Far Cry: Vengeance
Hick-hack: Den häßlichen Kerl schlagen wir mit der Wiimote. (Wii)
Jetzt schlägt sich Jack Carver also auch auf dem Wii durch die grüne Hölle. Wie von den mittlerweile zahlreichen "Far Cry"-Ablegern gewohnt, setzt Jack dabei auf ein ganzes Arsenal von Bleispritzen, die unterschiedlichsten Vehikel und seine animalischen Spezialfähigkeiten. Leider entpuppt sich der Tropen-Trip auf Nintendos neuer Konsole aber als All-Inclusive-Urlaub der finstersten Sorte: alle nur erdenklichen Spaßbremsen inklusive!
Schon das Intro schockt mit extremen Bildfehlern, herber Unschärfe und amateurhafter Synchronisation. Im Spiel selbst quälen grobpixelige Texturen, detailarme Umgebungen, ständige Pop-Ups und dazu noch heftige Ruckelanfälle den Sehnerv. An manchen Stellen erinnert die Grafik von "Far Cry: Vengeance" gar an N64-Zeiten!
Zur unterirdischen Optik gesellen sich strohdumme Gegner mit peinlicher Sprachausgabe: Nicht nur, dass ihre schlecht betonten Sprüche meist völlig unpassend sind, sie brechen auch noch abrupt ab, sobald Sie sich zu weit entfernen.
Augenkrebsalarm: Das ist noch eins der gelungeneren Szenarien. (Wii)
Wenigstens die Steuerung funktioniert ganz ordentlich: Nach kurzem Feintuning im Einstellungsmenü zielt es sich mit der Fernbedienung recht komfortabel und auch die Wii-spezifischen Features gehen flott von der Hand. So setzen Sie durch eine Ausholbewegung mit der rechten Hand ihr Messer ein oder hüpfen, in dem Sie das Nunchuck nach oben reißen. Nur gut gezielte Granatenwürfe werden mit dem Wii-Controller zur Glückssache.
Doch was nutzt die gelungene Steuerung, wenn einem der Rest jeglichen Spielspaß verdirbt?