Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Fifa WM 2006

    Alle vier Jahre wieder gibt es eine FIFA-Weltmeisterschaft und das offizielle Computerspiel dazu von EA Sports. Können sich die Kanadier endlich auch spielerisch gegen Pro Evolution Soccer 5 durchsetzen?

    Wie üblich kleiden die Macher bei EA Sports die aktuelle Version der FIFA-Serie für ihr offizielles Spiel zur WM 2006 in ein leicht abgewandeltes Gewand. So wurde natürlich der Manager-Part aus FIFA 2006 wegrationalisiert. Der würde bei einer WM-Simulation auch wenig Sinn haben. Das heißt allerdings nicht, dass wir uns bei der virtuellen Weltmeisterschaft über zu wenig Action auf dem heiligen Rasen beklagen müssten. Das Spiel bietet nämlich neben der kompletten Meisterschaft in Deutschland die gesamte, weltweite Qualifikation, inklusive Freundschaftsspiele. Und die können wir mit sage und schreibe 127 Nationalteams bestreiten. Von Andorra bis Zimbabwe sind alle Länder dabei, die auch in der realen Qualifikation um das Ticket nach Deutschland gekickt haben.

    Geschichtsverfälschung

    Zusätzlich bietet FIFA WM 2006 zahlreiche freie Spielmodi, etwa das schnelle Match, in dem wir fast alle Parameter wie Mannschaften, die Akteure auf dem Feld, den Spielball oder das Stadion nach unserem Gusto auswählen dürfen.

    In der Lounge können wir »Fußball-Missionen« für bis zu sieben weitere Mitspieler erstellen, und in der globalen Herausforderung drehen wir kräftig am Rad der Fußballgeschichte. Hier werden wir nämlich zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt in legendäre oder wichtige Länderspiele versetzt und müssen den Ausgang vor dem Schlusspfiff zu unseren Gunsten wenden. So verhelfen wir etwa den Briten in ihrem Schicksalskick gegen Deutschland bei der WM 1990 zum Sieg, noch bevor es überhaupt zum dramatischen Elfmeterschießen kommt.

    Wenn wir eine globale Herausforderung bewältigen, setzt es eine Bronzemedaille. Als Endziel winkt in diesem Modus die Finalrunde. Die erreichen wir, sobald wir alle anderen Aufgaben mit Bronze abgeschlossen haben. Dann dürfen wir uns in historische WM-Endspiele vom Kaliber Deutschland gegen Holland anno 1974 beamen. Der große Haken: Diese Spiele laufen nicht etwa mit den historischen Mannschaften, sondern mit den 2006er-Teams. Statt Netzer, Breitner und Beckenbauer laufen hier also beispielsweise Ballack, Kahn und Prinz Poldi auf.

    Torjäger und Sammler

    Neben den Medaillen verteilt das Spiel für zig weitere Bonusziele Punkte. Die verdienen wir uns meist automatisch, wenn wir in einer Freundschafts- oder Meisterschaftspartie ganz normal kicken. Wer etwa eines der schwächeren Teams besiegt, bekommt 250 Punkte, beim Einzug ins Achtelfinale locken dagegen 1.000 Zähler. Diese Punkte funktionieren ebenfalls als Währung im eingebauten FIFA-Shop, wo wir sie für berühmte Spieler wie Franz Beckenbauer und Kinkerlitzchen wie neue Bälle oder Fußballschuhe ausgeben.

    Wie im Fernsehen?

    Solche Shopping-Touren sorgen für optische Abwechslung auf dem Spielfeld, obwohl FIFA WM 2006 die eigentlich gar nicht nötig hat. Bei der Präsentation zeigt sich das EA-Sports-Produkt traditionell von seiner besten Seite. Die Qualität der Stadien und besonders der Spieler hinkt dabei dem Genreprimus Pro Evolution Soccer 5 etwas hinterher. Gerade die Texturen auf den Spieler-Visagen wirken im direkten Vergleich weniger scharf und etwas verwaschen.

    Dafür allerdings trumpft FIFA mit der offiziellen Lizenz auf. Das bedeutet, dass selbst die Spieler von Fußball-Zwergen wie Elfenbeinküste oder Lichtenstein die korrekten Namen tragen und größtenteils mit realen Gesichtern auflaufen. Bei bekannteren Teams wie England oder Deutschland stimmen übrigens alle Gesichter mit der Wirklichkeit überein. Rund 100 Kicker stuft das Spiel zudem als Stars ein. Die bewegen sich ähnlich wie ihre Vorbilder: Fans werden etwa auf Anhieb Beckhams typische Freistoßkicks oder Poldis Torjubel erkennen. Außerdem verfügen die Stars über Spezialfähigkeiten auf dem Feld und machen folgerichtig durchschnittliche Spieler fast nach Belieben nass.

    Für akustische Unterhaltung ist ebenfalls gesorgt. Die Fans singen realistisch, und so gellen Schlachtrufe wie »Allez les Bleus!« oder »Italia, Italia!« durchs Stadion. Zudem verpflichtete EA Sports mit Tom Bayer und Sebastian Hellmann zwei gestandene Sport-Journalisten. Die sülzen uns nicht nur mit dem typischen (und oft unfreiwillig komischen) Kommentatoren-Blabla die Ohren voll, sondern kennen auch alle Spielernamen.

    Ferngesteuerte Ballakrobaten

    Wirklich interessant wird der Vergleich mit Pro Evolution Soccer 5, wenn der Ball ins Rollen kommt. Dann nämlich offenbart das Spiel das, was einige PC-Fußballer als Schwäche, andere als leichte Zugänglichkeit bezeichnen würden. Die Lernkurve ist nämlich auch bei diesem FIFA-Spiel nicht annähernd so steil wie beim japanischen Pendant. Der Grund ist simpel: FIFA bietet nicht ansatzweise die spielerischen Freiheiten, die wir aus PES 5 gewohnt sind. In der Praxis zeigt sich das etwa dann, wenn das Programm offensichtlich entschieden hat, dass ein bestimmter Spieler einen Ball noch erreichen »muss« und kurz über das Spielfeld teleportiert, damit er die Pille noch erreicht -- wie ein Charakter in einem Online-Spiel mit schlechtem Ping.

    Ein weiteres Beispiel sind die Animationen. Die erscheinen oft abgehackt und unnatürlich. Auch hier entscheidet das Spiel eigenmächtig, dass eine Figur schießen muss, obwohl sie noch in einer anderen Bewegung (Dribbeln, Laufen) steckt. Dann wird die vorhergehende Animation einfach abgebrochen, und der Spieler »springt« direkt in die Schussanimation.

    Zwergentaktiker

    Rein spielerisch gibt sich FIFA deutlich unkomplizierter als PES 5. So scheint die Lederkugel dem ballführenden Spieler oft regelrecht an den Fuß getackert zu sein, und durch die extrem spielstarken Stars können Teams wie Frankreich kleinere Gegner fast im Schlaf besiegen. Der rudimentäre Taktik-Part soll Abwechslung ins Spiel bringen. Per Steuerkreuz können wir jederzeit bis zu vier offensive und defensive Taktikvorgaben (etwa: Pressing oder Abseitsfalle) aktivieren oder abschalten. Das funktioniert im Spiel auch ziemlich gut, allerdings stellen sich unsere Mitspieler so oder so recht schlau an, weswegen wir beim Testspiel mit deaktivierter Taktikoption auch nichts vermisst haben.

    Sascha Gliss

  • FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006
    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006
    Publisher
    Electronic Arts
    Release
    27.04.2006

    Aktuelles zu FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006

    PC GC X360 XB PS2 GBA FIFA WM 2006 - Tests - PC 0

    FIFA WM 2006 - Tests - PC

    PC GC X360 XB PS2 GBA FIFA WM 2006 0

    FIFA WM 2006

    Aktuelle Sportspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Steep Release: Steep
    Cover Packshot von FIFA 17 Release: FIFA 17 Electronic Arts , EA Canada
    Cover Packshot von EA Sports UFC 2 Release: EA Sports UFC 2 Electronic Arts
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 12/2016 SpieleFilmeTechnik 11/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
715437
FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006
Fifa WM 2006
Alle vier Jahre wieder gibt es eine FIFA-Weltmeisterschaft und das offizielle Computerspiel dazu von EA Sports. Können sich die Kanadier endlich auch spielerisch gegen Pro Evolution Soccer 5 durchsetzen?
http://www.gamesaktuell.de/FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft-Deutschland-2006-Spiel-23307/Tests/Fifa-WM-2006-715437/
01.05.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/t_fifawm_00_05eps.jpg
tests