den letzten "Star Wars"-Filmen in sehr ähnlicher Art gesehen. Aber es sind die Echtzeit-Einlagen, die uns besonders beeindruckt haben: Sie wirken insgesamt weitaus westlicher und homogener inszeniert. Kameraarbeit, Fokus, Schnitt -- "Final Fantasy 12" muss sich vor keinem Kinofilm verstecken. Die Zeiten, in denen die Party-Mitglieder bei wichtigen Dialogen in der Landschaft stehen wie die Ölgötzen, sind ein für alle Mal vorbei.

    Weiterer Pluspunkt: Die Sprecher der Figuren klingen wie echte Menschen -- im vergleichsweise bodenständigen Ivalice ist kein Platz für quietschig-quäkendes Anime-Geplappere. Gerade bei Penelos erstem Auftritt ist uns ein echter Stein von Herzen gefallen: Vaans Freundin klingt nicht wie ein albernes Anime-Gör! Hoffentlich bleibt das auch bei der synchronisierten Fassung so. Diese kleinen Details sind es, die aus "Final Fantasy 12" mehr machen als eine simple Fortsetzung. Sie sind es, die auch neue Spieler an Bord holen könnten.

    Grossstadtflair

    In unserer letzten Vorschau haben wir ja schon einiges über die Handlung erzählt -- daher fassen wir uns hier kurz: Das Archadia-Imperium hat das kleine Königreich Dalmasca annektiert. Der König wollte nach der Schlacht kapitulieren, sein General Basch war anderer Ansicht und ermordete den greisen Monarchen kurzerhand. In eben diesen Wirren kamen auch Lord Rasler, der frisch angetraute Ehemann von Heldin Ashe, und Reks, der Bruder von Held Vaan, ums Leben.

    Zwei Jahre nach den Ereignissen schlägt Vaans große Stunde: Der Waisenjunge schlägt sich mit seiner Freundin Penelo durch Dalmasca und erledigt kleine Aufträge für den freundlichen Bangaa (eine echsenartige Rasse) Miguel. Vaans sehnlichster Wunsch aber ist es, einmal ein Luftpirat zu werden und frei zu leben. Allerdings ist es ein weiter Weg von den Gassen der Hauptstadt Rabanastre in den Himmel. Doch hat auch die Stadt einiges zu bieten: Schon nach den ersten Schritten durch die orientalisch angehauchte Metropole wisst ihr gar nicht mehr, wo ihr zuerst hinsehen sollt... die Umgebung sprüht nur so vor Leben, alles ist riesig groß und es gibt vieles zu entdecken. Ihr könnt mit zahlreichen Passanten reden -- auskunftswillige Figuren sind mit einem kleinen Smiley über dem Kopf gekennzeichnet.

    Per Select-Knopf ruft ihr eine Karte auf. Die zeigt euch, wo ihr den Spielstand speichern oder einkaufen gehen könnt. Auch ist stets euer nächstes Ziel markiert, sodass ihr euch selbst in der japanischen Fassung kaum verlaufen könnt.

    Dem Kampfsystem haben wir einen eigenen Kasten gewidmet, jetzt erzählen wir euch lieber noch etwas darüber, wie ihr an Geld kommt: Realistischerweise tragen die Monster von Ivalice keine Geldbörsen mit sich herum, die ihr klauen könntet. Stattdessen nehmt ihr kleine Jobs an: In der Kneipe hängen verschiedene Aufgaben am schwarzen Brett. Mal sollt ihr ein bestimmtes Monster unschädlich machen, mal einen Gegenstand ausliefern. Redet mit dem Auftraggeber und tut dann eure Pflicht -- als Belohnung wartet entweder heiß begehrtes Bargeld oder ein praktischer Gegenstand. Seid ihr am Anfang noch alleine mit Vaan unterwegs, wächst eure Party nach kurzer Zeit an. Da aber nur drei Helden auf einmal in den Kampf ziehen können, müsst ihr gelegentlich wechseln. Zum Glück ist das im Menü schnell bewerkstelligt.

    Präsentations-Protzerei

    Nicht nur bei Render- und Ingame-Sequenzen ist Square Enix in die Vollen gegangen, auch das eigentliche Spiel wird hervorragend präsentiert. Die Mimik der Akteure ist sehr lebensecht, die Hintergründe sehr detailliert und opulent. Ihr könnt wählen, ob ihr die Grafik mit einem Filter glätten wollt, oder ob ihr lieber leichtes Flimmern für schärfere Konturen in Kauf nehmt. Leider hat es nicht für einen 16:9-Modus gereicht -- das hätte die langsam in die Jahre kommende PS2 offenbar doch etwas überfordert.

    Dafür stimmt an der Akustikfront alles: Die Kompositionen von Hitoshi Sakimoto weben einen dichten Klangteppich und geben dem tollen Setting den letzten Schliff -- auf Wunsch auch in Dolby Pro Logic II. Ihr seht, die neue "Final Fantasy"-Episode überzeugt inhaltlich und mit ihrer Präsentation. Hoffentlich müssen wir auf eine westliche Fassung nicht mehr allzu lange warten! TN

  • Final Fantasy 11
    Final Fantasy 11
    Publisher
    Square Enix
    Release
    01.08.2006

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Final Fantasy 11
Final Fantasy XI
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01.06.2006
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