Fear steht im Laden, und die Community bekriegt sich im Internet: Zeit für den Mehrspielertest.
Ein Ego-Shooter ohne Mehrspieleroption? Undenkbar. Selbst ein Titel wie Fear, der mit einer starken Story und cleveren KI-Gegnern eher den Einzelkämpfer anspricht, macht da keine Ausnahme. So fesselnd und gruselig die Geschichte um Alma und Herrn Vettel allerdings ist, so konventionell und altbacken kommt auf den ersten Blick der Mehrspielermodus daher. Kampagne also hui, Multiplayer pfui?
Alles wie gehabt ...
Egal ob es um die maximale Spielerzahl oder die Auswahl der Spielmodi geht: Fear gibt sich im Netzwerk und Internet eher konservativ. Lediglich 16 Kontrahenten können in fünf unterschiedlichen Gefechtsvarianten aufeinander losgehen. Während Capture the Flag und Team Deathmatch eher Mannschaftsspieler reizen, ist das klassisch-schnelle Deathmatch für den typischen Einzelkämpfer gedacht.
Fear recycelt für Netzwerkpartien die Karten der Einzelspielerkampagne. Mit dem Patch auf Version 1.02 liefern die Entwickler allerdings die Mehrspielerkarte »Asylum« kostenlos nach. Zusätzlich behebt das Update zahlreiche Multiplayer-Bugs und ist somit für Netzwerkkrieger Pflicht.
Die Zeit: ein dehnbarer Begriff
Obwohl alle Spielmodi schon seit Jahren zum Standardrepertoire der Ego-Shooter gehören, bringt Fear durch einen Kniff wenigstens etwas Abwechslung in die Kämpfe. Auch im Multiplayer-Modus kommt nämlich die Bullet-Time zum Einsatz. Wenn diese Zeitlupenfunktion auf einem Server aktiviert ist, liegt im Level ein Extra, das stets nur von einem Spieler getragen werden kann.
Wer sich das Zeitlupenextra krallt, hat die alleinige Kontrolle über die Bullet-Time. Sobald wir das Objekt der Begierde aufsammeln, füllt sich nämlich unser Zeitlupenvorrat. Sobald die entsprechende Anzeige voll ist, können wir -- wie als Einzelspieler -- die Bullet-Time aktivieren und uns so einen unfairen Vorteil verschaffen. Unfair deswegen, weil wir selbst uns im Zeitlupenmodus annähernd so schnell wie in Echtzeit bewegen, alle anderen Spieler hingegen im Schneckentempo durch den Level kriechen müssen.
Mässige Feuerkraft
Wenn Sie sich durch die Kampagne geballert haben, werden Sie im Mehrspielerarsenal keine Überraschungen erleben. Alle Knarren für Deathmatch und Co. wurden aus dem Singleplayer-Modus übernommen. Allerdings kommen wir nur mit einer Standardwaffe ins Gefecht. Mächtigere Wummen wie etwa der Raketenwerfer liegen als Extras in den Einsatzgebieten herum.
Sascha Gliss
