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  • Fate

    Lieber gut abkupfern als selbst etwas erfinden, das den Spielern dann nicht gefällt. Nach diesem Grundsatz wandelt das Action-Rollenspiel in Diablos Fußspuren.

    Man nehme das altbewährte Spielprinzip von Diablo, verpacke es in eine knuddelige 3D-Grafik und füge ein paar eigene Ideen hinzu, und fertig ist ein unterhaltsames Action-Rollenspiel. Dieser Plan geht bei Fate vor allem deshalb auf, weil die Entwickler nicht an der spielerischen Basis herumdoktern, sondern genau wie das Vorbild auf Monster jagen, Charakter entwickeln und die Jagd nach immer besseren Gegenständen setzen. Allerdings hat Fate auch einige Schwächen wie das viel zu kleine Inventar übernommen. Trotzdem schafft der Titel das, was viele Nachahmer nicht hinbekommen haben: Er erzeugt diesen »Flow«, der Sie fast schon zum Weiterspielen zwingt.

    Der gute, alte Heldenbaukasten

    Ein Hauptmerkmal fehlt jedoch: die Charakterklassen. Während viele Spieler bei Diablo 2 bereits Monate vor dem Release innere Konflikte darüber ausgetragen haben, ob es der Barbar, Paladin oder doch die Zauberin sein soll, starten Sie in Fate einfach nur als Held. Im Laufe Ihrer Karriere spezialisieren Sie sich, indem Sie Punkte in Fähigkeiten investieren. Dazu gehören unter anderem der Umgang mit Waffenarten wie Schwert und Bogen, Zauberschulen und allgemeine Dinge wie »Kritische Treffer«.

    Daneben verteilen Sie Attributpunkte auf Stärke, Geschicklichkeit, Ausdauer und Magie. Aufgrund der üblichen Mechanik ändern sich dadurch indirekt auch andere Größen: Mehr Ausdauer steigert beispielsweise die Lebensenergie, mehr Magie den Manavorrat. Dank dieses Punktesystems formen Sie sich nach und nach Ihren Wunschcharakter. Dabei sollten Sie aber bedenken, dass Spezialisten nicht in jeder Situation stärker sind als Helden mit gemischten Talenten. Viele Gegnertypen sind gegen bestimmte Schadensarten so widerstandsfähig, dass »Fachidioten« sich die Zähne daran ausbeißen. Stellen Sie sich zum Beispiel mal einen Feuermagier vor, der ein Flammenelementar besiegen will ...

    Tot klicken!

    Die Steuerung funktioniert trotz der 3D-Grafik genauso einfach wie bei Diablo: Per Linksklick steuern Sie Ihren Helden und lassen ihn Gegner angreifen. Mit der rechten Maustaste zaubern Sie den gewählten Spruch -- sofern genügend Mana vorhanden ist. Die Magieformeln lassen sich an Hotkeys binden, in diesem Fall die Funktionstasten. So können Sie bei Bedarf schnell die Sprüche wechseln. Mit den ersten acht Zifferntasten benutzen Sie sofort die Gegenstände oder Tränke, die sich in der entsprechenden Schnellzugriffsleiste befinden. In der Regel sind das Mana- und Heiltränke, wobei letztere relativ früh von Heiltalismanen abgelöst werden. Diese nützlichen Objekte stellen ebenfalls die Lebensenergie wieder her, verfügen aber über zehn Ladungen. Da Sie weit mehr Tränke brauchen als Sie finden, sollten Sie bei jedem Gang in die Stadt Ihre Vorräte reichlich aufstocken.

    Helfen lohnt sich

    Wie in Diablo ist ein kleines Dorf der Ausgangspunkt des Abenteuers, in das Sie mittels Portalzauber immer wieder zurückkehren. Einerseits, um Beute zu verkaufen, andererseits um Quests anzunehmen und abzuschließen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Action-Rollenspielen werden Sie in Fate geradezu mit Aufträgen überschüttet. Questgeber erkennen Sie an einem gelben Ausrufezeichen über dem Kopf; das hat sich wohl seit World of WarCraft als Standard etabliert. Meist sollen Sie eine bestimmte Anzahl von Monstern erlegen, einen Gegenstand bergen oder einen starken Boss erledigen. Das wiederholt sich zwar immer wieder, doch bekommt das Metzeln etwas mehr Sinn. Außerdem erhalten Sie vergleichsweise viel Erfahrung und gute Belohnungen, wenn Sie den Dorfbewohnern helfen. Außerdem steigt Ihr Ruf -- eine Grundvoraussetzung, um viele der besten Ausrüstungsgegenstände zu tragen.

    Action ohne Hänger

    Die Spielwelt besteht neben der dörflichen Basis aus einem großen Dungeon mit etlichen Monster verseuchten Etagen. Die säubern Sie und arbeiten sich Stockwerk für Stockwerk nach unten, um schließlich den Oberfiesling niederzustrecken. Der Vorteil des Etagenaufbaus sind die sehr kompakten Schauplätze und damit hohe Feinddichte sowie kurze Laufwege. Allerdings bieten die Umgebungen wenig Abwechslung fürs Auge, da hätten sich die Grafiker ruhig mehr Mühe geben können -- zumindest ein paar mehr Texturen hätten schon viel verbessert. Dank der praktischen, in drei Stufen zoombaren Automap finden Sie sich aber auch dann immer gut zurecht, wenn Boden- und Wandtexturen praktisch an jeder Ecke gleich aussehen. Das Layout der Etagen wird übrigens beim Spielstart neu generiert, was natürlich immer wieder zur neuen Dungeon-Hatz motiviert.

    Wechselbalg mit Stauraum

    Eine der Besonderheiten des Spiels ist Ihr tierischer Begleiter. Zu Beginn wählen Sie aus, ob Sie lieber mit einer Katze oder einem Hund ins Abenteuer ziehen. Das ist reine Geschmackssache, denn beide können genau das Gleiche. Da wäre zum einen die Funktion als Inventarerweiterung. Ihr Tier hat ebensoviel Stauraum wie Ihr Charakter und läuft auf Befehl sogar ins Dorf, um seine Fracht zu verkaufen. Anschließend kehrt es wieder zurück.

    Außerdem können Sie Ihren kleinen Helfer in andere Wesen verwandeln. Dazu verfüttern Sie bestimmte Fische an Ihren Liebling -- je nach Fischart mutiert das Haustier dann beispielsweise für einige Zeit in eine Spinne, einen Lindwurm oder einen Tiger. Jede Form ist in bestimmten Situationen besonders nützlich, vor allem wenn Sie so die Schwächen des Helden kompensieren oder seine Stärken ergänzen. So greifen Zauberer beispielsweise häufig zu einem starken Nahkampf-Pet. Eine Auswahl der Verwandlungsformen finden Sie im Kasten »Vielseitiger Begleiter«.

    Sammelsucht

    Eine Hauptmotivation in Fate ist die Jagd nach immer besseren Ausrüstungsgegenständen. Die finden Sie typischerweise bei erlegten Widersachern, aber auch in den Kisten und Urnen, die überall im Dungeon stehen. Zudem können Sie auch bei den Händlern im Dorf shoppen, allerdings bieten die meist nur Standardwaren feil. Wie in den Diablo-Spielen besteht auch die Möglichkeit zum Glücksspiel. Dabei kaufen Sie für einen sehr hohen Betrag ein auf alle Fälle magisches Objekt. Das kann eine Waffe mit nur einer Verzauberung sein -- und damit ein totaler Schuss in den Ofen -- oder ein wertvolles Artefakt, dessen Spezialeigenschaften fast die gesamte Bildschirmhöhe füllen. Das sind aber die beiden Extreme, meist erhalten Sie durch das Glücksspiel durchschnittliche Waffen und Rüstungen. Da Sie irgendwann aber gar nicht mehr wissen werden, wohin mit dem ganzen Gold, hat es durchaus seine Berechtigung. Darüber hinaus können Sie normale Gegenstände auch beim Verzauberer magisch aufwerten lassen, sogar mehrfach. Für eine angemessene Bezahlung spendiert er der Waffe, der Rüstung oder dem Schmuck Ihrer Wahl zufällige magische Effekte. Mitunter versieht er die Objekte auch mit Slots, in die Sie Edelsteine einbauen können. Falls Sie also ein Axtkämpfer sind, aber immer nur normale Beile finden, können Sie diese für einen fairen Preis zur Edelwaffe aufwerten lassen.

    Alte Bekannte

    Fate schickt Ihrem Helden größtenteils bekannte Monster der Fantasy-Gattung entgegen. Schleimhaufen, Mumien, Orks und Co. attackieren je nach Exemplar mit Nahkampf, mit Fernwaffen oder Magie. Kritisch wird das, wenn Sie es mit allen drei Sorten gleichzeitig zu tun bekommen. Besonders gefährlich ist Gift, das die Lebensenergie langsam aber sicher reduziert. Da helfen nur Gegengift-Phiolen oder der Gang zum städtischen Heiler, der den Lebensbalken wieder auf Vordermann bringt.

    Falls Ihr Held doch einmal überwältigt wird, haben Sie drei Möglichkeiten: Sie können sich gegen Abzug von Erfahrungspunkten und Ruhm sofort und am Ort des Dahinscheidens wiederbeleben lassen. Oder Sie bezahlen lediglich eine ordentliche Summe Gold und dürfen eine Ebene entfernt weitermachen. Am billigsten ist das kostenlose Wiederbeleben, allerdings müssen Sie sich dann gleich durch drei Etagen metzeln, um Ihr Gold zu bergen -- die Ausrüstung behalten Sie in jedem Fall.

    Georg Valtin

  • Fate
    Fate
    Publisher
    Wild Tangent
    Developer
    Wild Tangent
    Release
    24.09.2010

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http://www.gamesaktuell.de/Fate-Spiel-23199/Tests/Fate-717439/
01.08.2005
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/t_fate_999_08eps.jpg
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