Far Cry: Instincts

Test Thorsten Küchler

Panik im Paradies: Ubisoft entfuhrt Sie auf eine Tropeninsel voller Animateure. Deren gastfeindlicher Auftrag: Tod allen Touristen!

Einen Haken hat die gelebte Liberalität allerdings: Ihre Widersacher agieren ebenfalls frei von programmierten Zwängen und überraschen ihrerseits mit diabolischen Gegenmaßnahmen. Wer mit lautem Getöse in eine Feindstellung marschiert, ist blitzschnell umzingelt und wird von allen Seiten malträtiert. Clevere Überlebenskünstler nutzen hingegen die tropische Flora zu ihrem Vorteil, robben durchs dichte Unterholz und stechen unvorsichtige Wachmänner auf Knopfdruck hinterrücks nieder.

Noch fieser wird's, wenn Ihr Robinson wider Willen seine Fähigkeiten als Fallensteller aufblitzen lässt: Per Schultertaste "schmücken" Sie beispielsweise Bäume mit einem stacheligen Ast -- schlurft dann ein Halunke heran, schwingt der Mörderbalken hervor und verpasst seinem Opfer eine Akupunktur de luxe. Pyromanisch veranlagte Zocker legen indes lieber gleich eine explosive Mine auf die Zufahrtsstraße, um gegnerische Ankömmlinge gebührend zu empfangen.

Jeep-Safari der brutalen Art

Weil Wandertouren durch die riesigen "Far Cry"-Areale selbst Marathonläufer überfordern, stehen vielerorts Fahrzeuge im Dschungel herum. Ein Knopfdruck genügt, schon schwingen Sie sich zum Piloten von Quad-Bike, Buggy oder Rennboot auf. Selbst Gleitdrachen laden zum luftigen Rundflug ein. Praktisch auch, dass die meisten Vehikel neben leistungsstarker Motorisierung auch noch eine rabiate Sonderausstattung an Bord haben: Mit der Dachkanone des Jeeps holen Sie selbst Helikopter im Handumdrehen auf den Boden der Tatsachen zurück.

Vom Mann zum Mutanten

Trotz dieser taktischen Vielfalt bleibt "Far Cry: Instincts" im Kern ein rabiates Schützenfest mit Schwerpunkt auf Handfeuerwaffen. Das Arsenal an Schießprügeln reicht von simplen Pistolen über Maschinengewehre bis hin zum obligatorischen Raketenwerfer. Handgranaten vervollständigen das infernalische Sortiment.

Und wenn's besonders brenzlig wird, rupft Mister Carver einfach ein Flakgeschütz aus der Verankerung und schlurft als wandelnder Panzer umher. Moment mal: Ein Mann, der tonnenschwere Wummen schleppt? Was soll denn dieser unrealistische Schmu? Keine Sorge, Sie sind nicht in der nächsten Hulk-Versoftung gelandet!

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