Große Kulleraugen und alberne Story statt ernster Sportlerwelt: Everybody's Tennis startet die Charme-Offensive.
Manche Menschen brauchen nicht viel, um glücklich zu sein. Die Bewohner der knuffigen Welt von Everybody‘s Tennis strahlen zum Beispiel übers ganze Gesicht, wenn sie einem guten Tennisspiel beiwohnen. Die Geschwister Emily und Hugo reisen deshalb über den ganzen Globus, um Menschen für den Tennissport zu begeistern.
Everybody's Tennis-Review: Wo ist der Sinn?
Die alberne Story ist Geschmackssache. Besonders redefreudige Charaktere können mitunter aber ziemlich nerven. Passend zum comichaften Look entspricht Everybody’s Tennis eher Arcade-Titeln als realistischen Tennis-Simulationen.
Neben den Standard-Moves habt ihr Spezialschläge auf dem Kasten, außerdem gibt es eine praktische Bildschirmanzeige, die zeigt, wo der Ball aufkommt. Während des Spielens schaltet ihr neue Charaktere frei und erhaltet Erfahrungspunkte. Über 400 verschiedene freischaltbare Gegenstände sorgen dafür, dass die Motivation nicht so schnell nachlässt.
Eure Gegner sind aber nicht immer mit Feuereifer dabei: Die KI leistet sich mitunter unverständliche Patzer und schenkt euch schnelle Punkte. Erst spät zieht der Schwierigkeitsgrad an. Gegen menschliche Spieler macht Everybody’s Tennis aber ohnehin mehr Spaß: Ihr könnt sogar im Doppel gegen und mit Freunden antreten. Ein „richtiger“ Online-Modus ist nicht dabei, aber wer eine PS3 sein Eigen nennt, kann über Ad-hoc-Verbindung trotzdem online zocken.
Technisch weiß die knallbunte Optik zu begeistern. Die Tennisplätze sind herrlich verrückt und stecken voller Geheimnisse, die ihr mit einem Balltreffer lüften könnt. Schade, dass es keine zusätzlichen Minispiele ins Game geschafft haben, die für etwas Abwechslung hätten sorgen können.
